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Ein gutes Omen - Die Löwen sichern sich wie im letzten Jahr vor Saisonbeginn den Supercup

erstellt am Freitag, 25 August 2017
Die Rhein-Neckar Löwen sind Gewinner des Super-Cup. Die Rhein-Neckar Löwen sind Gewinner des Super-Cup. Alle Fotos AS Sportfotos

sport-kurier. Es ist schon verrückt:

Da rennen die Rhein-Neckar Löwen jahrelang den Titeln hinterher, werden spöttisch bereits als die Titellosen abgetan und angeln sich nun einen Pokal nach dem anderen.

Am Mittwochabend verteidigten sie nach der Meisterschaft in der Bundesliga auch den Supercup. 2016 schalteten die Gelbhemden den SC Magdeburg aus, 2017 war jetzt der THW Kiel fällig. Doch das war Schwerstarbeit. Kiel war über weite Strecken der Partie ebenbürtig, wenn nicht sogar besser als die Badener, doch die packten ihr Kämpferherz aus und gaben einfach nie auf.

So war es Neuzugang Jerry Tollbring, der quasi mit der Schluss-Sirene das 28:28 herstellte. Danach ging es sofort ins Siebenmeterwerfen. Und vom "Punkt" hatten die Löwen die besseren Nerven. Kapitän Andy Schmid und seine Mitstreiter versenkten alle Siebenmeter, Kiel vergab zweimal. Und so stand es am Ende 32:30 für die Löwen.

Danach war dann Party angesagt. Jubelnd lag sich der gelbe Tross in den Armen. Von der Decke rieselte das Konfetti. Über 6000 Zuschauer, die Porsche Arena in Stauttgart war ausverkauft, bildeten den passenden Rahmen. Doch bei all dem Jubel, hundertprozentig zufrieden war man beim Meister nicht. Oliver Roggisch, der als Sportlicher Leiter bei den Löwen arbeitet, brachte es in der Stunde des Triumphs auf den Punkt: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, aber nicht so ganz mit dem Spiel. Jetzt wollen wir aber versuchen, den Schwung mit in die Meisterschaft zu nehmen." Am Sonntag ab 15 Uhr steht nämlich das erste Bundesliga-Spiel in Lemgo an.

Schön zu sehen war auch mal wieder, dass die Löwen-Fangenmeinde wächst und wächst. Die Prosche Arena war fest in Löwen-Hand, was aufgrund der großen Entfernung aus Kiel allerdings auch nur bedingt überraschte. Trotzdem scheint es mittlerweile im Trend zu liegen, den Löwen die Daumen zu drücken. Roggisch ist das nicht entgangen. "Es war toll hier, die Fans haben es für uns zu einem Heimspiel in Stuttgart gemacht. Wir haben das sehr genossen", erklärte der Weltmeister von 2007 auf der Pressekonferenz.

Der Sieg im Supercup ist zudem möglicherweise auch ein gutes Omen, denn auch im letzten Jahr hat der Sieg gegen Magdeburg Flügel für die nahende Saison verliehen. Dieses Mal wartet allerdings eine Hammersaison auf die Badener. Viele Experten tippen an der Spitze auf eine der spannendsten Spielzeiten seit vielen Jahren. Denn zu den großen Drei Kiel, Löwen und Flensburg gesellen sich nun auch noch Magdeburg, Melsungen und Berlin. Dieses Trio hat mächtig aufgerüstet und zudem auch den Vorteil, nicht in der Champions League zu spielen. Das bedeutet, dass dort die Kräfte geschont werden können, während beispielsweise die Löwen stets im Dreitagesrhythmus gefordert werden.

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Doch das ist Zukunfstmusik. Der Vorteil der Löwen liegt auf der Hand. Trainer Nikolaj Jacobsen kann auf ein eingespieltes Team setzen - und hat mit Andy Schmid einen genialen Spielmacher an der Spitze. Der Schweizer wurde zuletzt dreimal in Serie zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt. Wird er das in dieser Saison erneut, stehen die Chancen sicher nicht schlecht, dass es für die Löwen auch dieses Mal wieder zum Titel reicht.

Letzte Änderung am Freitag, 25 August 2017

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