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Der SAP Arena Marathon Mannheim/Ludwigshafen lockt bis zu 100.000 Zuschauer in die Städte

erstellt am Freitag, 08 Mai 2015
SAP-Marathon-Start-Hauptfeld - Veranstaltung 2014 SAP-Marathon-Start-Hauptfeld - Veranstaltung 2014 Bild: Berno Nix

von Sportkurier. Im vergangenen Jahr machte der Mannheimer Marathon negative Schlagzeilen, doch das hinderte die Verantwortlichen nicht daran, mit viel Elan die diesjährige Austragung zu planen.

Die Aussicht ist klar: In diesem Jahr wird alles reibungslos funktionieren.

Zum zwölften Mal treffen sich die Läufer der Region morgen in Mannheim und Ludwigshafen, um gemeinsam in die Dunkelheit zu rennen. Der SAP Arena Marathon Mannheim/Ludwigshafen lockt dann bis zu 100.000 Zuschauer in die Städte links und rechts vom Rhein. Der Hauptlauf startet um 19 Uhr und um kurz nach 21 Uhr werden die Schnellsten schon wieder im Ziel sein.

PK zum SAP-Arena Marathon 2015 l-r:Dr.Christian Herbert M3-BM Wolfgang van Vliet-Jessica Herbert M3-Edwin Kibowen Cheserek-BM Lothar Quast-Udo Bekker MVV Vorstand-Oliver Lange SAP-BM Christian Specht.

Eines versprach Christian Herbert mit aller Überzeugungskraft: Die besten Läufer werden in die diesem Jahr exakt die 42,195 Kilometer laufen, ehe sie am Wasserturm in Höhe des Rosengartens über die Ziellinie laufen. Irrungen und Wirrungen wie im Vorjahr soll es nicht geben, als eine unklare Streckenführung dafür sorgte, dass die Spitze des Feldes falsch abbog und letztlich deutlich länger als 42,195 Kilometer unterwegs war. "Im vergangenen Jahr ist uns eine dusselige Sache passiert, deshalb werden wir diesmal eine Qualitätsveranstaltung abliefern", sagte der Geschäftsführer des Veranstalters M3.

Die mehr gelaufenen Meter schmerzte die bestens trainierten Läufern weniger in den Beinen als Herbert und seinen Mitstreitern auf der Seele, denn nichts ist gefährlicher für eine Veranstaltung dieser Größenordnung als der Verdacht, sie organisatorisch nicht stemmen zu können. "Wir haben die Streckenführung geändert und insoweit vereinfacht, dass ein falsches Abbiegen gar nicht mehr möglich ist", versicherte Herbert.

SAP Arena Marathon 2014- Siegerin Simreth Restle-APEL       Bild: AS Sportfotos

Für die Teilnehmer, knapp 10.000 sind in den unterschiedlichen Wertungen gemeldet und bis zu 12.000 könnten es morgen tatsächlich sein, haben die Änderungen einen schönen Nebeneffekt, denn besonders auf der linken Rheinseite in Ludwigshafen führt die Strecke jetzt direkt am Rhein entlang und bietet somit optisch viel mehr Reize als zuletzt.

Für die vielen Hobbyläufer ist das eine deutliche Qualitätssteigerung und sollte auch für die Zukunft beibehalten werden. Die Profis werden darauf weniger achten, denn für die afrikanischen Stars, die dem SAP Arena Marathon internationales Flair verschaffen, zählen nur Platzierungen und Zeiten. Nach einer längeren Verletzungspause ist Edwin Cheserek aus der erfolgreichen Läufer-Nation Kenia bestrebt, in Mannheim wieder an bessere Zeiten anknüpfen zu können.

Mit seiner persönlichen Bestleistung von 2:11:53 Stunden würde Cheserek direkt einen neuen Streckenrekord aufstellen. "Wie schnell man ist, ist von den äußeren Bedingungen und der Zusammenarbeit auf der Strecke abhängig", wollte sich der Kenianer gestern nicht auf eine mögliche Zeit festlegen. Vermutlich hängt das davon ab, ob er während eines großen Teils der 42 Kilometer gut mit Werkuneh Aboye aus Äthopien harmoniert. Der Sieger des Vorjahres und Streckenrekordinhaber (2:17:33 Stunden) dürfte der größte Rivale von Cheserek sein.

SAP Arena Marathon 2014 - Sieger 2014 Werkuneh Seyoum ABOYE                              Bild: AS Sportfotos

Bei den Frauen läuft alles auf ein Duell von Simegna Tefera aus Äthopien (Siegerin 2012) und Lilian Koech aus Kenia hinaus, die beide eine Zeit von deutlich unter drei Stunden anstreben. An der Spitze werden die Besucher also Weltklasseleistungen zu sehen bekommen.

Weltklasse gibt es aber selbst in den vielen Staffeln, die den SAP Arena Marathon zu einer Veranstaltung für alle machen. In einem Team der BASF läuft Sebastian Kienle mit - seines Zeichens aktueller Triathlon-Weltmeister, seitdem er im vergangenen Oktober die versammelte Weltelite beim Ironman auf Hawaii schlug.

Letzte Änderung am Freitag, 08 Mai 2015