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Rhein-Neckar Löwen wieder Spitzenreiter +++ Andy Schmid führt das Team zum Sieg gegen die MT Melsungen

erstellt am Freitag, 04 März 2016
Andy Schmid wartete mit einer richtig starken Leistung auf, erzielte 13 Treffer. Andy Schmid wartete mit einer richtig starken Leistung auf, erzielte 13 Treffer. Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Zwei Spielzeiten lang wurde Andy Schmid zuletzt zum besten Spieler der Handball-Bundesliga gewählt.

Dabei ist der Schweizer in der laufenden Spielzeit noch stärker als in den Vorjahren. Das beste Beispiel war das Duell der Rhein-Neckar Löwen gegen die MT Melsungen. Schmid führte die Badener zu einem deutlichen 34:24-Sieg, durch den die Badener die Tabellenspitze zurückeroberten.

Ein paar Spiele gab es zuletzt, in denen Andy Schmid nicht so auftrumpfen konnte

Doch gestern hatte der Spielmacher der Löwen wieder seine Bestform erreicht. Herausragende 13 Treffer gelangen dem Schweizer, der vor allem die zweite Halbzeit zu seiner ganz persönlichen Show machte. "Ich war etwas torgefährlicher als beim letzten Mal, deshalb hat es gut geklappt", sagte der Matchwinner nach dem Spiel.

Durch den Schweizer wurde der Vorsprung der Badener am Ende auch zweistellig, was angesichts der engen Konstellation an der Tabellenspitze am Ende wichtig werden kann. "Wir versuchen einfach, jedes Spiel in der Liga zu gewinnen", erklärte Schmid. Punkgleich mit dem Dauerrivalen THW Kiel sind die Badener seit gestern Abend wieder, das Torverhältnis ist aktuell um neun Treffer besser.

Marino Maric/MT gegen Löwen-Keeper Mikael APPELGREN. Rhein-Neckar Loewen vs. MT Melsungen. AS Sportfotos

"Ich finde, dass die Mannschaft das heute sehr gut gemacht hat", sagte Nicolaj Jacobsen

Der Trainer war zufrieden, denn die Löwen kamen ohne Schwächephase durch die 60 Minuten und beherrschten den kampfstarken und eigentlich schwer zu bespielenden Kontrahenten deshalb deutlich. Deutlich wurde allerdings auch, dass den Melsungern mit Johan Sjöstrand die etatmäßige Nummer eins im Tor fehlte. Ersatzmann Rene Villadsen parierte sechs Bälle, während Löwen-Schlussmann Mikael Appelgren 17 Paraden zeigte.

Zum ersten Mal im vierten Vergleich mit den Mittelhessen in der laufenden Spielzeit bekamen die Löwen schon in der ersten Halbzeit Kontrolle über die Partie. Gleich zu Beginn sorgten schnelle Tore für eine 3:0-Führung und vier Minuten vor der Pause lagen die Badener beim 14:9 sogar erstmals mit fünf Toren vorne. Nur acht Tage nach dem bis dahin letzten Duell gegen Melsungen hatten Nikolaj Jacobsen und seine Spieler den richtigen Schlüssel gefunden, um die wuchtigen MT-Cracks in der Defensive in Schach zu halten und im Angriff die passenden Lösungen gegen die 5+1-Abwehr zu finden.

Große Freude kam aber nicht nur wegen der Darbietungen in der SAP Arena auf, sondern auch wegen der Ereignisse im knapp 450 Kilometer entfernten Hannover. Dort luchste die TSV Hannover-Burgdorf der SG Flensburg-Handewitt beim 25:25 einen Punkt ab und als das Endergebnis in der Halle verkündet wurde, brandete großer Jubel bei den mehr als 9000 Zuschauern auf. Die Flensburger haben jetzt zwei Zähler Rückstand auf die Löwen. Der Titelendspurt in der Bundesliga ist eröffnet, zehn Partien stehen noch auf dem Programm.

Löwen-Jubel nach dem deutlichen Sieg über die MT Melsungen. Man ist wieder Spitzenreiter. AS Sportfotos.

Nur zwei Tage Pause haben die Löwen, ehe sie schon wieder ranmüssen

Im letzten Vorrundenspiel der Champions League gastieren die Badener beim FC Barcelona. Die Katalanen wollen mit einem Sieg den Gruppensieg perfekt machen, während die Löwen noch einen Punkt benötigen, um aus eigener Kraft den vierten Tabellenplatz abzusichern und dem THW Kiel im Achtelfinale der Königsklasse aus dem Weg zu gehen.

Die Löwen werden aber eher die Spielzeit gleichmäßig auf alle Akteure verteilen, denn die Liga hat weiterhin absoluten Vorrang für die Badener. Als Tabellenführer wollen sie unbedingt den ersten Titel der Klubgeschichte feiern. Seit dem Sieg gegen die starken Melsunger sind die Chancen ein gutes Stück größer geworden.

Parallel zur sportlichen Entwicklung sind die Verantwortlichen gerade dabei, einen Nachfolger für Lars Lamade zu finden

Der Geschäftsführer legt sein Amt zum Ende der laufenden Spielzeit nieder, weil er bei der SAP einen neuen Job angenommen hat, der es zeitlich unmöglich macht, beide Aufgaben zu erfüllen. Allerdings deutet im Moment einiges daraufhin, dass die Löwen keinen Handball-Fachmann als Nachfolger verpflichten, sondern erneut einen Mann holen, der nicht aus dem Handballbereich kommt. Eine Chance würde vertan, den Klub zukunftssicherer aufzustellen.

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Ristovski - Schmid (13), Gensheimer (9/4), Kneer, Sigurmannsson, Baena, Mensah Larsen (5), Pekeler, Groetzki (3), Reinkind (1), Guardiola, Petersson, Ekdahl du Rietz (3).

Letzte Änderung am Freitag, 04 März 2016

Handball