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Der Formcheck: TSV Amicitia Viernheim hat durchaus Aufstiegschancen ++ Zum Auftakt gegen ASV Durlach

erstellt am Dienstag, 01 März 2016
TSV Amicitia Viernheim - VfR Gommersdorf, Verbandsliga, v.l. Viernheims Marc Haffa gegen Gommersdorfs Sascha Silberzahn. Rechts Daniel Herm (grün/weiss). TSV Amicitia Viernheim - VfR Gommersdorf, Verbandsliga, v.l. Viernheims Marc Haffa gegen Gommersdorfs Sascha Silberzahn. Rechts Daniel Herm (grün/weiss). Bild: Berno Nix

von Sportkurier/M. Hö. "Sie war ordentlich, hätte durchaus aber auch noch besser laufen können."

So lautet das Fazit von Norbert Muris, dem Trainer des Verbandsligisten TSV Amicitia Viernheim, zur Wintervorbereitung.

30 Trainingseinheiten haben die Südhessen mittlerweile bereits abgespult. Darunter waren auch sieben Testspiele. Sechs wurden gewonnen. Und die Niederlage gegen Heppenheim hatte damit zu tun, dass Muris verstärkt auf die zweite Reihe gesetzt hat, um die Spielpraxis angemessen zu verteilen.

Deutliche Siege gab es unter anderem gegen den FV Brühl (7:2) und die SG DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal (6:2), gegen den TSV Wieblingen reichte es hingegen "nur" zu einem 5:4. "Letztlich haben wir vor allem gegen Landesligisten getestet, also gegen unterklassige Mannschaften und diese Spiele sollten wir eben auch gewinnen", sagte Muris und legt nach: "Erfreulich war, dass wir wirklich durchweg viele Tore geschossen haben, allerdings eben auch immer welche bekommen haben."  Zum Abschluss gelang kürzlich nun auch noch ein 5:1-Sieg gegen die Walldorfer U19.

In Sachen Trainingsbeteiligung hätte es besser laufen können

Laut Muris hat der eine oder andere Stammspieler nur die Hälfte der Einheiten mitmachen können. So setzt Matteo Monetta momentan beispielsweise eine Lungenzündung außer Gefecht und Daniel Herm war bis vor ein paar Tagen noch für zwei Wochen wegen seines Studiums in Indien.

Coach Norbert Muris setzt die Messlatte bei sich selbst und dem Team hoch. Der ehrgeizige Coach sieht seine Mannschaft im Kampf um die vordersten Plätze sicher nicht chancenlos. Bild: Berno Nix

"So etwas ist sicher nicht optimal, aber Matteo ist ja nicht absichtlich krank. So etwas passiert eben und wird bei anderen Vereinen im Winter auch so sein." Die Grundstimmung ist jedoch positiv, denn laut Muris ziehen alle voll mit, was den Cheftrainer auch bezüglich der Rest-Rückrunde positiv stimmt: "Wir gehen zuversichtlich in unser erstes Spiel am Sonntag, wobei das definitiv kein Selbstläufer wird."

Viernheim erwartet den ASV Durlach

In der Tabelle trennen beide Teams nur drei Plätze und drei Punkte: Die Amicitia ist Dritter (32 Zähler), Durlach Sechster mit 29 Punkten. Die Südhessen haben durchaus Chancen, am Ende der Saison auch auf einem Aufstiegs- oder Relegationsplatz zu stehen. An das Hinspiel erinnert sich Muris nicht so gerne zurück. Denn beim ASV lief vieles anders, als es eigentlich geplant war. Auf tiefem Geläuf kassierte die Muris-Elf damals eine 0:3-Niederlage. "Wir haben dort kein Mittel gegen sie gefunden. Durlach ist eine sehr robuste Truppe."

Diesmal wird der Platz nicht das Problem sein, denn es ist bereits seit längerem klar, dass man auf dem Kunstrasenplatz spielen wird. "Dann zählen all die Tests nichts mehr", lacht Muris, "im ersten Spiel musst du da sein. Wir brauchen nicht nur sechs oder sieben Mann, die ihre Leistung abrufen, sondern ein komplettes Team, das funktioniert." Wichtig wäre ein Auftakterfolg allemal. Muris weiß das, spricht aus Erfahrung: "So wäre das Selbstvertrauen sofort da und ich traue uns auch den Sieg zu."

TSV Amicitia Viernheim - FC Heidelsheim, Verbandsliga, v.l. Viernheims Patrick Marschlich, Heidelsheims Mohammed Al-Mouctar und Viernheims Tolga Karlidag. Foto: Berno Nix.

Viel Freude bereitete Muris bislang Maurice Urban, der in der Winterpause von der U19 des SV Sandhausen nach Viernheim gewechselt ist. "Maurice hat sich super integriert und bislang wirklich tolle Leistungen gezeigt. Bei ihm habe ich wirklich keinerlei Bedenken, wenn ich ihn aufstelle." Urban wird dann vornehmlich im rechten Mittelfeld oder auf der rechten Außenbahn spielen. Auch Rückkehrer Nico Beck hat bis dato einen guten Eindruck hinterlassen, ist aktuell aber noch nicht bei hundert Prozent.

Matteo Monetta ist für Durlach ebenfalls fraglich

Für die nächsten Partien gegen Zuzenhausen und den VfR Mannheim könnte es hingegen wohl wieder reichen. Muris würde es freuen. Denn die ersten drei Spiele sind für ihn enorm wichtig. "In diesen Begegnungen kann viel passieren. Und zwar nach oben, aber eben auch nach unten."

In dieser Trainingswoche will Muris keine besonderen Schwerpunkte mehr setzen. Wichtig sei es, dass man im Rhythmus bleibt. Zudem könnten noch ein paar Standards einstudiert werden. Und zwar mit flachen Bällen, weil Durlach über eine insgesamt sehr große Mannschaft verfügt. "Vielleicht lassen wir uns da etwas einfallen", verrät Muris, "denn die Abmessungen sind auf dem Kunstrasenplatz ja doch etwas anders."

Am Freitag wird die Trainingseinheit wohl etwas früher stattfinden, was mit dem "Eröffnungsspiel" zusammenhängt: "Wir werden versuchen schon um 17 Uhr zu trainieren", sagt Muris, "denn ich will mir schon noch zumindest eine Halbzeit zwischen Walldorf und dem VfR Mannheim ansehen." Was Sinn macht, schließlich muss Viernheim in Kürze ebenfalls gegen die Rasenspieler ran.

Letzte Änderung am Donnerstag, 15 September 2016

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