Dienstag, 22. Oktober 2019

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Viernheims Coach Steffen Usler glaubt an den Klassenerhalt ++ Im Gespräch mit dem sport-kurier

erstellt am Mittwoch, 30 November 2016
Verbandsliga Nordbaden VfB Eppingen vs TSV Amicitia Viernheim - Kopfballduell Soner Bostan (VfB Eppingen). Verbandsliga Nordbaden VfB Eppingen vs TSV Amicitia Viernheim - Kopfballduell Soner Bostan (VfB Eppingen). Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Für die Fußball-Abteilung des TSV Amicitia Viernheim endet am Sonntag ein ereignisreiches Jahr:

Dann gastieren die Südhessen bei der Fortuna aus Heddesheim. Es ist das letzte Spiel des Jahres. Einem Jahr, das in Viernheim Spuren hinterlassen hat.

Aus einem Titelkandidaten, der in der Vorsaison ganz oben mitgemischt hat, wurde ein Kellerkind. Was mit dem Totalumbruch im Sommer zusammenhängt. Gestandene Verbandsliga-Fußballer wurden durch Talente ersetzt. Viele Experten tippten auf einen kompletten Absturz, räumten Viernheim keinerlei Chancen in der Verbandsliga ein.

Mittlerweile weiß man: ganz so schlimm ist es nicht gekommen. Die Mannschaft von Trainer Steffen Usler hat durchaus gute Auftritte hingelegt, doch das Entscheidende wurde "vergessen": Punkte wurden nämlich so gut wie nie eingesammelt. Aktuell belegt man den vorletzten Platz, hat zehn Punkte auf dem Konto und somit bereits sechs Zähler Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz.

Der Sportkurier sprach mit Trainer Steffen Usler.
 
Hallo Herr Usler, wie beurteilen Sie denn die momentane Situation in Viernheim?

Na ja, mit der Punkteausbeute sind wir natürlich nicht zufrieden. Wir stehen auf einem direkten Abstiegsplatz. Andererseits wussten wir natürlich, was da auf uns zu kommt und dass es eine sehr schwere Saison werden würde. Trotzdem haben wir nach wie vor das Ziel, da unten raus zu kommen. Zumindest für den Relegationsplatz sollte es reichen. Man muss auch sagen, dass wir ein paar Punkte unnötig liegen gelassen haben. Wie kürzlich in Lauda zum Beispiel und damit bin ich nicht einverstanden. Wir waren dort aus  meiner Sicht die bessere Mannschaft. Und auch am letzten Spieltag gegen Schwetzingen waren wir gleichwertig, phasenweise sogar besser. Das Gute ist, dass das rettende Ufer noch in Reichweite ist. Wir werden uns in der Winterpause aufrichten und dann wieder angreifen.
 
Aus den letzten drei Partien vor der Winterpause wollten Sie sechs Punkte holen. Nun können es maximal noch drei werden. Woran liegt es, dass die Punkte nicht geholt wurden?

Wir machen leider noch zu viele Fehler, was auch mit der fehlenden Erfahrung unserer jungen Mannschaft zusammenhängt. Gerade in Spielen, die auf der Kippe stehen, fehlt oft die nötige Cleverness. Gegen Schwetzingen treffen wir beispielsweise nur den Pfosten und Schwetzingen trifft dann eben. Das ist sehr ärgerlich und wir müssen genau das abstellen.


 
Der Glaube an den Nicht-Abstieg ist aber noch da, oder?

Natürlich, sonst müssten wir ja gar nicht mehr antreten. Bis zum ersten Nicht-Abstiegsplatz fehlen aktuell sechs Punkte. Wir haben in der Hinrunde auch einige Partien knapp verloren. Mittlerweile sind wir einen Tick reifer und hoffen, dass wir solche Spiele in der Rückrunde dann vielleicht für uns entscheiden können. Klar ist aber natürlich auch, dass sich auch andere Mannschaften verstärken werden und dazu lernen.
 
Wie sieht es denn in Viernheim aus, wird es Neuzugänge geben?

Wir werden es versuchen, wenn entsprechende Spieler auf dem Markt sind. Leider ist das im Winter aber immer schwer. Auch aus finanzieller Sicht. Ein, zwei Spieler wären aber gut. Man muss nun sehen, ob wir das angehen können oder nicht.
 
Am Sonntag wartet nun Heddesheim. Das wird eine sehr schwere Aufgabe…

Sicherlich. Heddesheim ist zurecht ganz vorne dabei. Trotzdem werden wir dorthin fahren, um etwas zu holen. Auch Heddesheim kann man schlagen. Man muss nur schauen, was dem VfR Mannheim am letzten Wochenende in Zuzenhausen passiert ist. Aber Heddesheim wird uns sicher nicht unterschätzen. Sie kennen uns gut. Wir sind der klare Außenseiter.

Letzte Änderung am Mittwoch, 30 November 2016

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