Mittwoch, 27. Oktober 2021

War's das schon mit dem großen Titeltraum? ++ Die Adler Mannheim sind am Mittwochabend abgestürzt

erstellt am Donnerstag, 05 April 2018
Luke Adam #90 / Adler und Christoph Ullmann #47 / Adler gegen Danny aus den Birken - Adler Mannheim vs. EHC Red Bull Muenchen. Luke Adam #90 / Adler und Christoph Ullmann #47 / Adler gegen Danny aus den Birken - Adler Mannheim vs. EHC Red Bull Muenchen. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Durch die 3:6 (2:0, 0:4, 1:2) Heimniederlage in der ausverkauften Mannheimer SAP Arena hat Red Bull München

...nun alle Trümpfe in der Hand und kann am Freitag in der bayrischen Landeshauptstadt schon den ersten Matchball verwandeln und die best of seven serie des Halbfinals für sich entscheiden.

Aber wie konnte es soweit kommen, schließlich war der Optimismus im Adler-Lager riesig erneut zum 2:2 ausgleichen zu können - und es sah ja auch richtig gut aus. Die Mannheimer legten im ersten Drittel ein 2:0 vor.
Brent Raedeke (8.) und Patrick Mullen (16.) hatten eiskalt zugeschlagen. Auf den Rängen machte sich bereits Feiertagsstimming breit. Doch dann brachte Matthuas Pachta die eigene Mannschaft mit dummen Aktionen auf die Verlierstraße.

Patrick Hager gegen Andrew Desjardins #84 / Adler - Adler Mannheim vs. EHC Red Bull Muenchen. DEL Eishockey Adler Mannheim 2017 / 2018. AS Sportfotos


War er im ersten Halbfinal-Duell selbst noch das tragische Opfer - der sport-kurier berichtete - teilte er nun selbst aus. Der gefeierte deutsche Olympia-Teilnehmer schlug zunächst mit seinem Stock auf die Hand von Markus Lauridsen, der gerade als Torschütze zum 1:2 geglänzt hatte, und stach kurz darauf auch noch gegen den jubelnden Maximilian Kastner zu. Plachta wurde für diese Aktionen mit fünf Minuten und einer Spieldauer-Disziplinarstrafe bedacht. Eine zu harte Strafe war es übrigens nicht: Lauridsen musste das Eis danach komplett verlassen. Die Diagnose lautet Fingerbruch.

Plötzlich war nun Unruhe da. Die Adler wackelten und das nutzte ein Spitzenteam wie München gnadenlos aus. Nun ging es Schlag auf Schlag. Bis zum Ende des zweiten Drittels netzten die Bullen noch dreimal ein. Bei den Adlern hingen hingegen die Schultern. Das war auch auf den Rängen so.

Das Undisziplinierte Verhalten von Plachta brachte die Adler auf die Verliererstraße. AS Sportfotos


In den letzten 20 Minuten probierten die Adler dann nochmals alles. Aber die Wende gelang nicht mehr. Trotzdem muss der Kopf nun nicht in den Sand gesteckt werden. Denn diese Adler - die nötige Disziplin vorausgesetzt - können auch in München bestehen. Das haben sie zuvor bewiesen.

Zudem haben sie nun eigentlich auch nichts mehr zu verlieren. Schade wäre es trotzdem, wenn die Saison nach dieser Leistungsexplosion nun doch schon im Halbfinale enden würde. Garrett Festerling, der Stürmer der Adler, denkt aber noch gar nicht soweit. Der Deutsch-Kanadier ist noch voll im Playoff-Tunnel: "Diese Niederlage ist sehr enttäuschend, aber wir müssen sie jetzt schnell abhaken und wieder nach vorne schauen." Und weiter: "Die Serie ist erst vorbei, wenn sie vorbei ist."

Am Ende durften die Münchener jubeln. Es steht 3:1 für Red Bull München. AS Sportfotos


Adler Mannheim - Red Bull München 3:6 (2:0, 0:4, 1:2)

Tore: 1:0 Raedeke (7:02), 2:0 Mullen (15:44), 2:1 Lauridsen (23:31), 2:2 Hager (24:55), 2:3 Wolf (26:17), 2:4 Abeltshauser (39:23), 2:5 Matsumoto (41:40), 2:6 Christensen (42:41), 3:6 Wolf (48:40)
Zuschauer: 13.600
Strafminuten: Mannheim 11 + Spieldauer-Disziplinar (Plachta) - München 4
Playoff-Stand: 1:3

Letzte Änderung am Donnerstag, 05 April 2018

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