Montag, 19. August 2019

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Der Feinschliff wird in der Schweiz gelegt - Die Rhein-Neckar Löwen sind im Trainingslager

erstellt am Freitag, 02 August 2019
Trainer Kristijan Andresson (re.) im Gespräch mit Oliver Roggisch. Trainer Kristijan Andresson (re.) im Gespräch mit Oliver Roggisch. AS Sportfotos

Noch ist es die Ruhe vor dem Sturm, doch auch bei den Rhein-Neckar Löwen

...steigt so langsam die Anspannung vor dem Startschuss der neuen Saison, die für die Badener mit dem Final Four Turnier im DHB Pokal Mitte August bei der HG Saarlouis beginnt. Die Vorfreude bei den Fans ist jedenfalls bereits groß, allerdings gibt es eben auch ein paar Unbekannte.

Das größte Fragezeichen steht sich hinter dem neuen Trainer: Dass Kristijan Andresson als Trainer schon große Erfolge gefeiert hat, ist unbestritten. Doch er tritt bei den Löwen kein leichtes Erbe an. Der Isländer folgt auf Nikolaj Jacobsen, der mit den Löwen die ersten großen Titel der Vereinsgeschichte geholt hat, ehe es im letzten Jahr nicht mehr ganz so gut lief, was für Andresson sicher nicht ganz so schlecht war. 

Die Messlatte liegt aber dennoch hoch. Er muss die Löwen zurück in die Erfolgsspur bringen und möglichst wieder Titel und Pokale in die Vereinsvitrine stellen.

Derzeit wird für dieses Ziel in der Vorbereitung geschwitzt und in Testspielen geübt, allerdings treten die Gelbhemden zunächst traditionell eher gegen Gegner an, die ihnen vom Potential her weit unterlegen sind, dementsprechend sind die Ergebnisse nur bedingt aussagekräftig. Zuletzt wurde beispielsweise der HSC Suhr Aarau mit 30:20 geschlagen. Dieser Erfolg war gleichzeitig der Startschuss fürs Trainingslager in der Schweiz, wo der Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt werden soll.

Im Blickpunkt stand natürlich ein Eidgenosse im Löwentrikot: Andi Schmid wurde von 1500 Fans frenetisch bejubelt. Besonders erfreulich: Auch Jesper Nielsen, der in der Vorsaison ab Januar verletzt ausfiel, ist wieder voll einsatzfähig und kann seinem Kreisläufer-Kollegen Jannik Kohlbacher somit auch mal die eine oder andere Verschnaufpause ermöglichen.

Nicht mit auf dem Feld stehen momentan Rückkehrer und Publikumsliebling Uwe Gensheimer und Steffen Fäth. Das Duo klagt über muskuläre Probleme in der Wade und wird vorsichtshalber geschont, um kein Risiko für eine schwerwiegendere Verletzung einzugehen. Nach dem Spiel war Neu-Trainer Andresson zufrieden und attestierte seiner Mannschaft, dass sie auf einem guten Weg sei.

Am Montag, also ein paar Tage vor der Abreise in die Schweiz, traf sich das Löwenrudel mal wieder beim Exklusivpartner BGV Versicherungen in Karlsruhe, um vor rund 100 angereisten Fans eine Art Saisoneröffnung abzuhalten. Schnell wurde klar, dass zumindest die Stimmung schon wieder meisterlich ist. Es wurde viel gescherzt und zusammen gelacht. Auf einer Bühne wurden die Spieler, die natürlich geschlossen auftraten, mit Fragen bombardiert. Auch Andresson demonstrierte, dass seine Deutschkenntnisse immer ausgereifter werden. Allerdings hat er auch kleinen Vorteil, weil er einst bereits in der Schule ein wenig Deutsch gelernt hat.

Für Verwunderung hat gesorgt, dass die Löwen in Sachen Kapitänsbinde plötzlich auf eine Dreierlösung setzen. Der bisherige Kapitän Andi Schmid wird sich das Amt ab sofort mit Uwe Gensheimer und Torwart Mikael Appelgren teilen. Letzterer wird die Löwen als Kapitän aufs Spielfeld führen. Nachvollziehbar ist diese Entscheidung nicht wirklich: Warum schenkt man Schmid nicht weiter das Vertrauen, schließlich hat er sein Amt die letzten Jahre vorbildlich ausgeübt?

In Fankreisen spricht man von einer unnötigen Baustelle, die aufgemacht wurde und die für Unruhe sorgen könnte. Doch wer die drei Spieler kennt, dürfte eher zu dem Schluss kommen, dass sie keine Probleme mit der neuen Konstellation haben.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 02 August 2019

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