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Weinheim-Coach Dirk Jörns: "Der Aufstieg wird erst ganz am Ende entschieden sein."

erstellt am Dienstag, 04 April 2017
Dirk Jörns sieht bis zum Saisonende ein Kopf-an-Kopf Rennen im Kampf um den Aufstieg. Dirk Jörns sieht bis zum Saisonende ein Kopf-an-Kopf Rennen im Kampf um den Aufstieg. Bild: Simon Hofmann

sport-kurier. Der Verbandsligist TSG 62/09 Weinheim rauschte in atemberaubenden Tempo durch die Hinserie (14-1-1).

Zur Winterpause stand die Mannschaft von Trainer Dirk Jörns mit vier Punkten Vorsprung vor der Fortuna aus Heddesheim und 9 Punkte vor dem VfR Mannheim an der Tabellenspitze.

Nach dem 21. Spieltag hat sich das Tabellenbild etwas geändert. Mittlerweile ist Heddesheim mit einem Punkt Vorsprung vor Weinheim Spitzenreiter. 11 Siege in Serie haben den Aufsteiger zur aktuellen Nr.1 der Liga gemacht.
Der VfR liegt nur noch 4 Punkte hinter Weinheim und 5 Zähler hinter Heddesheim. Es bahnt sich ein außergewöhnliches und hochspannendes Kopf-an-Kopf Rennen im Kampf um die Meisterschaft und Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur Oberliga Baden-Württemberg an.

Nachdem wir uns mit VfR-Coach Hakan Atik unterhielten, ist nun Dirk Jörns von der TSG Weinheim unser Gesprächspartner gewesen.

Herr Jörns, in den letzten 5 Spielen hat ihr Team einmal verloren, einmal Remis gespielt. Damit ging die Tabellenführung verloren.

Dirk Jörns: Ja, das ist Wahnsinn, was hier Heddesheim und der VfR Mannheim an Punkte holen. Wir hatten in den letzten 5 Spielen vier Auswärtsspiele darunter. Mit einem Punkteschnitt von 2,0 liegen wir da eigentlich sehr gut. Aber Heddesheim und der VfR haben bislang keinen einzigen Zähler abgegeben. Das ist schon außergewöhnlich, wie wenige Punkte die ersten der Liga insgesamt liegenlassen.

In dieser Spielzeit durften sich die Weinheimer bereits 63 Mal über Treffer freuen. Kein Team der Liga hat häufiger getroffen. V.l Ilhan, Lerchl, Malchow. Bild: Hofmann

Woran lag es, die Punktverluste in Friedrichstal und Durlach-Aue?

Dirk Jörn: Nun, Friedrichstal hat insbesondere in der 1. Halbzeit sehr stark gegen uns gespielt. Es war unser erstes Spiel auf Naturrasen, nach sehr langer Zeit. Das hat man schon bemerkt bei meiner Mannschaft. In Durlach-Aue ist es immer sehr schwer, da der Platz dort wahnsinnig schwer zu bespielen ist. Durlach-Aue ist das Geläuf gewohnt. Das soll aber den Punktgewinn der Durlacher nicht schmälern. Sie haben sehr stark gegen uns gespielt und den Punkt unter dem Strich auch verdient gehabt.

Beim 1:4 Sieg in Lauda lief es richtig rund am Samstag?

Ja, das war in der 1. Halbzeit stark, was wir spielten. Wir hatten viel Ballbesitz und zeigten sehr gutes Gegenpressing. Da war die 0:3 Führung nach 50 Minuten auch hochverdient.

Wie schätzen Sie die Konkurrenz ein?

Ich sah das Spiel der Fortuna gegen Durlach. Die Durlacher waren gerade in der ersten halben Stunde und in den letzten 20 Minuten sehr überlegen, aber Heddesheim machte eiskalt die Tore, vergab sogar noch zwei hundertprozentige Torchancen. Da ist eine große individuelle Klasse bei der Fortuna. Eine Mannschaft, die solche Spiele, die wackelig sind - für sich entscheidet, sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Was den VfR betrifft, die haben in Friedrichstal groß aufgetrumpft, Respekt. Das muss man dort erst mal so hinbekommen. Mit dem VfR ist auf jeden Fall zu rechnen. Es wird bis zum Saisonende ein spannendes Aufstiegsrennen.

Szene aus dem Hinspiel zw. Weinheim und Heddesheim. V.l. Gebhardt (TSG), Hartmann (Heddesheim), Schwöbel Nr. 19 und Geissinger Nr.2 (beide TSG) gegen Marschlich Nr. 25 (Heddesheim). Bild: Hofmann

Der Monat April könnte eine Vorentscheidung bringen?!

Wir müssen in 2 Wochen nach Heddesheim und dürfen dort natürlich nicht verlieren. Danach spielt der VfR bei der Fortuna. Da werden in beiden Spielen Bigpoints vergeben. Das schwerste Restprogramm hat auf dem Papier die Fortuna. Aber Spiele werden bekanntlich auf dem Platz entschieden. Wir müssen nach uns schauen. Was die ersten beiden Plätze betrifft - da bin ich persönlich optimistisch.

Samstag geht's im Derby gegen Viernheim. Eine klare Sache?

Wir sind sicher Favorit, aber wir haben im Hinspiel gesehen, wie schnell ein Spiel auch kippen kann. Mit einer konzentrierten Leistung sollten die drei Punkte jedoch bei uns in Weinheim bleiben.

Letzte Änderung am Dienstag, 04 April 2017

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