Freitag, 26. Februar 2021

Ein Talent spielt sich ins Rampenlicht - Florian Elias glänzt mit den Adlern Mannheim

erstellt am Dienstag, 16 Februar 2021
Florian Elias (rechts) im Zweikampf mit seinem Ingolstädter Gegenspieler. Florian Elias (rechts) im Zweikampf mit seinem Ingolstädter Gegenspieler. AS Sportfoto

sport-kurier. Wenn es tatsächlich noch eines "Beweises" dafür bedurft hätte, dass mit den Adlern Mannheim

...in dieser Saison im Titelrennen erneut gerechnet werden muss, dann wurde der an den letzten beiden Spieltagen der DEL-Südgruppe eindrucksvoll erbracht. Da ließen es die Kufenjäger aus der Quadratestadt nämlich gleich zwei Mal ordentlich scheppern. Freitags gelang ein 5:4 Erfolg beim finanzstarken Dauerrivalen EHC München und montags fertigte man dann den derzeit hartnäckigsten Verfolger in der Südgruppe ab: Der ERC Ingolstadt kam in Mannheim mit 1:4 unter die Räder.

Wenngleich auch der Heimsieg gegen die Audistädter kein Spaziergang war. Die Adler mussten sich ordentlich strecken. "Wir wussten, dass uns Ingolstadt fordern wird. Sie spielen hart auf den Körper, gehören zu den stärksten Teams im Süden. Wir haben aber gut dagegengehalten und geduldig auf unsere Chancen gewartet, die dann spät gekommen sind", analysierte Florian Elias auf der Homepage der Mannheimer Adler.

In der Tat, denn über 2 Drittel war es ein Duell auf Augenhöhe. Erst im Schlussabschnitt setzten sich die Adler ab. Felix Schütz (42.) sorgte für das 2:1, Markus Eisenschmid (52.) stellte auf 3:1 und Jason Bast erzielte das 4:1. Nur einer tanzte gewissermaßen aus der Reihe. Gemeint ist Florian Elias. Er leitete den Erfolg mit der Schluss-Sirene bereits im ersten Abschnitt ein. Sein 1:0 (20.) fiel kurz vor knapp.



Elias ist ohnehin einer, den man sich mal ein wenig genauer anschauen muss. Er ist erst 18 Jahre alt und bringt offenbar alles mit, um im Eishockey große Fußspuren hinterlassen zu können. Der gebürtige Augsburger wechselte im Sommer 2016 zu den Adlern, wo er in der Nachwuchsabteilung aufgebaut wurde. Nach 2 Jahren im U16-Team, mischte er in der Schüler-Bundesliga mit, wo er es auf 144 Scorerpunkte in 75 Spielen gebracht hat. Das ist eine Topquote, die er später auch in der DNL, sie ist die höchste Eishockey Nachwuchsliga in Deutschland, untermauerte.

Da war es eigentlich die logische Folge, dass Elias, der mittlerweile einen Profivertrag bei den Mannheimern besitzt, irgendwann auch mal den Sprung in den Kader von Trainer Pavel Gross schafft. Dass er nun regelmäßig auf dem Eis steht, hatte sicher auch mit dem Verletzungspech der Adler zu tun. Mittlerweile ist aber längst klar, dass dieser Youngster viel mehr als nur eine Notlösung ist.

Einen ganz besonderen Moment erlebte er am 9. Februar 2021, einem Dienstag. In Auswärtsspiel in Schwenningen, das die Adler mit 4:0 gewannen, erzielte das Talent sein erstes Tor für die Adler. "Mein erstes DEL-Tor erzielt zu haben, fühlt sich überragend und unbeschreiblich an", sagte er damals, um dann aber gleich wieder den Teamgedanken in den Vordergrund zu stellen: "Dass wir das Spiel gewinnen konnte, war aber noch viel wichtiger."
Auch medial scheint dieser junge Mann schon ganz Profi zu sein.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 16 Februar 2021

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