Mittwoch, 27. Januar 2021

Losgelegt wie die Feuerwehr - Die Adler Mannheim sind noch ungeschlagen

erstellt am Montag, 11 Januar 2021
Dylan Yeo / SWW Ben Smith #18 / Adler - Adler Mannheim vs. Schwenninger Wild Wings. Dylan Yeo / SWW Ben Smith #18 / Adler - Adler Mannheim vs. Schwenninger Wild Wings. AS Sportfoto

sport-kurier. Die Pause war lang. Mitte März 2020 hatte sich die DEL dazu entschlossen, die Saison 2019/2020 im deutschen Eishockey Oberhaus abzubrechen.

Aufgrund der ersten Coronawelle sah man damals keine andere Möglichkeit. Und bis es weiter ging, dauerte es eine halbe Ewigkeit. Erst am 17. Dezember fiel der Startschuss zur neuen Saison, die so anders ist, als alles bisher da gewesene.

Nicht nur, dass keine Zuschauer zu gelassen sind, auch der Modus ist ein komplett anderer. Man spielt in Gruppen, das soll einerseits dafür sorgen, dass die Anfahrtswege und die damit verbundenen Kosten für Hotelübernachtungen im Rahmen bleiben. Außerdem sorgt die Einteilung in eine Süd- und Nordgruppe dafür, dass weniger Spieler anfallen. Zum Ende hin soll es dann - falls alles normal läuft - mit den altbewährten Playoff Spielen weitergehen.

Die Adler Mannheim - so viel lässt sich mittlerweile festhalten - haben mit dem neuen Modus keinerlei Probleme. Sie legten sprichwörtlich einen Blitzstart hin. Durch den harterkämpften 4:3 Sieg nach Overtime am Sonntagnachmittag in Augsburg sind die Mannheimer Kufenstars nach wie vor ungeschlagen. Nach 6 Spielen führen sie die Südgruppe mit 15 Punkten an. Das bisher wohl dickste Ausrufezeichen setzten sie im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel. Am 2. Januar bezwang die Mannschaft von Trainer Pavel Gross das Topteam aus München in der SAP Arena mit 3:2.

 

Es läuft bei den Adlern Mannheim. Der Auftakt ist geglückt. AS Sportfoto

Und das alles, obwohl man derzeit nicht vom Glück verfolgt ist. So musste man am Sonntag gleich auf 4 Verteidiger verzichten. Das machte sich auch bemerkbar: Augsburg führte in der 25. Minute mit 3:1 und vieles deutete auf die erste Pleite hin. Aber die Adler kämpften und glänzten und feierten somit noch einen Erfolg, der vor allem für die Moral ungemein wichtig war. Das umjubelte 4:3 steuerte Plachta in der 63. Minute bei.

Der wohl entscheidende Mann war aber ein anderer. Gemeint ist Brendan Shinnimin. Der 30-Jährige, der erst seit Ende November 2020 bei den Adlern unter Vertrag steht, erlegte Augsburg fast im Alleingang. Der Kanadier erzielte 3 Tore für seinen neuen Verein (18., 35., 46.). Dementsprechend glücklich war der Goalgetter natürlich nach dem Ende des Spiels. Sein Fazit zu einem turbulenten Adler-Gastspiel: "Natürlich freue ich mich über den Hattrick, aber unsere ganze Reihe hat heute ein gutes Spiel abgeliefert. Die gesamte Mannschaft hat Moral bewiesen und ein tolles Comeback hingelegt. Das Spiel hat gezeigt, dass wir Partien auch nach Rückständen gewinnen können, wenn wir uns weiter ans System halten", wird er auf der Homepage der Adler zitiert.

Sein Trainer war ebenfalls erleichtert. "Wir sind froh, dass wir nach dem 1:3-Rückstand noch 4:3 gewinnen konnten, auch wenn es in der Verlängerung war. Wir hatten mehr Scheibenbesitz und konnten uns dadurch einige Chancen erspielen", betonte Gross nach getaner Arbeit.

Zeit die Beine hochzulegen haben die Adler nicht. Schon am Dienstag um 18.30 Uhr empfangen die Mannheimer in der SAP Arena Schwenningen, das sie erst kürzlich an gleicher Stelle mit 3:2 geschlagen haben.

 

 

Letzte Änderung am Montag, 11 Januar 2021

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