Freitag, 18. Oktober 2019

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Kommt Lagarde schon diesen Sommer? Die Löwen sollen im Hintergrund mit dem HBC Nantes verhandeln

erstellt am Dienstag, 25 Juni 2019
Lagarde hier im Trikot des HBC Nantes. Lagarde hier im Trikot des HBC Nantes. AS Sportfotos

sport-kurier. Einfach mal die Beine hochlegen. Für einen Handball-Profi, der in der deutschen Bundesliga bei einem der Spitzenvereine unter Vertrag steht, kommt das selten vor. Spiele im Dreitages-Rhythmus sind da völlig normal.

Die Rhein-Neckar Löwen können ein Lied davon singen.

Umso schöner für die Badener, dass sie sich aktuell in der Sommerpause befinden und mal abschalten können. Für das Management des zweifachen deutschen Meisters gilt das allerdings nur bedingt. Denn glaubt man der französischen Zeitung L'Equipe basteln die Löwen derzeit an einem Transfer, der den Unterschied machen könnte. Die Rede ist von einer vorzeitigen Verpflichtung von Romain Lagarde, der eigentlich erst im Sommer 2020 nach Mannheim wechseln soll. Dafür besitzt er schon ein gültiges Arbeitspapier.

Im Hintergrund soll es darum gehen, dass der HBC Nantes, bei dem Lagarde noch bis 2020 unter Vertrag steht, eine entsprechende Ablösesumme einstreichen will. Laut der L'Equipe sollen die Löwen bereits 100.000 Euro geboten haben, konnten damit aber keine Einigung erzielen. Im Gegenzug soll es für Nantes auch darum gehen, einen geeigneten Ersatz zu finden, was sicher nicht leicht ist.

Sinn machen würde ein Transfer allemal. Lagarde ist ein Mann mit großen Fähigkeiten. Mit seinen 22 Jahren ist er noch sehr jung, agiert aber schon jetzt auf einem ganz hohen Niveau. Auch in den direkten Duellen gegen die Löwen in der Champions League schoss er seinen künftigen Arbeitgeber schon mehrfach ab.

Neben Uwe Gensheimer, der bekanntlich aus Paris zurück nach Mannheim kommt, wäre Lagarde ein weiterer Toptransfer. Wobei er sogar noch einen Tick höher einzuschätzen ist als Gensheimer. Denn auch wenn der gebürtige Mannheimer wohl nach wie vor der beste Linksaußen der Welt ist, kann er über die Außenbahn keine Spiele im Alleingang entscheiden. Er ist immer auch abhängig von den Zuspielen seiner Mitspieler, setzen die ihn gekonnt ein, ist "Gense" ein Torgarant der Extraklasse. Bekommt er diese Zuspiele jedoch nicht, "verhungert" er auf dem Flügel.

Bei Lagarde verhält sich die Sache anders. Der 1,94 m Mann spielt im linken Rückraum und dort also auf der Königsposition. Und von dort aus können Spiele alleine entschieden werden. Auch deshalb versuchen die Löwen alles, um ihn vorzeitig nach Mannheim zu holen. Denn die Vereinsführung der Gelbhemden dürfte ein klares Ziel haben: In der neuen Saison will man wieder um den Titel mitspielen. Dass das so oder so schwer werden dürfte bei der Konkurrenz, ist klar, allerdings würde es mit Lagarde sicher leichter von der Hand gehen.

Kommt er tatsächlich noch, müsste allerdings wohl Platz im Kader geschaffen werden. Als möglicher Wechselkandidat gilt offenbar Filip Taleski. Der 23-Jährige Mazedonier wird laut Medienportalen in seiner Heimat mit Vardar Skopje in Verbindung gebracht.

Klar scheint jedoch zu sein, dass Taleski nur dann eine Freigabe erhalten würde, wenn es im Umkehrschluss mit einer vorzeitigen Verpflichtung von Lagarde klappen würde. Es bleibt spannend - auch in der Sommerpause.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 25 Juni 2019

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