Freitag, 07. Mai 2021

Grün-Weiß Mannheim wird noch Dritter in der Tennis-Bundesliga +++ 5:1 über Gladbach

erstellt am Mittwoch, 19 August 2015
Grün-Weiss Mannheim vs.Gladbacher HTC 2015 Robin Kern Grün-Weiss Mannheim vs.Gladbacher HTC 2015 Robin Kern Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Am späten Sonntagnachmittag war die Stimmung rings um das Feudenheimer Neckarplatt sehr gut.

Denn Grün-Weiss Mannheim schaffte dort tatsächlich noch das, mit dem eigentlich niemand mehr gerechnet hatte: Das badische Tennis-Flaggschiff schoss gegen Gladbach aus allen Rohren, gewann mit 5:1 und fuhr noch als Dritter in der Tennis-Bundesliga über die Ziellinie.

Am Sonntagmorgen war man davon noch meilenweit entfernt. Als Fünfter rechneten sich Björn Phau und Co. höchstens noch Chancen auf den vierten Platz aus. "Dass wir nun aber sogar noch auf dem Treppchen stehen, ist super", lachte Teammanager Gerald Marzenell: "Das ist wirklich ein Super-Abschluss."

Mannheim bekam auch Schützenhilfe

Vor allem von Düsseldorf, das mit 5:1 in Krefeld gewann. Doch bei all der Freude über den unverhofften Höhenflug am finalen Spieltag, ein perfekter Tennistag war es deshalb noch lange nicht: Denn der Wettergott spielte nicht mit. Über Mannheim hingen dichte Regenwolken. Folglich musste auch in der Halle gespielt werden, was eigentlich eine Katastrophe ist, denn in die klubeigene Halle passen kaum Zuschauer. Will heißen: Da wird Spitzentennis in Mannheim gespielt und kaum einer kann es sehen.

Gruen-Weiss Mannheim vs.Gladbacher HTC 2015 Tobias Kamke. Bild: AS Sportfotos.

Weiter mit einem kurzen Saison-Rückblick

Für Grün-Weiss war es eine Saison mit Höhen und Tiefen. Los ging es eher bescheiden. Aus dem erhofften Aufgalopp mit 4:2-Punkten wurde ein 2:4-Stotterstart: 2:4 gegen Aachen, 5:1 in Neuss und 0:6 gegen Krefeld. Ärgerlich, aber eben auch keine Schande. Schließlich hat gerade Aachen einen deutlich höheren Etat als die Quadratestädter und Krefeld bewegt sich finanztechnisch mittlerweile auf Augenhöhe. "Diese zwei Niederlagen können passieren", resümierte dann auch Marzenell, "allerdings haben sie uns eben auch früh die Chance auf den Titel genommen. Oder sagen wir es vielleicht besser so: Wären wir besser gestartet, hätten wir die großen Klubs wie Aachen und Halle noch etwas länger ärgern können."

Was danach kam begeisterte hingegen

Gerade der 4:2-Coup in Halle versetzte ganz Tennis-Deutschland in Aufregung. Denn die Ostwestfalen waren es längst nicht mehr gewohnt zu verlieren. Es war demnach die erste Niederlage von Halle seit 2012. "Das macht uns natürlich schon etwas stolz", gesteht Marzenell, "und wir waren somit auch das einzige Team, das Halle in seinem Meisterjahr schlagen konnte."

Veränderungen wird es im Hinblick auf den kommenden Sommer aber wohl trotzdem geben. Denn Marzenell (Foto unten) bastelt im Hintergrund bereits ein wenig am Kader für die neue Saison. Sein Plan: Es sollen noch zwei starke Einzelspieler her. Zwei Asse, die an Position zwei auflaufen können und somit häufiger auf dem Center Court servieren sollen.

Namen kann er noch keine präsentieren. Aber Eckdaten: Beide sollen in der ATP-Weltrangliste zwischen den Rängen 90 und 180 zu finden sein. Und ganz wichtig: Sie sollen möglichst auch in der zweiten Saisonhälfte zur Verfügung stehen. Das tun nämlich nur die wenigsten Topspieler, was mit der Turnierplanung zusammenhängt. Die richtig guten Asse beginnen Ende Juli oder Anfang August bereits mit den Vorbereitungsturnieren für die US Open. Und die finden meist in den USA statt. Folglich macht es für diese Spieler keinen Sinn für ein Spiel zurück nach Deutschland zu fliegen, sich ein fettes Jetlag abzuholen und anstatt auf Hartplatz auf Sand zu spielen.

Klar ist aber schon jetzt: Grün-Weiss wird auch im kommenden Jahr wieder ein schlagkräftiges Team ins Rennen schicken, um nach der deutschen Tenniskrone zugreifen. Gut möglich, dass dann auch wieder Topstar Tommy Haas dabei sein wird. Mit dem Wahl-Amerikaner wird Marzenell im Oktober beim ATP-Turnier in Wien sprechen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 19 August 2015