Mittwoch, 27. Oktober 2021

Adler verlieren zum Auftakt gegen die Düsseldorfer EG

erstellt am Samstag, 15 September 2018
Marcus Eisenschmid #16 / Adler gegen Marco Nowak #8 / DEG Mathias Niederberger #35 / DEG und Bernhard Ebner #67 / DEG - Adler Mannheim vs. Duesseldorfer EG. Marcus Eisenschmid #16 / Adler gegen Marco Nowak #8 / DEG Mathias Niederberger #35 / DEG und Bernhard Ebner #67 / DEG - Adler Mannheim vs. Duesseldorfer EG. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Neuer Trainer, kein Glück. Pavel Gross hätte sich seinen Start als Cheftrainer sicher anders vorgestellt. Eigentlich war ja alles angerichtet für einen Eishockey-Feiertag:

Die SAP Arena war rappelvoll, die Stimmung dementsprechend gut, aber am Ende war da dann doch ein echter Schönheitsfehler.

Gegen den Traditionsverein Düsseldorfer EG reichte es letztlich nur zu einem Punkt: Die Adler verloren das Prestigeduell gegen die DEG mit 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung.

Von einem echten Fehlstart zu sprechen wäre allerdings zu hart, denn die Mannheimer präsentierten sich durchaus in einer ansprechenden Frühform, spulten Kilometer um Kilometer ab, vergaßen am Ende aber etwas ganz entscheidendes: das Tore schießen. Unter dem Strich blieb es beim Treffer von Chad Kolarik, der in der 11. Spielminute die viel umjubelte 1:0-Führung der Adler besorgte. Ein Handgelenksschlenzer aus kurzer Distanz war das Erfolgsrezept. Die Party in blau, weiß und rot hätte schon früher beginnen können. Phil Hungerecker (3.), Garrett Festerling (4.), Kolarik (6.) und Brendan Mikkelson (8.) hatten die Führung bereits auf dem Schläger.

Dennis Endras #44 / Adler gegen Stefan Reiter #89 / DEG - Adler Mannheim vs. Duesseldorfer EG. AS Sportfotos

Und das rächte sich: In der 17. Spielminute war es Alexander Barta, der nicht lange fackelte und zum 1:1 abstaubte. So etwas nennt man effektiv, denn es war die erste echte Drangphase überhaupt der Gäste in diesem Spiel.
Ein Schock war es für die Adler aber nicht.

Die schüttelten sich nur kurz und machten dort weiter, wo sie kurz zuvor aufgehört hatten und zwar mit ansehnlichem Tempo-Eishockey. Düsseldorf kurvte meist nur hinterher, wollte sich scheinbar irgendwie über die Zeit retten. Geändert hat sich dies erst im dritten und letzten Drittel. Hier war es nun ein Spiel mit offenem Visier. Chancen gab es hüben wie drüben.

In der Verlängerung hatte Düsseldorf dann das glücklichere Ende für sich: DEG-Spieler Ken Olimb zog ab, traf im Getümmel einen Schlittschuh eines Adler Verteidigers und von dort aus rutschte der Puck über die Linie (64.).
Dass es letztlich ausgerechnet Olimb war, der die Entscheidung herbeiführte, war allerdings wohl kein Zufall. Denn genau dieser Mann machte den Adlern auch in den 64 Minuten zuvor das Leben richtig schwer. Olimb erwies sich als extrem hartnäckig, stibitzte den Adlern häufig die Scheibe und verteidigte mit viel Herz und einer gesunden Portion Aggressivität.

Düsseldorfer Torjubel. Die DEG gewinnt nach Verlängerung. AS Sportfotos

Das mussten auch die Adler Fans neidlos anerkennen. Die machten sich übrigens in der Mehrzahl mit hängenden Schultern auf den Heimweg. Sie hatten sich natürlich einen Sieg erhofft, um so die Gross-Ära, von der sich die Adler viel versprechen, mit einem Erfolgserlebnis einzuleiten.

Am Sonntag ab 19 Uhr soll in Augsburg neben den spielerischen und läuferischen Elementen nun auch das Ergebnis stimmen.

Adler Mannheim - Düsseldorfer EG 1:2 n.V. (1:1, 0:0, 0:0, 0:1)

Torfolge: 1:0 Kolarik (11.), 1:1 Barta (17.), 1:2 Olimb (64.)
Schiedsrichter: Stephan Bauer (Höchstadt), Aleksi Rantala (Finnland)
Strafminuten: 4/8
Zuschauer: 11531

 

Letzte Änderung am Samstag, 15 September 2018

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