Samstag, 26. September 2020

Schafft Kirchheim die nächste Überraschung? ++ Am Donnerstag steigt das BFV-Pokalfinale gegen Nöttingen

erstellt am Mittwoch, 24 Mai 2017
Im Halbfinale scheiterte der Regionalligist SV Waldhof an den Heidelbergern im Elfmeterschießen. Im Halbfinale scheiterte der Regionalligist SV Waldhof an den Heidelbergern im Elfmeterschießen. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Die Vorzeichen sind klar, wenn die SG Kirchheim-Heidelberg am Donnerstag ab 12.45 Uhr im Dietmar-Hopp-Stadion auf den FC Nöttingen trifft:

Kirchheim ist im Finale um den badischen Fußball-Pokal der klare Außenseiter. Aber was heißt das schon?

Im Pokal ist bekanntlich alles möglich und das haben gerade die Kirchheimer bereits eindrucksvoll bewiesen, als der Verbandsligist im Halbfinale ausgerechnet den Regionalligisten SV Waldhof Mannheim nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb kegelte.

Und auch Nöttingen scheint verwundbar zu sein, insbesondere in der Defensive. Denn dort präsentierte sich der Regionalliga-Absteiger alles andere als sattelfest. 91 Gegentore setzte es für den FCN Ligabetrieb. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Häufig hat man sich auch Respekt verschafft. So wie im Halbfinale des BFV-Pokals, als der FC Astoria Walldorf dran glauben musste. Mit 6:2 wurden die favorisierten Astorstädter regelrecht überrollt. Was einmal mehr die Killerqualitäten zeigt, die Nöttingen im Pokal einfach hat.

Man steht nun bereits zum siebten Mal in acht Jahren im Endspiel. 2012 und 2014 stemmte man am Ende den Pokal. Im DFB-Pokal war man sogar schon dreimal dabei: 2012/2013 kassierte man ein 1:6 gegen Hannover 96, 2013/2014 musste man sich dem FC Schalke 04 mit 0:2 geschlagen geben und 2015/2016 zog Nöttingen das Traumlos schlechthin, damals wartete der FC Bayern München in der ersten Runde und behielt mit 3:1 die Oberhand.

Das war der entscheidende Elfmeter zum 7:6 für die SGK gegen den SVW. Markus Scholz ist machtlos. AS Sportfotos

 

Nöttingen weiß also wie es geht, spielerisch und finanziell. Denn jede DFB-Pokal-Teilnahme ist mit einem warmen Geldregen verbunden. Rund 120.000 Euro an Fernsehgeldern bekommt der Sieger des badischen Finals. Hinzu kommen die Einnahmen aus der ersten Runde des DFB-Pokals.

Fakt ist schon mal: Gelingt Kirchheim die nächste Überraschung, hat das wohl auch tiefgreifende Folgen für die nächste Saison in der Verbandsliga Nordbaden. Die SGK könnte dann zum Höhenflug ansetzen. Das beste Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist hier die SpVgg Neckarelz.

Wie Kirchheim zum Erfolg kommen will, scheint klar zu sein: Der Underdog wird das machen, was er am besten kann: kontern. Und hier nimmt Marcel Gessel eine entscheidende Rolle ein. Er ist der Dreh-und Angelpunkt im Kirchheimer Offensivspiel, was sich auch an der Statistik ablesen lässt: Gessel hat zehn Saisontore erzielt. Besser ist bei den Heidelbergern niemand.

Übrigens: Die ARD wird alle Länderpokalendspiele in Konferenzschaltungen übertragen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 24 Mai 2017

Verbandsliga Nordbaden