Diese Seite drucken

Noch nicht meisterlich - Die Adler Mannheim sind noch auf der Suche nach der Form

erstellt am Dienstag, 24 September 2019
"Darauf können wir aufbauen". Andrew Desjardins (#84) nach dem Adler-Sieg in Bremerhaven (Archivbild) "Darauf können wir aufbauen". Andrew Desjardins (#84) nach dem Adler-Sieg in Bremerhaven (Archivbild) Bild: AS Sportfoto

sport-kurier. Schon der Auftakt verlief nicht optimal: Die Adler Mannheimer feierten kürzlich mit dem 4:1-Auswärtssieg in Nürnberg zwar ein Erfolgserlebnis im ersten Pflichtspiel in der neuen Saison der DEL,

...hundertprozentig zufrieden waren die Macher beim Meister aber nicht. Denn ganz so überzeugend, wie es der Endstand vermuten lässt, war der Gastauftritt der Adler bei den Ice Tigers nicht.

Man hatte die ein oder andere heikle Phase zu überstehen und schaute danach in viele erleichterte Adler-Gesichter. Kurz gesagt: Man konnte den Schwung und die Dominanz, die man kurz zuvor noch auf europäischer Bühne ausgestrahlt hatte, nicht in die nationale Liga mitnehmen. Und so kam es dann wie es kommen musste: Nach den beiden Heimpleiten gegen Köln (1:2 nach Verlängerung) und dem ernüchternden 2:7 gegen den Vize-Meister aus München hing der Haussegen erst einmal gehörig schief. Nur gut, dass man dann am vergangenen Sonntag in Bremerhaven gerade noch so die Kurve bekam und sich nach Penaltyschießen mit 5:4 durchsetzte.

Doch auch so muss man von einem Fehlstart sprechen. Andererseits wird es für die Adler in dieser Saison nicht leichter. Als Titelträger sind sie nun die Gejagten, exakt die Mannschaft, die jeder gerne schlagen möchte. Wenngleich auch nicht alles schlecht geredet werden darf, denn insbesondere in der Neuauflage der letztjährigen Finalpartie gegen München zeigten die Adler phasenweise gutes Eishockey.

Gerade im ersten Drittel, das mit einem 1:1 Unentschieden endete, war es eine Partie auf Augenhöhe. Ben Smith hatte die Adler nach 7 Minuten vor 11522 Zuschauern mit 1:0 in Führung gebracht, ehe Patrick Hager kurz vor der Sirene (19.) noch der Ausgleich gelang. Das war es dann aber auch schon mit dem Positiven. Kaum zurück auf dem Eis kassierten die Adler dann plötzlich innerhalb von rund 8 Spielminuten 3 Gegentreffer.

Ein Schock, von dem sich die Kurpfälzer nicht mehr erholten. Auch Meistertrainer Pavel Gross war auf der PK nach dem Spiel sichtlich mitgenommen: "Sie waren läuferisch besser, waren immer am Mann und haben ihre Chancen genutzt. Deshalb war dieser Sieg leider auch in dieser Höhe verdient." Phasenweise wirkte es fast so, als hätte man sich ergeben.

Klar ist: In solchen Phasen helfen nur Siege. Das Selbstvertrauen muss zurück, denn Eishockey spielen haben die Spieler sicher nicht verlernt. Dementsprechend war das Erfolgserlebnis in Bremerhaven wichtig für den Kopf, wenngleich man von einem Meister eigentlich natürlich ein souveräneres Auftreten erwartet.

Wobei es nicht gut los gegangenen ist. Schnell lag man mit 0:2 hinten, es gibt Mannschaften, die brechen dann erst recht ein und lassen die Köpfe hängen, nicht so die Adler. Die Mannschaft von Pavel Gross bewies Nehmerqualitäten und setzte zur Aufholjagd an. "Wir haben bis zum Schluss gekämpft und eine tolle Moral gezeigt. Diese Charaktersiege schweißen eine Mannschaft noch enger zusammen, darauf können wir aufbauen", freute sich Adler-Spieler Andrew Desjardins.

Den nächsten Schritt in die richtige Richtung können die Adler schon am Donnerstag gehen, wenn sie am um 19.30 Uhr die Berliner Eisbären erwarten.

 

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 24 September 2019