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VfR Mannheim trauert um Torjägerlegende ++ Ludwig "Lui" Hartmann starb am 25. September 2018 im Alter von 73 Jahren

erstellt am Donnerstag, 27 September 2018
In den 70er-Jahren ein gefeierter Torjäger beim VfR: Lui Hartmann In den 70er-Jahren ein gefeierter Torjäger beim VfR: Lui Hartmann Bild: VfR

(tk) Weit mehr als 1.000 Tore hat er in seiner beeindruckenden Laufbahn als Vollblutfußballer geschossen

- allein 49 Treffer in der Saison 1972/73 für den VfR Mannheim. Ludwig Hartmann, von seinen VfR-Freunden "Lui" genannt, starb am vergangenen Dienstag mit 73 Jahren.

Kein Geringerer als Max Merkel, 1973 Trainer der Münchner Löwen, hätte ihn sofort mit in die bayerische Landeshauptstadt genommen, nachdem er ihn beim 2:2 in der damaligen Regionalliga Süd spielen sah. Gereizt hatte es Lui Hartmann schon, doch als bodenständiger Typ wollte er sich nicht so gern in einen anderen Sprachraum "verpflanzen" lassen, wie er selbst sagte. Er brauchte einfach die Kurpfälzer Mentalität um sich herum.

Der zweifache Amateur-Nationalspieler (gegen Italien und Niederlande), 26-fache Auswahlspieler für Baden und 15-fache Auswahlspieler für Südwest ist recht spät zum aktiven Sport gestoßen. Erst mit 20 Jahren hat er den Wettkampfsport begonnen, damals bei seinem Heimatverein SpVgg Ilvesheim. Und das nicht im Fußball, sondern im Handball.

Auch am 11.07.2014 beim "Meisterspiel" der Traditionsmannschaften zwischen dem VfR und Borussia Dortmund war "Lui" (links) zu Gast im Rhein-Neckar-Stadion. Bild: VfR

Ein Zufall sorgte dann dafür, dass der Vollblutsportler zum Fußball kam, als er aus Spaß bei einem Fußballmatch zweier Gesangsvereine mitspielte und auf Anhieb sieben Tore schoss. Daraufhin überredete ihn der damalige Ilvesheimer Fußball-Boss Adolf Feuerstein, bei den SpVgg-Fußballern mitzutrainieren, und nach nur einem Training stand Lui Hartmann auch schon in der Liga-Mannschaft.

1967 wechselte er dann nach Altrip, wo er mit "Manni" Kaltz spielte, machte darauf einen kurzen Abstecher nach Den Haag und begann schließlich 1969 seine große Karriere beim VfR Mannheim. Herausragend waren dabei seine 49 Treffer in der Saison 1972/73, die dem VfR die Rückkehr in die Zweitklassigkeit bescherte.

Nach der Saison 1976/77 beendete er seine Karriere beim VfR und war danach noch für den SV Schriesheim und "seine" SpVgg Ilvesheim aktiv. Den Mannheimern blieb Lui aber weiterhin treu und bis zuletzt ein gern gesehener Gast bei Heimspielen und Events der Rasenspieler.

Der VfR Mannheim trauert um einen der besten Stürmer, die der Verein je hatte. Und um einen wunderbaren Menschen mit Herz und Humor.

Pressemitteilung VfR Mannheim

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 27 September 2018

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