Donnerstag, 11. August 2022

Die TSG 62/09 Weinheim muss auf dem Weg in die Oberliga den Göppinger SV ausschalten / Hinspiel am Sa., 11.06./15 Uhr

erstellt am Mittwoch, 08 Juni 2016
Weinheims Christopher Hiller (blau) im Zweikampf mit seinem Laudaer Gegenspieler. Szene aus der Saison 2015/2016. Weinheims Christopher Hiller (blau) im Zweikampf mit seinem Laudaer Gegenspieler. Szene aus der Saison 2015/2016. Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Es waren zwei Spiele, die es in sich hatten. Die TSG Weinheim und der 1. FC Rielasingen-Arlen lieferten sich ein großen Kampf in den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Das Rennen machten am Ende die Zweiburgenstädter - auch ohne Sieg. Das Hinspiel in Rielasingen endete mit einem 2:2-Remis, in Weinheim trennte man sich im Rückspiel mit einem 0:0. Die TSG profitierte also von der Auswärtstor-Regel.

Sei's drum, die Freude bei der Mannschaft von Erfolgstrainer Dirk Jörns war riesig. Viel Zeit zum Feiern blieb aber nicht, schließlich wartet noch eine weitere Hürde: Schon am Samstag um 15 Uhr kreuzt der Göppinger SV in der zweiten Runde der Aufstiegsrelegation zum Hinspiel in Weinheim auf.

Ein Gegner, der die Verbandsliga Württemberg lange dominiert hat, in der Endphase noch abgefangen wurde und letztlich auf dem zweiten Platz gelandet ist. Dort gab es nämlich eine Art Endspiel am letzten Spieltag: Der Göppinger SV musste bei der Neckarsulmer Sport-Union ran, die zu diesem Zeitpunkt einen Zähler vorne war.

Demnach hätte der GSV mit einem Sieg das direkte Aufstiegsticket lösen können, doch es ging nach hinten los: Es setzte ein 1:4. Ob da die Nerven eine Rolle gespielt haben? Wenn ja, könnte es ein Vorteil für die TSG sein. Denn auch in der Relegation sind Nerven wie Drahtseile gefragt.

Der Sportkurier sprach mit Dirk Jörns.
 
Hallo Herr Jörns, wie zufrieden waren Sie denn mit den Leistungen gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen?

Dirk Jörns: Sehr zufrieden. Es war ein Gegner, der uns wirklich alles abverlangt hat. Gerade fußballerisch waren sie sehr gut. Im Hinspiel hat Rielasingen die ersten 30 Minuten dominiert, wir die weiteren 60 Minuten. Und im Rückspiel waren wir in der ersten Halbzeit besser, Rielasingen dafür nach dem Wechsel. Diese Duelle haben uns wirklich viel Kraft gekostet, wir mussten eine Menge investieren. Gut war, dass wir im Rückspiel kaum Chancen zugelassen haben. Nicht ganz so gut hingegen, dass wir es nicht geschafft haben, unsere Konter besser auszuspielen. Denn dann wäre die Partie früher entschieden gewesen.
 
Nun wartet der Göppinger SV. Was wissen Sie über diesen Gegner?

Dirk Jörns: Wir haben uns ein paar Infos geholt und wissen deshalb, dass da eine richtig starke Mannschaft auf uns wartet. Sie haben in den letzten drei Jahren sehr dominant in ihrer Liga gespielt und die Verbandsliga Württemberg ist eine wirklich starke Liga. Ich erwarte zwei enge Spiele. Am Ende werden wohl Kleinigkeiten über den Aufstieg entscheiden. Klar ist aber auch, dass wir wieder etwas besser Fußball spielen müssen, als wir es letzte Woche getan haben.

Weinheims Coach Dirk Jörns steht mit seiner Mannschaft in den beiden alles entscheidenden Aufstiegsspielen gegen Göppingen. Foto: Alexander Scheuber
 
Wo liegen die Stärken der Württemberger?

Dirk Jörns: Ihre große Stärke ist wohl ihre Ausgeglichenheit. Die Offensive ist brandgefährlich. Da haben sie gute Techniker und versierte Leute auf den Außenbahnen. In der Liga hat der Göppinger SV 63 Tore geschossen und nur 27 bekommen. Das spricht für sich und hängt auch damit zusammen, dass es insgesamt eine doch sehr erfahrene Mannschaft ist, die da auf uns wartet.
 
Wie wird sich Weinheim präsentieren? Und ist es ein Nachteil, dass man diesmal zuerst daheim ran muss?

Dirk Jörns: Das mit dem Heimrecht ist eigentlich egal. Beeinflussen können wir es ohnehin nicht und außerdem bin ich der Meinung, dass beide Mannschaften das Zeug dazu haben, auch auswärts zu gewinnen. Für uns wird es wie immer darum gehen, viel Ballbesitz zu haben und schnell nach vorne zu spielen. Die Chancen sehe ich bei 50:50, was in solchen Spielen meistens der Fall ist.
 
Wie sieht es personell aus? Hat sich noch jemand verletzt?

Dirk Jörns: Da sieht es nicht ganz so gut aus. Wir haben schon noch ein paar große Fragezeichen derzeit. Das ist ein Problem. Timo Gebhardt hat eine Bauchmuskelverletzung und Lukas Cambeis hat sich am Dienstag im Training verletzt. Zudem gibt es noch ein paar andere Spieler, die Sorgen machen. Ich hoffe, dass es bis Samstag wieder besser aussieht.

Spielbeginn: TSG 62/09 Weinheim - Göppinger SV; Sa. 11.06.2016 um 15 Uhr im Weinheimer Sepp Herberger Stadion.

Letzte Änderung am Mittwoch, 08 Juni 2016

Verbandsliga Nordbaden