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VfR-Coach Hakan Atik: "Wir haben nur noch Endspiele und hoffen auf Ausrutscher der Konkurrenz."

erstellt am Dienstag, 04 April 2017
Marc Haffa hat beim VfR einen sehr guten Lauf. Der Angreifer erzielte beim FC Germania Friedrichstal drei Treffer beim 1:4 Auswärtssieg. Marc Haffa hat beim VfR einen sehr guten Lauf. Der Angreifer erzielte beim FC Germania Friedrichstal drei Treffer beim 1:4 Auswärtssieg. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Fünf Spiele, fünf Siege - für den VfR Mannheim verlief der Start ins Jahr 2017 bislang sehr gut.

Zwar kann man den einen oder anderen Sieg durchaus als glücklich bezeichnen, doch wie heißt es doch so schön: Gewonnen ist gewonnen. Die Rasenspieler haben sich somit bislang nicht abschütteln lassen, liegen momentan mit 49 Zählern auf dem dritten Rang.

Die TSG Weinheim hat bislang 53 Zähler gesammelt, Spitzenreiter Heddesheim 54. Es deutet sich also ein nervenaufreibender Titelkampf an.

Der sport-kurier sprach mit VfR-Trainer Hakan Atik.

Hakan Atik weiß, dass sich sein Team keinen Ausrutscher leisten darf, so lange die Konkurrenz nicht auch stolpert. Bild: Berno Nix

Hallo Herr Atik, Ihre Mannschat hat im neuen Jahr einen richtig guten Lauf, oder?

Ja, wir haben alle unsere fünf Partien bislang gewonnen. Das macht uns natürlich zufrieden. Allerdings sind wir ja auch dazu gezwungen, zu gewinnen. Wir wollen ja den Rückstand auf die anderen beiden noch aufholen. Und die gewinnen oder punkten eben auch. Wir hoffen natürlich, dass die anderen auch noch Punkte abgeben werden.

Demnach ist der Druck groß auf Ihre Mannschaft…

Druck ist immer relativ. Wir wissen ja, dass wir selbst Schuld sind an dieser Situation. Wir haben in der Hinrunde zwei Spiele verloren, die nicht eingeplant waren und auch unnötig gewesen sind. Wir wissen aber auch, dass es schwer wird uns zu schlagen, wenn wir so auftreten wie zuletzt in Friedrichstal. So hat dort noch keiner gespielt. Das haben uns die Verantwortlichen dort auch bestätigt. Wichtig ist, dass wir nun immer so auftreten. Wir haben nur noch Endspiele vor uns und gehen in jedes Spiel, als ob es das letzte wäre.

Wie sehen Sie die Chancen im Titelendspurt für den VfR?

Ich sehe es so, dass beispielsweise Heddesheim nun noch einige schwere Partien vor der Brust hat. Am Wochenende in Zuzenhausen, die sehr heimstark sind, wird es schwierig für sie. Und dann spielen sie ja auch noch gegen Weinheim, nach diesem Spiel kommen wir automatisch näher an einen der beiden oder an beide heran. Aber natürlich nur, wenn wir selbst unsere Hausaufgaben machen.

In 3 Wochen kommt es zum Aufeinandertreffen der Heddesheimer und des VfR. Der April könnte eine Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg mit sich bringen. Bild: Rafael Kowollik.

Heddesheim spielt als Aufsteiger mit vielen Spielern, die auch schon in der Landesliga zum Stamm gehört haben, überrascht es Sie, dass sie nun auch in der Verbandsliga so stark auftrumpfen?

Nein, nicht wirklich. Heddesheim hat eine gute Mannschaft. Ich habe mittlerweile einige Spiele von ihnen gesehen. Da waren aber auch ein paar dabei, in denen sie nicht so überzeugt haben. Gegen Bilfingen zum Beispiel. Und auch am letzten Wochenende scheinen sie etwas Glück gehabt zu haben. Ich glaube, dass sie noch Punkte abgeben werden.

Und wie sieht es mit der TSG Weinheim aus? Dort zerfällt nach der Saison die Mannschaft nahezu komplett. Wäre es da nicht allzu menschlich, wenn die Luft raus wäre und man zumindest unterbewusst einen Gang runterschaltet?

Wie gesagt, vielleicht geben sie im direkten Duell gegen Heddesheim ja Punkte ab. Aber sie haben auch noch weitere schwere Spiele vor sich. Genau wie wir auch. Ich denke aber, dass sich die Spieler gerne mit einem Titel verabschieden würden und nochmals alles geben werden. Das ist dann eben auch immer eine Charakterfrage. Aber mich würde es nicht wundern, wenn sie alles für den Titel tun.

Letzte Änderung am Dienstag, 04 April 2017

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