Freitag, 07. Mai 2021

Grün-Weiß Mannheim mit bitterer Niederlage gegen Kölner TC

erstellt am Sonntag, 02 August 2015
Pavol Cervenak - Martin Fischer 6:4, 3:6. Auf dem Foto der unterlegene Martin Fischer. Pavol Cervenak - Martin Fischer 6:4, 3:6. Auf dem Foto der unterlegene Martin Fischer. Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Drei Punkte - das war das Ziel des Tennis-Bundesligisten Grün-Weiss Mannheim vor dem Wochenende.

Am Freitag in Düsseldorf und am Sonntag in Köln sollten also irgendwie ein Sieg und ein Remis her. Die Reihenfolge spielte dabei eigentlich keine Rolle.

Doch die Bundesliga ist eben kein Wunschkonzert

In Düsseldorf wurde noch gejubelt, 4:2 stand es da nach sechs packenden Partien. In Köln lief es dann weniger gut: Das badische Tennis-Flaggschiff kenterte, ging mit 1:5 unter. Wobei das klare Ergebnis täuscht. Denn eigentlich waren es die Mannheimer, die am Drücker waren. "In Köln waren wir die bessere Mannschaft", ärgerte sich Grün-Weiss-Teammanager Gerald Marzenell, "diese Niederlage war wirklich nicht verdient."

Was sich im ersten Moment nach einem Märchen aus Tausend und einer Nacht anhört, entspricht allerdings der Realität. Denn jeder, der vor Ort war, wusste, was Marzenell meint. So lagen zwischen einer 3:1-Führung und dem tatsächlichen 1:3-Rückstand nach den Einzeln in Köln nur Nuancen. Denn Mannheims Dauerläufer Björn Phau und der Sandplatzwühler Martin Fischer wurden erst auf der Zielgeraden abgefangen.

Mannheims Dauerläufer Björn Phau wurde erst auf der Zielgeraden abgefangen. Bild: AS Sportfotos

Phau musste sich mit 5:7, 6:2 und 8:10 geschlagen geben, Fischer mit 4:6, 6:3, 9:11

Beide waren im Endeffekt also nur zwei mickrige Punkte schlechter als ihre Kontrahenten. Fischer hatte gar Matchbälle, führte im Match-Tiebreak schon mit 9:7, ehe der Slowake Pavol Cervenak zwei Mal die Linie anvisierte und auch noch zwei Mal in Folge traf. Bei Phau lief es ähnlich - oder noch bitterer: Der ehemalige Schützling von Boris Becker war im finalen Champions Tiebreak mit 8:7 vorne, steuerte auf seinen nächsten Einzelsieg hin, doch nun schlug sich der "Tennisgott" auf die falsche Seite.

Oscar Otte, sein Gegner, traf zwei Bälle nicht mit optimal - und genau das war sein Glück: Von seinem Rahmen flogen sie unberechenbar in Phaus Rechteck und schlugen im hintersten Eck ein. Marzenell war jedenfalls bedient. Unmittelbar vor den Doppeln musste er erstmal abtauchen, verschanzte sich in der Kabine. Doch da lebte noch die Hoffnung, der Traum von zwei Doppelsiegen und damit wenigstens noch von einem 3:3-Unentschieden.

GW-Teammanager Gerald Marzenell war aufgrund des Spielverlaufs restlos bedient. Bild: AS Sportfotos.

Doch nicht diesmal, nicht in Köln

Wenig später stand es 5:1 für die Domstädter. Es war übrigens die erste Auswärtsniederlage der Quadratestädter in dieser Saison. Und die hat Auswirkungen. Grün-Weiss rangiert momentan noch auf dem dritten Rang, wird diesen aber sicher verlieren. Denn im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten hat Grün-Weiss bereits sieben Spiele auf dem Konto und ist am nächsten Sonntag spielfrei.

Folglich richtet sich die ganze Konzentration auf den 16. August. Dann reist der Gladbacher HTC zum letzten Heimspiel an. "Wir wären am Ende schon gerne Dritter geworden", gesteht Marzenell: "Aber das wird jetzt richtig schwer."

Rochusclub Düsseldorf - Grün-Weiss Mannheim 2:4

Einzel: Lukas Rosol - Tobias Kamke 6:3, 0:6, 10:7; Filip Veger - Gerald Melzer 4:6, 5:7; Madwe Middelkoop - Martin Fischer 6:3, 3:6, 7:10; Martin Emmrich - Björn Phau 7:6, 3:6, 3:10; Doppel: Veger/Dinslaken - Kamke/Stadler 4:6, 3:6; Middelkoop/Emmerich - Fischer/Phau 6:1, 1:6, 10:7.

Kölner THC - Grün-Weiss Mannheim 5:1

Einzel: Dustin Brown - Federico Delbonis 5:7, 5:7; Julian Reister - Tobias Kamke 6:3, 7:6; Pavol Cervenak - Martin Fischer 6:4, 3:6, 11:9; Oscar Otte - Björn Phau 7:5, 2:6, 10:8; Doppel: Brown/Otte - Delbonis/Phau 6:3, 6:4; Cervenak/Choinski - Fischer/Stadler 6:1, 2:6, 10:7.

Letzte Änderung am Sonntag, 02 August 2015