Donnerstag, 06. Mai 2021

Tennis-Bundesligist Grün-Weiss Mannheim mit schlechtem Saisonstart / Der Klassenerhalt soll nun her und zwar so schnell wie möglich

erstellt am Donnerstag, 16 Juli 2015
Federico Delbonis wird im nächsten Heimspiel gegen Nürnberg (Sonntag, 26. Juli) wieder für die Mannheimer aufschlagen Federico Delbonis wird im nächsten Heimspiel gegen Nürnberg (Sonntag, 26. Juli) wieder für die Mannheimer aufschlagen Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Wer sich aktuell die Tabelle der Tennis-Bundesliga anschaut, dem läuft es eiskalt den Rücken runter, zumindest dann, wenn sein Herz für Grün-Weiss Mannheim schlägt.

Einem Sieg, stehen zwei Niederlagen gegenüber. Macht Platz sieben von neun Teams. Richtig, das hatte man sich beim badischen Tennis-Flaggschiff eigentlich ganz anders vorgestellt. Möglichst bis zum Schluss ganz oben dabei sein, das war die Devise. Die ist nun Schnee von gestern, eigentlich nicht mehr zu realisieren. Vor allem dann, wenn man mal in Richtung kommendes Wochenende schaut, da gastiert Grün-Weiss bei Blau-Weiß Halle. Einem echten Schwergewicht.

Und das lässt sich insbesondere zuhause nicht lumpen. Topkräfte werden die Mannheimer erwarten, nicht die zweite Garnitur. "Das wird richtig schwer", sagt Mannheim Teammanager Gerald Marzenell. Verzweifelt hört er sich dabei aber nicht an. Im Gegenteil: "Es kommen ja noch deutlich leichtere Gegner. Aber der Zug nach oben ist abgefahren. Wir müssen uns nun nach unten orientieren." Heißt: Der Klassenerhalt soll her und zwar so schnell wie möglich.

Und vielleicht kommt ja auch mal wieder das Glück zurück. Gegen Krefeld fehlte es zuletzt. Drei Matches von sechs wurden hier im Champions Tiebreak verloren. Und dieser verkürzte Satz, der nur bis zehn geht, ist reines Glücksspiel. Drei, vier Unkonzentriertheiten reichen aus und das Match ist weg, verloren.

 

Tobias Kamke (Foto oben), der gegen Jürgen Melzer ein Topspiel abgeliefert hat, bringt es auf den Punkt: "Da kann es dich ruckzuck erwischen." Und ihn erwischte es so am Sonntag: Nachdem er den ersten Durchgang verloren hatte, trumpfte er im zweiten mächtig auf, gewann ihn mit 6:2, ehe im Champions Tiebreak zwei, drei schlechte Minuten ausreichten, um als Verlierer vom Platz zu gehen. Wäre der dritte Durchgang normal ausgespielt worden, eben so wie es auch auf der ATP-Tour gemacht wird, Kamke hätte am Ende wohl die Siegerfaust geballt.

Egal, der Blick geht voraus. Und der ist trotz der Tabellensituation rosig. Denn Federico Delbonis wird im nächsten Heimspiel gegen Nürnberg (Sonntag, 26. Juli) wieder für die Mannheimer aufschlagen. Und das wird sich bezahlt machen. Der Argentinier ist ein Sandplatzspezialist durch und durch. Mit seinen gigantischen Topspinschlägen, die jeden Kontrahenten erst einmal in die Defensive drücken, ist er prädestiniert für das Spiel auf der roten Asche.

Jiri Vesely / Gruen Weiss Mannheim vs Blau Weiss Krefeld

Bei Grün-Weiss ist er an Position zwei gemeldet, direkt hinter Tommy Haas, der ebenfalls am 26. Juli die Rackets am Feudenheimer Neckarplatt schwingen soll. Delbonis ist Linkshänder, was ihn vor allem zu einem unbequemen Aufschläger macht. Geschlagen hat er auch schon die ganz Großen. Unter anderem Roger Federer. Seine höchste Platzierung in der ATP-Weltrangliste war bislang die Nummer 34.

Marzenell freut sich bereits auf seinen "Gaucho": "Mit Federico haben wir einen Mann im Kader, der auf Sand mit jedem mithalten kann. Auf diesem Belag gehört er sicher zu den zehn besten Spielern der Welt."
Genau so einen braucht Grün-Weiss jetzt auch, denn abgestiegen ist man schnell mal - auch wenn das bei einem Blick auf das Restprogramm (noch) sehr unwahrscheinlich erscheint.

Letzte Änderung am Donnerstag, 16 Juli 2015