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"Kontakt zum unteren Mittelfeld hergestellt" - Die TSG Weinheim hat sich in der Oberliga etwas stabilisiert

erstellt am Montag, 02 Oktober 2017
Weinheims Abdullah Köse zeigt es an: "Es geht doch". Weinheim hat zumindest schon gegen Mitabstiegskonkurrenten gepunktet. Weinheims Abdullah Köse zeigt es an: "Es geht doch". Weinheim hat zumindest schon gegen Mitabstiegskonkurrenten gepunktet. Bild: S. Hofmann

sport-kurier. Die Experten waren sich vor dem Start der Oberliga Baden-Württemberg einig.

Wenn nach dem ersten sicheren Abstiegskandidaten gefragt wurde, tippten fast alle auf die TSG Weinheim. Den komplett neuformierten und extrem jungen Zweiburgenstädtern traute niemand etwas zu.

Mittlerweile dürfte sich die Meinung ein wenig geändert haben, denn Weinheim hat nach neue Spieltagen bewiesen, dass es durchaus das Zeug hat, die Klasse zu halten. Derzeit rangiert die TSG auf dem drittletzten Platz und hat sieben Punkte gesammelt (zwei Siege und ein Unentschieden). Der letzte Dreier gelang am vergangenen Wochenende. Da setzte sich die Mannschaft von Trainer Christian Schmitt zuhause mit 1:0 gegen den 1. CfR Pforzheim durch.

Der sport-kurier sprach mit Christian Schmitt.

Hallo Herr Schmitt, mit dem Saisonstart können Sie eigentlich sehr zufrieden sein, oder?

Sagen wir es mal so, ich war bislang nie unzufrieden, bin jetzt aber auch noch nicht richtig zufrieden. Wir machen immer noch Fehler, die es abzustellen gilt. Aber wir wussten ja, was uns erwartet. Wir haben viele junge Spieler im Kader, die sich Woche für Woche weiterentwickeln. Gegen Pforzheim hatten wir beispielsweise wieder fünf Spieler auf dem Platz, die im letzten Jahr noch in der A-Jugend gespielt haben. Wo wir momentan stehen, ist okay. Es ist die Konsequenz unserer positiven Entwicklung.

Wo würden Sie Ihre Mannschaft momentan denn einordnen? Ist sie schon bei hundert Prozent?

Pforzheim sagte am Wochenende zu uns, dass sie 14 neue Spieler integrieren müssen, und das das eben eine Weile dauert. Bei uns waren es zu Saisonbeginn 21 neue Spieler. Dementsprechend sind wir sicher noch nicht bei 100 Prozent. Wo wir uns sehr verbessert haben, ist im Spiel gegen den Ball. Das haben wir in den letzten Wochen auch verstärkt trainiert, um hinten stabiler zu werden. Momentan arbeiten wir nun auch viel am Spiel mit dem Ball, also an unserem eigenen Spielaufbau und da haben wir noch viel Luft nach oben. Was aber auch normal ist, in unserer Situation.

Gepunktet wurde neben Pforzheim auch gegen Sandhausen II und Walldorf II. Das sind momentan alles Konkurrenten im Tabellenkeller. Gegen diese Teams zu punkten, ist besonders wichtig, oder?

Die zweiten Mannschaften von Walldorf und Sandhausen setzen auf eine ähnliche Altersstruktur wie wir. Und ich würde sagen, dass wir mit diesen beiden Mannschaften auf Augenhöhe sind. Allerdings muss man abwarten, ob sie sich nun häufiger mit Spielern von oben verstärken. Das haben sie auch schon getan. Aber wir schauen gar nicht auf die anderen. Es geht darum, dass wir uns weiter entwickeln. Momentan freuen sich die Jungs Woche für Woche auf dem Platz zu stehen. Aber natürlich sehen wir an der Tabelle auch, dass wir den Kontakt zum unteren Mittelfeld hergestellt haben.

Trainer Christian Schmitt sieht bei seinen Spielern eine positive Entwicklung. Ob es für den Klassenerhalt reichen wird, zeigt die Zukunft. Bild: S. Hofmann.

Gibt es eine bestimmte Punktzahl, die Sie bis Weihnachten gerne holen würden?

Nein. Ich weiß momentan nur, wer die nächsten zwei Gegner sind. Wir schauen wirklich nur von Spiel zu Spiel. Aktuell schauen wir Videos von Oberachern, unserem nächsten Gegner und gehen unsere eigene Aufstellung durch. Ich habe bislang jeden unserer Spieler eingesetzt und sie werden auch weiterhin ihre Chancen bekommen. Es ist zudem ja auch gar nicht klar, wie viele Mannschaften am Ende absteigen werden. Man weiß also nicht wie viele Punkte man überhaupt brauchen würde, um drin zu bleiben. Vielleicht gehen sechs Mannschaften runter, vielleicht aber auch nur zwei.

Gibt es Spieler in Ihrer Mannschaft, die sich als echte Leistungsträger herauskristallisiert haben?

Wichtig in unserem Spiel ist vor allem die Innenverteidigung. Und hier sind wir froh, dass wir Clement Glässer, Tolga Karlidag und Georgios Roumeliotis haben.

Was erwartet Ihre Mannschaft nun gegen Oberachern?

Das ist ebenfalls ein junges Team. Allerdings spielen diese Spieler schon seit ein paar Jahren zusammen und haben reichlich Oberliga-Erfahrung. Oberachern ist seit sechs Spielen ungeschlagen und hat hierbei nur zwei Gegentore kassiert. Es wird dort richtig schwer, aber wir haben auch schon in Walldorf einen Punkt geholt und würden das nun natürlich gerne wiederholen.

Letzte Änderung am Montag, 02 Oktober 2017