Mittwoch, 27. Oktober 2021

Die Adler sind in Playoff-Form ++ Mannheimer haben durchaus Chancen auf das Finale

erstellt am Dienstag, 03 April 2018
Spielszene München - Adler. Spielszene München - Adler. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Wer hätte das vor ein paar Wochen oder Monaten gedacht?

Gaben die Adler Mannheim während der Hauptrunde in der DEL über weite Strecken noch ein bemitleidenswertes Bild ab, sind sie nun längt in Playoff-Form. Mittlerweile stehen die Cracks aus der Quadratestadt im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft, wo sie dem Titelfavoriten Red Bull München einen ganz heißen Fight liefern.

In der best of seven Serie steht es momentan 2:1 für den bayrischen Hauptstadtclub. Es fehlte am späten Sonntagabend allerdings nicht viel, und die Adler wären mit 2:1 in Front gegangen. Letztlich fehlte in München auch etwas das nötige Glück. Das Team von Trainer Bill Stewart kämpfte verbissen, war über weite Strecken der Partie auch mindestens ebenbürtig und musste sich am Ende dennoch mit 1:2 geschlagen geben. Den Siegtreffer für den noch amtierenden Meister erzielte Mads Christensen in der zweiten Verlängerung (86.).

Logischerweise hingen danach erst einmal die Flügel bei den Adlern. Schließlich hatten sie den Münchnern eine epische Schlacht geliefert und hätten durch einen Auswärtssieg sehr gute Karten auf das Finale gehabt. Doch bei all dem Frust, verdeutlicht hat die Last-Minute-Pleite eines: Die Adler können absolut mithalten und haben weiterhin beste Karten auf den Titel. Adler-Defensivmann Aaron Johnson sah es eigentlich genauso: "Das war das Duell zweier guter Mannschaften. Am Ende hat leider ein unglückliches Tor den Ausschlag gegeben. Aber wir haben uns eigentlich nichts vorzuwerfen und das behalten wir auch positiv im Hinterkopf. Das vierte Spiel am Mittwoch gehen wir genauso an wie am letzten Samstag."

Am letzten Samstag hatte es bereits ein hitziges Duell gegeben. Das gewannen die Adler in der SAP Arena, die einem Tollhaus glich, mit 4:2. Am Mittwoch ab 19.30 Uhr werden die Adler nun am neuerlichen Ausgleich zum 2:2 arbeiten.
Doch so spektakulär und spannend der Vergleich mit München auch ist, er hatte auch schon seinen ersten Skandal.



Es war Steve Pinizzotto, der mal wieder zugeschlagen hatte. Im ersten Spiel der Serie in München knockte er den Mannheimer Matthias Plachta mit einem Ellenbogen-Schlag ins Gesicht aus. Plachta blieb minutenlang benommen liegen und verpasste sogar das zweite Spiel in Mannheim. Pinizzotto entschuldigte sich für seine Aktion nicht, er verhöhnte sein "Opfer" sogar noch mit abfälligen Gesten.

Im Nachhinein wurde der Übeltäter dafür für fünf Spiele gesperrt. Was ein längst überfälliger Schritt war, denn Pinzzotto ist für seine Ausraster bekannt. Immer wieder leistet er sich brutale und gesundheitsgefährdende Fouls. Auch die Adler bekamen seine Aggressionen schon zu spüren. Einst richtete er den Mannheimer Denis Reul übel zu. Die Krankenakte: gebrochene Nase, gebrochenes Kinn und eine starke Gehirnerschütterung.

Sicherlich ist das Eishockey ein harter Sport, in dem sich "echte" Männer gegenüberstehen. Aber sobald schwerwiegende Verletzungen billigend in Kauf genommen werden, muss die DEL konsequent durchgreifen. Für Spieler wie einen Pinizzotto, die offenbar nie dazulernen, sollte deshalb irgendwann auch mal ein komplettes Berufsverbot in Betracht gezogen werden.

Letzte Änderung am Dienstag, 03 April 2018

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