Donnerstag, 24. September 2020

Kann der VfR Mannheim noch einen der Aufstiegsplätze erklimmen? +++ Rasenspieler stehen unter Druck

erstellt am Freitag, 22 Januar 2016
TSG 62/09 Weinheim (blau) vs.VfR Mannheim (rot) 2015 VfRM Jubelt beim 0-1 durch 14 Niko Pavic. TSG 62/09 Weinheim (blau) vs.VfR Mannheim (rot) 2015 VfRM Jubelt beim 0-1 durch 14 Niko Pavic. Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Bis zum 18. Januar passierte beim VfR Mannheim nicht viel.

Beim Oberligaabsteiger war Durchschnaufen angesagt, regenerieren für den baldigen Kraftakt in der Verbandsliga, der die Rasenspieler zurück in die Oberliga bringen soll.

Lediglich ein paar Auftritte in der Halle standen zwischendurch auf dem Programm. So wie beim traditionsreichen Sparkassen Cup in der Ketscher Neurotthalle. Dort präsentierte sich der VfR in einer guten Form, zog ins Viertelfinale ein, wo man sich letztlich dem SV Waldhof im Derby mit 0:1 geschlagen geben musste. "Wir waren auch in diesem Spiel eigentlich die bessere Mannschaft, sind aber auch am starken Waldhof-Torhüter Dennis Broll gescheitert", berichtet VfR-Trainer Hakan Atik.

VfR Mannheim vs. 1.FC Bruchsal 2015 - Nr. 9 Mohammed Al-Mouctar FCB- Nr.7 Onur Yildrim- Nr. 20 Rico Maier VfRM. Bild: AS Sportfotos

Zurück zum Wesentlichen, dem Kick auf dem grünen Rasen: Aktuell rangiert die Mannschaft von Hakan Atik auf dem vierten Tabellenplatz. Auf Spitzenreiter FC Astoria Walldorf II sind es sieben Zähler, auf den Zweiten, den FV Lauda, der auf dem Relegationsplatz überwintert, sind es fünf Punkte. Abstände, die aufzuholen sind - wenn alles passt wohlgemerkt. Denn es sind "nur" noch 13 Spiele zu absolvieren.

Reinschnuppern ist da nicht, man muss sofort funktionieren

Idealerweise auch schon am 4. März. Dann steigt zum Auftakt prompt das Spitzenspiel gegen Walldorf II. Ein richtungsweisendes Spiel, das weiß auch Atik, der will das Duell aber nicht überbewerten. Der Coach: "Wir möchten möglichst alle dreizehn Partien gewinnen und sicher auch diese. Aber ich sehe es nicht so, dass sofort die Lichter bei uns ausgehen würden, wenn wir gegen Walldorf verlieren. Es geht auch danach noch weiter und der zweite Platz berechtigt ja auch zur Oberliga-Relegation." Und weiter: "Aber wir sind uns schon darüber im Klaren, dass da mit Walldorf II ein richtig schwerer Gegner auf uns wartet."

Personell hat der VfR Mannheim jedenfalls nochmals nachgelegt. Fix ist bisher der Wechsel von Mario Göttlicher. Das Abwehr-Ass kommt vom Landesligisten Fortuna Heddesheim zum Traditionsverein. Von ihm erhofft sich Atik vor allem die nötige Sicherheit im Abwehrzentrum. Wobei der VfR in Sachen Gegentore ohnehin nichts zu meckern hat. Gerade mal 14 hat man bislang kassiert. Besser ist in dieser Verbandsliga-Statistik keiner, lediglich der FV Lauda steht ebenfalls bei 14 Gegentreffern.

Mario Göttlicher (blau) kam vom Landesligisten FV Fortuna Heddesheim. Bild: Rafael Kowollik.

Auch Ajdin Zeric wird in der Rückserie für die Atik-Elf die Kickstiefel schnüren

Der Ex-Waldhöfer stand bis Sommer 2015 beim Regionalligisten Eintracht Trier unter Vertrag. Seitdem war Zeric arbeitslos. Kann der technisch versierte Mittelfeldspieler an die Leistung vergangener Tage anknüpfen, dann ist er für die Mannheimer eine absolute Verstärkung.

Atik will auch noch in der Offensive nachlegen, echte Knipser für sich gewinnen. Einen wie Noura Izzedine, der zuletzt bei Ligakonkurrent SG Heidelberg Kirchheim unter Vertrag stand und nun bereits beim VfR unterschrieben hat. Mit Arber Zogaj, Ronny Vass und Onur Yildirim (alle nach Ludwigshafen) und Dana Kader (Schifferstadt) haben sich vier Spieler verabschiedet.

Trainer Hakan Atik glaubt daran, mit seinem Team den ersten oder zweiten Platz zu erringen. Bild: AS Sportfotos.

Was bleibt, ist die Frage, wie geht es mit Hakan Atik selbst weiter. Sein Vertrag läuft nach dieser Saison aus. Und der würde sich verlängern, falls der heiß ersehnte Aufstieg tatsächlich gepackt wird. Aber was ist, wenn der VfR scheitert und noch ein weiteres Jahr in der Verbandsliga auf Punktejagd gehen muss? Muss Atik dann seinen Stuhl sofort räumen, oder setzt die Führungsetage dann trotzdem noch auf die Fachkompetenz des ehemaligen Waldhöfers? Bislang dachte man eigentlich, dass Atik bei einem Scheitern gehen muss, doch mittlerweile hat sich das offenbar geändert.

"Der Verein kam kürzlich auf mich zu und hat mir mitgeteilt, dass man in Kürze gerne mit mir verlängern würde. Man möchte auf Kontinuität setzen und ist mit unserer Arbeit, die wir als ganzes Trainerteam leisten, zufrieden", berichtet Atik: "Und es ist ja auch so, dass wir da eine Mannschaft beisammen haben, die in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird und an der wir noch viel Freude haben können."

Der Artikel erschien auch in unserer PRINTAUSGABE vom 22.01.2016.

Letzte Änderung am Freitag, 22 Januar 2016

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