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Gregor Zimmermann will hoch hinaus, nicht nur mit der TSG 62/09 Weinheim

erstellt am Mittwoch, 14 Dezember 2016
Weinheims Gregor Zimmermann (weiß) im Kopfballduell mit Heddesheims Nelson Nsowah. Weinheims Gregor Zimmermann (weiß) im Kopfballduell mit Heddesheims Nelson Nsowah. Bild: Simon Hofmann

sport-kurier. In Sachen Lieblingsposition ist Gregor Zimmermann nicht festgefahren.

Wichtig ist ihm nur eins: Nach Möglichkeit sollte es irgendwo auf der Außenbahn sein, wo der 19-Jährige eingesetzt wird. Außenverteidiger oder Außenstürmer - da ist das Talent flexibel. Bei der TSG Weinheim, dem souveränen Spitzenreiter der Verbandsliga Nordbaden, wird er meist erhört: "Unser Trainer Dirk Jörns vertraut mir und gibt mir auch viele Freiheiten, es macht großen Spaß unter ihm zu spielen", sagt der Jungspund.

Und er zahlt das mit Leistung zurück. Seine Dribblings und seine Schnelligkeit machen ihn für die Zweiburgenstädter zu einem sehr wertvollen Spieler.  
Dass er einiges drauf hat, ist jedoch auch nicht überraschend. Schließlich kickte Zimmermann von klein auf weit oben mit. Von der C- bis zur A-Jugend stand er für den Ludwigshafener SC auf dem Platz. Und das dann jeweils immer in der Regionalliga Südwest.

Über die DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen, wo Zimmermann in der Vorsaison in der Kreisliga Mannheim am Ball war, ging es zur TSG. Bereut hat er diesen Schritt nicht: "Das ist ein Super-Verein und eine tolle Mannschaft, ich darf dort mit vielen sehr guten Fußballern zusammen spielen, dadurch wird man selbst auch immer besser."

Und warum der kurze Abstecher in die Kreisliga? "Das war das Jahr, als ich mein Abitur gemacht habe, da hat mir etwas die Zeit gefehlt", berichtet Zimmermann. Mittlerweile studiert er an der Hochschule in Ludwigshafen Finanzdienstleistung. "Da kann ich mir meine Vorlesungen so einteilen, dass ich keine Trainingseinheit verpasse." Eine Wohnung hat er quasi in der Mitte von Weinheim und Ludwigshafen, nämlich in Mannheim. Die Wege sind also kurz.

Wichtig ist ihm beides: Die Uni und der Fußball. Folglich soll die Verbandsliga auch noch längst nicht das Ende der Fahnenstange sein. Ein, zwei Ligen höher soll es noch hinausgehen. Weinheim sieht er diesbezüglich als perfektes Sprungbrett. Außerdem kann er dort ja bereits die Oberliga ins Visier nehmen. Der Aufstieg ist das erklärte Ziel des Zinedine-Zidane-Fans, der aber auch Sympathien für Franck Ribery hat.

Ist die Winterpause da vielleicht eher ein Nachteil? Schließlich lief es ja wie am Schnürchen in den letzten Wochen! "Nein, ich denke eher, dass uns die Pause gut tun wird, wir können uns regenerieren und dann werden wir genau dort weiter machen, wo wir jetzt aufgehört haben."

Gregor Zimmermann (im Bild im Vordergrund/Nr. 15) in Jubelpose. Es läuft bei dem Youngster. Geht es nach ihm, dann hat er noch Luft nach oben. Bild: Hofmann. 

Doch da sind auch ein paar dunkle Gewitterwolken am Horizont. Denn die TSG wird ab der kommenden Saison bekanntlich ein paar Abstriche machen müssen. Zimmermann: "Der Etat soll um 30 Prozent gesenkt werden, als wir das von der Vereinsführung erfahren haben, waren wir natürlich schon erstmal geschockt."

Und auch Zimmermann weiß, was das in der Regel bedeutet: Weniger Geld heißt auch weniger starke Spieler. Gerade die erfahrenen Topkräfte werden sich wohl etwas Neues suchen, wobei die TSG Weinheim noch längst nicht aufgegeben hat. Man hofft noch darauf, neue Sponsoren zu finden. Klar ist aber auch, dass sich solche Störfeuer auf die Leistung auswirken können. Zimmermann will davon jedoch nichts wissen.

"Wir haben uns vorgenommen, alles für den direkten Aufstieg zu tun. Alles andere blenden wir aus." Und weiter: "Trotzdem wird es wohl nicht möglich sein, in der Oberliga eine Mannschaft zu stellen, die mithalten kann, wenn rund 30.000 Euro fehlen würden."

Letzte Änderung am Mittwoch, 14 Dezember 2016

Verbandsliga Nordbaden