Sonntag, 23. Februar 2020

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"Mich hat erstmals eine Niederlage wirklich geärgert" - Das 0:4 in Oberachern liegt Weinheims Trainer Christian Schmitt noch schwer im Magen

erstellt am Mittwoch, 11 Oktober 2017
"Tief durchpusten" bei Coach Christian Schmitt (im Hintergrund). Im Vordergrund Co-Trainer Deniz Yetkin. "Tief durchpusten" bei Coach Christian Schmitt (im Hintergrund). Im Vordergrund Co-Trainer Deniz Yetkin. Bild: Simon Hofmann

sport-kurier. Für die Oberliga-Fußballer der TSG Weinheim war der 10. Spieltag ein Rückschlag.

Denn nachdem man sich zuletzt etwas stabilisiert hatte und auch die ersten beiden Siege eingefahren hat, musste man sich in Oberachern mit 0:4 geschlagen geben und rutschte auf den letzten Platz ab.

Der sport-kurier sprach mit Weinheims Trainer Christian Schmitt über die Niederlage.
 
Hallo Herr Schmitt, woran lag es denn in Oberachern?

Zunächst muss man sagen, dass es eine sehr ärgerliche Niederlage war. Vor allem auch in dieser Höhe. Ich sehe Oberachern nämlich nicht zwingend stärker, als wir es sind. Mich hat erstmals eine Niederlage wirklich geärgert und das habe ich auch in einer Teamsitzung angesprochen. Letztlich war die Niederlage aber verdient, denn wir haben nach vorne einfach zu wenig Gefahr ausgestrahlt. Leider wurden wir aber auch durch einen Platzverweis benachteiligt. Das war beim Stand von 0:2 und war nicht korrekt. Es gab einen Zuruf aus dem Publikum in Richtung Schiedsrichter und er hat dafür unseren Spieler bestraft. Auch von Oberachern wurde uns das bestätigt. Das soll aber keine Entschuldigung dafür sein, dass wir noch zwei Tore bekommen haben. Das darf uns nicht passieren.
 
 
Mit Levent Cetin, der bereits 39 Jahre alt ist, haben Sie kurzfristig noch einen sehr erfahrenen Torhüter dazu bekommen. Wie kam dieser Transfer zustande?

Wir wussten ja schon länger, dass Nicolas Köpper uns verlassen würde. Er studiert jetzt ins Augsburg, hatte eigentlich in unserer Ecke nach einem Studienplatz gesucht, aber daraus wurde es nichts. Und da auch Deniz Yetkin noch bis zur Winterpause verletzt fehlen wird, hatten wir Handlungsbedarf. Mit Cetin haben wir eine sehr gute Lösung gefunden. Mit seiner Erfahrung kann er auch unseren jungen Spielern helfen. An den vier Gegentoren in Oberachern trifft ihn keine Schuld. Sein Vertrag läuft bis zum Saisonende.

Spielszene TSG 62/09 Weinheim - Bahlinger SC - Bild: Simon Hofmann.
 
 
Kann es sein, dass sich noch weitere Neuzugänge hinzugesellen werden? Zum Beispiel in der Winterpause?

Sagen wir es mal so, wir sind nicht unter Zugzwang. Unser Kader ist groß. Aber man merkt schon, dass wir mittlerweile gerade für junge Spieler wieder interessant sind. Es gab zuletzt schon ein paar Anfragen. Im Sommer war das noch ganz anders. Da haben wir händeringend selbst nach Spielern gesucht. Man muss immer schauen, wie sich alles entwickelt. Ich kann ja nicht in unsere aktuellen Spieler hineinschauen. Möglicherweise sind da auch ein paar unzufrieden, weil sie gerne mehr spielen würden.
 
 
Im nächsten Spiel kommt nun der SGV Freiberg nach Weinheim. Dort spielt unter anderem der Ex-Waldhöfer Marcel Sökler...

Freiberg ist für mich eine Mannschaft, die am Ende der Saison im ersten Drittel der Tabelle stehen müsste. Viele Experten haben sie vor der Saison ja noch weiter oben gesehen. Bestätigen konnten sie das bislang nicht. Aber sie haben einige ehemalige Profis in ihren Reihen. Spieler mit Zweit- und Drittliga-Erfahrung. Wir haben schon vier, fünf Spieler der Freiberger analysiert. Sie sind taktisch sehr flexibel und haben reichlich Qualität. Wenn wir gegen diesen Gegner etwas holen wollen, muss wirklich jeder von uns über seine Grenzen hinausgehen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 11 Oktober 2017

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