Samstag, 28. Mai 2022

Die Auswärtstour beginnt - MLP Academics Heidelberg gastieren in Hagen

erstellt am Donnerstag, 05 Dezember 2019
Armin Trtovac #10 (MLPA) beim Wurf (Archivbild) Armin Trtovac #10 (MLPA) beim Wurf (Archivbild) Bild: AS Sportfoto

Nachdem am vergangenen Wochenende keine Spiele in der BARMER 2. Basketball Bundesliga stattfanden,

...wartet nun ein eng getakteter Spielplan auf die 17 ProA Mannschaften.

Der Dezember der Auswärtsspiele startet

Für die MLP Academics kommt es im Dezember nun im wahrsten Sinne des Wortes knüppeldick. Vom 7. Dezember bis zum 22. Dezember warten gleich vier Auswärtsspiele auf die Heidelberg Basketballer um Topscorer Shyron Ely. Vor allem die nächste Woche wird sehr anspruchsvoll für die Academics werden. Innerhalb von acht Tagen, muss die Mannschaft nach Hagen, Karlsruhe und Nürnberg reisen. Zwar sind alle Strecken keine überdimensional langen Strecken, jedoch hätte man sich in der Weihnachtszeit definitiv über ein Heimspiel gefreut.

Geheimrezept auf Auswärtsfahrten?

Auswärtsspiele sind auf dem Papier zwar nicht so dankbar wie Heimspiele, jedoch werden die Academics beim Blick auf die bisherigen Ergebnisse ein nicht ganz so schlechtes Gefühl auf den Busfahrten haben. Vier der bisherigen fünf Spiele auf fremden Boden konnten gewonnen werden. Lediglich die Partie am Vorabend von Allerheiligen gegen den Ligaprimus aus Chemnitz ging verloren. Es ist auffällig, dass die MLP Academics vom Gefühl her auswärts befreiter aufspielen können. Deutliche Auswärtssiege in Schwenningen und vor allem beim Bundesliga-Absteiger aus Jena sprechen für sich.

Aus den Fehlern lernen

Die Woche ohne Spiel kam gar nicht so ungelegen für die Academics. Nach den vergangenen beiden Heimniederlagen gegen Schalke und Kirchheim, musste das Trainerteam um Branislav Ignjatovic, Albin Mauz und Robin Zimmermann die Fehler der beiden Partien genau analysieren. In einer ausführlichen Videoanalyse mit der Mannschaft wurden die Versäumnisse aufgearbeitet und in gemeinsamen Trainingseinheiten verbessert.

Ein weiterer Grund für das wichtige spielfreie Wochenende ist die angespannte Verletzungssituation bei den MLP Academics. Einige Leistungsträger hatten in der vergangenen Woche mit Blessuren zu kämpfen. Ob alle Spieler bis Samstag fit werden, ist noch nicht abzusehen.

Phoenix Hagen ein Härtetest

Der Gegner am Samstag ist der Tabellenletzte, Phoenix Hagen. Es ist aber ziemlich sicher zu sagen, dass Hagen wohl das gefährlichste Tabellenschlusslicht der ProA Geschichte ist. Die Bilanz von 3-9 täuscht gewaltig, schaut man sich die bisherigen Spiele der Westfalen an. Denkbar knappe Niederlagen gegen Chemnitz und Jena sind nur ein kleines Indiz für die Leistungsfähigkeit der Mannschaft vom kanadischen Headcoach Chris Harris.

Dass das Management in Hagen mit dem Saisonstart auf dem Papier unzufrieden ist, erkennt man an der jüngsten Personalentscheidung. Mit Jonathan Octeus ist Anfang November ein 78-maliger G-League Spieler nach Hagen gewechselt. In der Reserveliga der NBA gehörte Octeus den Windy City Bulls an und legte unter anderem in der Saison 2017-2018 durchschnittlich 10,2 Punkte auf. Die Nachverpflichtung des 28-jährigen Guards zeigt, dass man in Hagen auch in der dieser Saison trotz des verkorksten Saisonstart um die Playoffs mitspielen möchte.

Ein besonderes Auge muss auf Big Men Adam Pechacek geworfen werden. Der 24-jährige Tscheche spielte bereits in der vergangenen Saison für die Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga und stellt auch jetzt wieder unter Beweis, dass er mindestens gehobenes Zweitliganiveau besitzt. Mit 14,7 Punkten und 6,8 Rebounds pro Spiel in nur knapp über 24 Minuten Spielzeit spielt Pechacek seine stärkste Saison im Profibereich und möchte auch den Academics am Samstag seine Qualitäten zeigen.

Leistungssteigerung von Nöten

Wollen die Academics am Samstag zurück auf die Erfolgsspur finden, ist eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zu den vergangenen beiden Heimspielen von Nöten. Vor allem in der Offensive muss die Mannschaft um Kapitän Phillipp Heyden wieder mehr Durchschlagskraft entwickeln, wenn man den Sprung an die Top 4 der Liga nicht verlieren möchte. Ein Erfolgsgarant für die Academics war bislang die gute Dreipunktequote. Bei den Niederlagen gegen Kirchheim und Schalke viel diese Quote deutlich schwächer aus als noch zuvor.

Aber auch defensiv muss man sich auf die vielseitige Offensive von Phoenix Hagen einstellen. Im besonderen könnte das Reboundduell eine entscheidende Rolle einnehmen. Während die Academics im Ligavergleich die wenigsten Rebounds sammeln, ist Hagen in dieser Kategorie auf dem zweiten Rang. Zwar ist die Statistik der Rebounds durch die unterschiedliche Geschwindigkeit des Spiels nicht immer besonders aussagekräftig, jedoch zeigt es eine potenzielle Schwäche der Academics. Erlaubt man Hagen zu viele zweite Chancen, so wartet ein sehr langer Samstagabend auf die Heidelberger Basketballer.

 

MLP Academics/Yannik Barwig

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 05 Dezember 2019

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