Montag, 23. September 2019

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Der Countdown läuft - Die Löwen starten am Sonntag bei den Eulen Ludwigshafen in die neue Saison

erstellt am Dienstag, 20 August 2019
Andy Schmid / RNL gegen Max Haider / EL und Stefan Salger / EL  - TSG Friesenheim (Eulen) vs. Rhein-Neckar Loewen / Archivbild. Andy Schmid / RNL gegen Max Haider / EL und Stefan Salger / EL - TSG Friesenheim (Eulen) vs. Rhein-Neckar Loewen / Archivbild. AS Sportfotos

sport-kurier. Eigentlich sollte es eine klare Angelegenheit werden, wenn die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag um 16 Uhr in die neue Saison starten.

Doch an die Eulen Ludwigshafen haben die Löwen nicht die besten Erinnerungen. Im Gegenteil, das letzte Derby war gewissermaßen der Super-Gau für die Badener.

Es war der 29. Juni 2019, als die Gelbhemden eine 26:29 Heimniederlage gegen die Pfälzer kassierten. Auf die Tabelle - die Saison war für die Löwen eh gelaufen - hatte es zwar keine Auswirkungen, doch es war ausgerechnet das letzte Heimspiel von Erfolgstrainer Nikolaj Jacobsen, der die Löwen im Sommer bekanntlich verlassen hat. Und dem Meistermacher hätte man natürlich einen anderen Abschied gewünscht. Für die Eulen war es dagegen ein perfekter Abend: Durch diesen Sieg schafften sie am Ende doch noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt.

An eine Wiederholung des Überraschungscoups glaubt am Sonntag aber wohl niemand. Die Löwen werden in Ludwigshafen voll fokussiert sein und dürften somit kaum zu stoppen sein. Wenngleich Kristjan Andresson, den neuen Coach, schon ein paar Sorgenfalten plagen. Unter anderem sicher auch wegen Uwe Gensheimer, der war in der Vorbereitung nämlich gehandicapt. Muskuläre Probleme machten dem Rückkehrer einen Strich durch die Rechnung. In den Testspielen war er nur Zuschauer und rückte erst danach beim Schreiben von Autogrammen ins Rampenlicht. Ob's am Sonntag zum Comeback im gelben Trikot reichen wird, bleibt abzuwarten.

Das Saisonziel der Löwen ist jedenfalls klar, sie möchten diesmal länger oben dran bleiben und möglichst bis zum Schluss um den Bundesliga Titel mitspielen. Favorit sind sie aber nicht. Flensburg und vor allem Kiel haben in Sachen Kader bessere Karten, allerdings auch einen Nachteil: Beide müssen in der Champions League ran.

Das ist zwar eine besondere Auszeichnung und auch das Wunschziel eines jeden Spielers, sorgt aber auch für eine riesen Belastung. Denn die Champions League im Handball ist nicht mit der im Fußball zu vergleichen. Sie ist extrem aufgebläht und sorgt somit für eine extrem hohe Spielfrequenz. Verletzungen sind da leider fast schon vorprogrammiert.

Man könnte es auch anders ausdrücken: Während die beiden Nordclubs in halb Europa von Halle zu Halle reisen werden, können die Löwen regenerieren und auch mal im taktischen Bereich trainieren. Genau das hat den Löwen in den letzten Jahren gefehlt.

Der Löwenkader an sich ist stärker besetzt als letzte Runde, was mit Uwe Gensheimer zusammenhängt, aber eben auch mit Romain Lagarde. Der französische Rückraumstar kam aus Nantes und ist einer dieser Spieler, die Spiele alleine entscheiden können. Die größte Aufgabe liegt vor Andresson. Er muss möglichst schnell dafür sorgen, dass da eine spielstarke Einheit auf dem Feld steht. Sprachprobleme hat der Isländer nicht. Seine Deutschkenntnisse, die er sich unter anderem schon im Schulunterricht angeeignet hat, sind gut. Ab und an driftet er noch ins Englische ab, das ist aber nicht der Rede wert.

Für die Löwen kann die Saison also beginnen, hält am 2. Spieltag allerdings auch gleich eine Herkulesaufgabe bereit. Dann müssen die Löwen beim zuletzt zweifachen Meister Flensburg antreten. Eine Aufgabe, die man im Lager des Ex-Meisters sicher gerne noch etwas vor sich hergeschoben hätte.

 

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 20 August 2019

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