Mittwoch, 13. November 2019

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Science City Jena und MLP Academics Heidelberg treffen aufeinander

erstellt am Donnerstag, 17 Oktober 2019
MLP Academics vs. Eisbaeren Bremerhaven - Frederik Zamal Nixon 21 Dominic Goodwin. MLP Academics vs. Eisbaeren Bremerhaven - Frederik Zamal Nixon 21 Dominic Goodwin. AS Sportfotos

Die Serie von vier gewonnenen Spielen zum Saisonstart ist am vergangenen Sonntag mit einer knappen 75-77 Niederlage leider gerissen.

In einer nervenaufreibenden Partie mit vielen Höhen und Tiefen, behielten die Eisbären aus Bremerhaven in der Schlussphase die Oberhand und blieben damit weiterhin ungeschlagen Tabellenführer.

Während man in der letzten Woche zweimal jeweils den Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga empfing, wartet nun die dritte Auswärtsfahrt der Saison auf die MLP Academics Heidelberg. Diesmal geht es zum derzeitigen noch ungeschlagenen Tabellenzweiten der ProA, den Science City Jena, die ebenso wie Bremerhaven noch im vergangenen Jahr in der easycredit Bundesliga spielten.

Ely und Würzner zeigen Führungsqualitäten

Wirft man einen Blick auf die vergangene Woche zurück, so konnte man viel über die Mannschaft der MLP Academics lernen. Allem voran ist festzuhalten, dass Shyron Ely weiterhin einer der besten Spieler der gesamten Liga ist. Er möchte die Verantwortung übernehmen und setzt dies auch gut um. Mit durchschnittlich 21 Punkten pro Spiel ist Ely der zweitbeste Scorer der gesamten Liga. Dazu verteilt er drei Assists pro Spiel und sammelt 4,6 Rebounds. Dass er dabei durchschnittlich weniger als einen Ballverlust pro Spiel hat, zeigt die Qualitäten des Allrounders.

Als sehr wichtig hat sich in der vergangenen Woche auch Playmaker Niklas Würzner erwiesen. Nachdem das Eigengewächs in den ersten beiden Wochen keinen einzigen Punkt scorte, legte Würzner in den letzten drei Spielen jeweils mindestens 11 Punkte auf und traf mindestens zwei seiner Dreipunkteversuche. Kann Würzner dieses Niveau aufrecht erhalten, werden sich in den nächsten Wochen mehr Freiräume für andere Akteure bieten, da sich die Verteidigungen auf den 25-jährigen konzentrieren müssen.

Mehr Gefahr von den Importpositionen

Bereits auf der Pressekonferenz nach der Niederlage gegen Bremerhaven konstatierte Headcoach Branislav Ignjatovic, dass er mehr Gefahr von seinen Importspielern benötigt. "Es war sicherlich nicht der einzige Grund für die Niederlage gegen eine Topmannschaft, aber ich erwarte eine bessere Leistung von unseren Importspielern, wenn wir gegen eine Topmannschaft wie Bremerhaven spielen", sagte der 53-jährige Serbe. Vor allem die Foulprobleme von Stephon Jelks hatten weitreichende Folgen für das gesamte Heidelberger Team.

Ohne Kapitän Phillipp Heyden war damit der planmäßige Ersatz Armin Trtovac über weite Strecken der Partie auf sich alleine gestellt. Mit 15 Punkten und 8 Rebounds lieferte der Neuzugang aus Frankfurt zwar ein gutes Spiel ab, hätte aber mehr Unterstützung benötigt, um seine ganzen Qualitäten aufs Parkett zu bringen. Das Resultat der kleinen Big-Men Rotation spiegelte sich im Reboundverhältnis wieder. Die Eisbären gewannen das Duell mit 42-31 und sammelten alleine 15 Offensivrebounds. Dass bei so einem Verhältnis das Spiel so knapp ist, sei "erstaunlich", so Assistant Coach Robin Zimmermann nach der Partie.

Jena der nächste Härtetest

Dass nun mit Science City Jena der nächste Härtetest auf die MLP Academics wartet, zeigt die schwere des Monats Oktober für die Heidelberger Basketballer. Jena ist wie bereits oben genannt mit fünf Siegen in die neue Saison gestartet. Im Sommer landeten die Thüringer mit der Verpflichtung von Frank Menz einen echten Transfercoup auf dem Trainermarkt. Der ehemalige deutsche Nationaltrainer erreichte mit den Basketball Löwen Braunschweig zuvor die Playoffs der easycredit Basketball Bundesliga, bevor er einen langjährigen Vertrag in Jena unterschrieb. Die Vorzeichen in der Universitätsstadt sind also klar - man möchte wieder in der höchsten deutschen Spielklasse spielen und daher den Aufstieg so schnell wie möglich klar machen.

Der Kader von Frank Menz wird angeführt vom Bundesliga-erfahrenen Julius Wolf. Der 26-jährige Power Forward ist qualitativ einer der besten Spieler der gesamten BARMER 2. Basketball Bundesliga. 16 Punkte und 7,2 Rebounds bei einer Dreipunktequote von 55 Prozent sind überdurchschnittlich gute Werte. Ein weiterer Garant für den Erfolg Jenas ist Aufbauspieler Matt West, der mit 11,2 Punkten und 6,2 Assists einen gelungenen Saisonstart für sich verbuchen konnte. Mit aus Braunschweig hat Headcoach Frank Menz den Schützen Dennis Nawrocki mitgebracht. Eine starke Trefferquote von 44,8 Prozent spricht für sich. Unter dem Korb spielt mit Alex Herrera ein ProA bekannter Big Men. In der vergangenen Saison war der US-Amerikaner bei Phoenix Hagen eine feste Größe.

Schlüssel zum Erfolg

Möchten die MLP Academics Heidelberg Science City Jena die erste Saisonniederlage zufügen, muss ein guter Start in die Partie gelingen. Vor knapp 2000 Zuschauern wird es kein leichtes Unterfangen sein, einen frühen Rückstand aufzuholen. Gelingt es aber Heidelberg den Gastgeber früh unter Druck zu setzen, um mögliche Fehler zu forcieren, erwartet die Zuschauer in der Halle und vor den Bildschirmen ein Duell auf Augenhöhe. Gelingt es den Academics zusätzlich Foulprobleme zu vermeiden, ist ein Auswärtserfolg beim Absteiger nicht ausgeschlossen.

Livestream auf airtango.live

Wie gewohnt überträgt airtango.live die Partie am Samstag ab 19:00 Uhr live. Dazu können die Zuschauer über die Social Media Kanäle der MLP Academics auf dem Laufenden gehalten werden.
Spielort: Sparkassen Arena, 07745 Jena, Keßlerstraße 28, Spielzeit 19:00 Uhr, 19.10.2019

 

MLP Academics Heidelberg :: USC Heidelberg

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 17 Oktober 2019

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