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Einer mit einer großen Zukunft - Albin Lagergren kommt im Sommer 2020 zu den Rhein-Neckar Löwen

erstellt am Dienstag, 30 April 2019
Torwart Andreas Palicka / RNL gegen Albin Lagergren - Rhein-Neckar Loewen vs. SC Magdeburg, RNL Saison 2018 / 2019. Torwart Andreas Palicka / RNL gegen Albin Lagergren - Rhein-Neckar Loewen vs. SC Magdeburg, RNL Saison 2018 / 2019. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Blickt man auf die letzten Monate der Rhein-Neckar Löwen zurück, wird deutlich, dass diese nicht den eigenen Ansprüchen genügen.

Die Badener haben mittlerweile hohe Ansprüche, Pokale und Titel sind das Ziel, kein Muss, aber eben der Wunsch.

Was aktuell passiert, ist demnach nicht der eigene Maßstab: Seit ein paar Wochen geht es für die Löwen um nichts mehr. In der Bundesliga ist der Titel längst unerreichbar, im Pokal kam das Aus bereits Ende letzten Jahres bei den Füchsen Berlin, in der Champions League findet das abschließende Final Four Turnier in Köln auch ohne die Löwen statt.

Einer der Hauptgründe der enttäuschend verlaufenen Saison war für viele Experten und Fans der Kader, der mittlerweile etwas in die Jahre gekommen ist. Also was tun? Natürlich verjüngen, besonders im Rückraum, dort wo Handballspiele eben häufig entschieden werden.

Ein Knaller-Transfer ist schon seit längerem bekannt. Es ist der Zugang von Romain Lagarde (22 Jahre), der im Sommer 2020 kommen wird. Dass das ein Spieler ist, der eine Riesenzukunft vor sich hat, ist unbestritten. Er wird als Rechtshänder im linken Rückraum spielen. Sein Pendant auf der rechten Seite ist nun auch gefunden. Seit diesem Montag ist klar, dass Albin Lagergren (26 Jahre) ebenfalls ab dem Sommer 2020 zum Löwen-Rudel stoßen wird.

Auch er hat großes Potential. Er spielt für die schwedische Nationalmannschaft und ist beim SC Magdeburg eine der Stützen schlechthin. Wie unverzichtbar er ist, zeigt sich momentan bei den Magdeburgern. Lagergren hat sich beim Final Four in Hamburg eine Fraktur am rechten Bein zugezogen und fehlt seitdem. Ersetzen kann ihn niemand. Freuen wird man sich beim Spitzenclub aus dem Osten sicher auch nicht über seinen Abschied nach Mannheim. Doch er war nicht zu halten.

"Ich freue mich ab 2020 das Trikot der Rhein-Neckar Löwen zu tragen. Die Löwen haben sich in den vergangenen Jahren zu einer der besten Mannschaften in Deutschland entwickelt. Der Club hat ehrgeizige Ziele für die Zukunft, und ab 2020 möchte ich Teil dieser Entwicklung sein. Ich treffe dazu auf viele bekannte Gesichter aus der schwedischen Nationalmannschaft", sagte Lagergren nach der Vertragsunterschrift beim zweifachen Meister.

Bekannte Gesichter trifft es ganz gut. Man könnte mittlerweile fast von einer Schweden-Connection bei den Löwen sprechen. Mit Linksaußen Jerry Tollbring, Kreisläufer Jesper Nielsen, den beiden Torhütern Mikael Appelgren und Andreas Palicka sowie Kristjan Andresson, der die schwedische Nationalmannschaft trainiert und ab der neuen Saison auch die Löwen coachen wird, trifft Lagergren auf 5 Kollegen.

Was er in Mannheim will, ist klar: Titel sollen her. Mit ihm werden die leichter zu holen sein. Seine Wucht aus der zweiten Reihe ist enorm. An guten Tagen kann er Spiele alleine entscheiden - genau wie Lagarde, was die Löwen sehr schwer ausrechnbar machen wird. Doch Lagergren kann es nicht nur vorne am gegnerischen Kreis. Er ist ein kompletter Handballer, der überall eingesetzt werden kann. Oliver Roggisch, der bei den Löwen als sportlicher Leiter arbeitet, bringt es unmissverständlich auf den Punkt:

"Mit Albin bekommen wir einen spielstarken Linkshänder im besten Alter. Er kennt die Bundesliga, verfügt über jede Menge internationale Erfahrung und ist zudem ein richtig guter Abwehrspieler." Die Statistik gibt Roggisch recht. Bis zu seinem vorzeitigen Saisonaus nach der schweren Verletzung in Hamburg erzielte er 80 Treffer für Magdeburg in der Bundesliga. In der schwedischen Nationalmannschaft steuerte er in 45 Spielen 125 Tore bei.

 

 

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 30 April 2019

Handball