Dienstag, 12. November 2019

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Die Adler Mannheim sind in der Pflicht - Auswärtspleite sollen Heimsiege folgen

erstellt am Freitag, 25 Oktober 2019
Wollen am Wochenende wieder jubeln. Ben Smith #18, Tommi Huhtala #61 und Tim Stuetzle #8 von den Adler Mannheim (Archivbild) Wollen am Wochenende wieder jubeln. Ben Smith #18, Tommi Huhtala #61 und Tim Stuetzle #8 von den Adler Mannheim (Archivbild) Bild: AS Sportfoto

sport-kurier. Dass Schwenningen nicht gerade das Lieblingspflaster der Mannheimer Adler ist, ist nicht neu.

Selbst in der Vorsaison, die man im Nachhinein als perfekt bezeichnen kann, gab's dort auf die Flügel. Der spätere Meister kassierte dort ein schmerzhaftes 0:4. Demnach ein Spiel, das man eigentlich nicht so schnell vergessen dürfte - als ansonsten recht erfolgsverwöhnter Eishockeyprofi.

Doch genau das ist offenbar passiert, anders ist die sonntägliche und neuerliche Niederlage in Schwenningen nämlich nicht zu erklären. Dieses Mal gingen die Mannheimer Adler mit 1:6 unter. Beim aktuellen Schlusslicht wohlgemerkt, was der Pleite einen noch peinlicheren Touch gibt.

Das Schlimme daran: Die Niederlage hat nur bedingt überrascht. Sie bestätigt vielmehr einen gewissen Abwärtstrend, in dem sich die Adler seit Saisonbeginn befinden. Die Souveränität ist weg. Dramatisch ist es zwar noch nicht, wenn man sich die Tabelle der DEL anschaut.

Dennoch zeichnet sich aber ein klares Bild ab. Während sich die Adler als Tabellenfünfter mit 22 Punkten wiederfinden, winkt der größte Rivale aus München von der Spitze selbstbewusst nach unten. Sie haben nach 13 Spielen schon 36 Punkte abgestaubt. Bald brauchen die Adler also ein Fernglas, um die Münchner noch im Auge behalten zu können.

Für all die, die nun entgegenhalten, dass das ja nicht so schlimm sei, weil man in den Playoffs ja immer noch alles geraderücken kann: Ganz so einfach ist es nicht! Zum einen geht es um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs und zum anderen stimmen die zuletzt gebrachten Leistungen einfach nicht. So langsam, aber sicher muss eine Leistungssteigerung her.

Auffällig ist auch, dass den Adlern gerade in fremden Hallen nicht sonderlich viel einfällt. In der heimischen SAP Arena sieht das anders aus, da ist der unbedingte Wille, ein Spiel wirklich gewinnen zu wollen, erkennbar. Und genau dieser Wille muss eben auch in der Fremde an dem Tag gelegt werden. Klappt das nicht, muss die Einstellung hinterfragt werden.

Ab und an, zum Beispiel in Schwenningen bekommt man unweigerlich das Gefühl, dass der ein oder andere Crack denkt, es geht im Vorbeigehen. Und mit angezogener Handbremse tut man sich in der DEL gegen jeden Kontrahenten schwer. Denn kämpfen können sie alle und nur, wenn man selbst bereit ist, auch wirklich das Letzte aus sich rauszuholen, kämpft und beißt, kann man auch seine spielerische Klasse ausspielen.

Weiter geht es für die Adler am Wochenende mit eine Doppelspieltag vor den eigenen Fans. Am Freitag gastiert Straubing in Mannheim, am Sonntag kommt Nürnberg in die SAP Arena. Und Straubing steht momentan dort, wo die Adler auch gerne rangieren würden. Die Tigers sind Tabellenzweiter und haben bislang zugleich 5 Punkte mehr als die Adler eingefahren. Allerdings eben auch schon ein Spiel mehr auf dem Buckel.

Trotzdem ist die Leistung von Straubing aller Ehren wert. Denn auf dem zweiten Rang hätte sie nach 13 Spielen sicher niemand erwartet. Möglich wurde das vor allem weil eines stimmt: die Einstellung.

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 25 Oktober 2019

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