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Am Ende Meister und keiner bleibt?! +++ Ausverkauf beim Verbandsligisten TSG 62/09 Weinheim

erstellt am Dienstag, 14 März 2017
Andreas Adamek (rot) am Ball. Dahinter Christopher Hiller (rot). Szene TSV A. Viernheim - TSG Weinheim. Andreas Adamek (rot) am Ball. Dahinter Christopher Hiller (rot). Szene TSV A. Viernheim - TSG Weinheim. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Es ist wohl ein Novum im Amateurfußball.

Da steht eine intakte und hervorragend zusammengestellte Fußballmannschaft souverän auf dem 1. Tabellenplatz der Verbandsliga Nordbaden und bringt alle Voraussetzungen mit, auch am Ende der Saison den "Platz an der Sonne" einzunehmen. Gemeint ist die TSG 62/09 Weinheim.

Da müsste man doch meinen, dass alles Top ist bei den Zweiburgenstädtern.

Aber weit gefehlt.

Am Ende der Saison steht vielleicht der Direktaufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg, aber da wird kaum noch einer der verantwortlichen Protagonisten, sprich Spieler, Trainer, Spielleiter, dem Verein noch die Treue halten.

Wieso das, werden sich viele Fußballinteressierte in der Region fragen?

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Trainer Dirk Jörns hat über zwei Spielzeiten hinweg ein hervorragendes Team zusammengestellt bzw. geformt.  Bild: S. Hofmann

Der Hauptverein TSG 62/09 Weinheim hatte im November 2016 mitgeteilt, zur neuen Saison die Kosten des Spielbetriebs zu reduzieren - und das auch dann, wenn die Mannschaft in die Oberliga Baden-Württemberg aufsteigen sollte. Diese Maßnahme bzw. Entscheidung hatte nicht zur allgemeinen Freude in der Fußballabteilung geführt.

Trainer Dirk Jörns und Spielleiter David De Vega erteilten diesem Kurs des Vereins zunächst eine Absage. Später war man von Seiten des Vereins nicht mehr bereit, mit dem Erfolgscoach über die aktuelle Saison hinaus arbeiten zu wollen. Die Spieler des aktuellen Kaders quittierten diese Entwicklung dahingehend, den Club am Ende der Saison zu verlassen (siehe unten).

Der neue Coach ab der Saison 2017/2018, Christian Schmitt, steht vor der schwierigen Aufgabe ein komplett neues und schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. Wohlgemerkt, mit einem abgespeckten Etat gegenüber der jetzigen Saison.

Dennoch will man bei der TSG 62/09 auf dem Trittbrett des jetzigen Teams und des etwaigen Erfolges in der neuen Saison gerne mitfahren. "Ja, wir würden auch einen Oberligaaufstieg wahrnehmen, trotz des Umbruchs", so der Tenor der Bergsträßer. Dass es einem 6er im Lotto gleicht, mit einem komplett neuen Team in einer Oberliga überhaupt bestehen zu können, liegt auf der Hand.

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Spielszene TSG Weinheim - Fortuna Heddesheim / Kai Engel (blau) im Zweikampf mit Fortunas Alexander Dirks. Im Hintergrund Benni Schäfer - ganz rechts Patrick Marschlich (beide HED). Bild: Hofmann


Trainer Dirk Jörns kann dies so ziemlich egal sein. Für den Chefcoach der Weinheimer geht es diese Saison einzig um den Erfolg der jetzigen Saison. Jörns will gerne mit dem Meistertitel in Weinheim abtreten, seine Mannschaft ebenfalls. Die ersten beiden Rückrundenspiele wurden mit 5:3 (Eppingen)und 4:0 (Reichenbach) gewonnen.

Und diese 14 Spieler verlassen nach unseren Informationen den Club am Ende der Saison:

Christopher Hiller, Jonas Meier-Küster, Timo Gebhardt, Oliver Malchow (alle VfR Mannheim), Lukas Cambeis, Cihad Ilhan, Andreas Lerchl, Marcel Schwöbel (alle Fortuna Heddesheim), Patrick Geissinger (VfB Gartenstadt), Thomas Süß (SpfR. Heppenheim/spielender Co-Tr.), Stefan Matthes (FV Leutershausen/Co-Tr.), Nils Makan (SV 98 Schwetzingen), Gregor Zimmermann (SV Sandhausen U23), Andreas Adamek (SV  Unterflockenbach).
TW Marcel Lentz wird mit dem VfR Mannheim und Astoria Walldorf II in Verbindung gebracht.

Letzte Änderung am Dienstag, 14 März 2017

Verbandsliga Nordbaden