Dienstag, 22. Oktober 2019

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Mehr Top-Spiel geht kaum +++ TSG 62/09 Weinheim vs. VfR Mannheim

erstellt am Mittwoch, 30 November 2016
Weinheims Jonas Meier-Küster (blau) im Zweikampf mit Mannheims Joseph Olumide (rot). Szene aus 2015/2016. Weinheims Jonas Meier-Küster (blau) im Zweikampf mit Mannheims Joseph Olumide (rot). Szene aus 2015/2016. AS Sportfotos

sport-kurier. Es gibt Spiele, die sind anders, die lösen im Vorfeld ein gewisses Kribbeln aus.

Und genau so eines steht nun am Samstag ab 14 Uhr an: Dann empfängt die TSG 62/09 Weinheim als Spitzenreiter der Verbandsliga Nordbaden den Dritten, den VfR Mannheim.

Weinheim hat 40 Punkte auf dem Konto, die Fortuna aus Heddesheim 36 und der VfR 34. Demnach könnten die Zweiburgenstädter durch einen Sieg im Nachbarschaftsduell den Rasenspielern auf neun Punkte enteilen. Schwer vorstellbar, dass dies der VfR dann noch aufholen könnte.

Weinheims Trainer Dirk Jörns will von einer möglichen Vorentscheidung aber nichts wissen: "Letztes Jahr waren wir nach 17 Spieltagen Tabellen-Zehnter und sind am Ende noch Zweiter geworden. Das zeigt doch, was in dieser Liga alles möglich ist. Außerdem befinden wir uns in einem Dreikampf. Heddesheim darf man niemals vergessen. Alle drei Mannschaften spielen bislang eine herausragende Saison."

Weinheims Coach Dirk Jörns hat seinen Akteuren Tiki-Taka-Fußball auferlegt. Die Dominanz im Spiel der Bergsträßer ist beeindruckend. Bild: AS Sportfotos

 

Der VfR hat zuletzt allerdings etwas geschwächelt. Die vermeintlich Kleinen entpuppten sich als Stolperstein. Gegen Heidelberg-Kirchheim und am letzten Wochenende gegen Zuzenhausen kassierten die Mannheimer Niederlagen. Hat das den Weinheimer Trainer überrascht?

"Nein, ehrlich gesagt nicht. Denn es ist immer so eine Sache gegen solche Gegner. Sie stellen sich hinten rein und lauern auf Konter, du musst dann eine deiner Chancen nutzen, denn le länger es 0:0 steht, desto schwieriger wird es. Kürzlich hätte es uns in Schwetzingen auch erwischen können", berichtet Jörns.

Diesmal ist jedoch ein völlig anderes Spiel zu erwarten, was sich auch im Hinspiel gezeigt hat. Beim 2:0-Erfolg des VfR ging es hin und her. Zwei spielstarke Teams haben sich nichts geschenkt. Und genau so ein Duell ist auch diesmal zu erwarten. Jörns sagt: "Wir werden sicher nicht auf Konter spielen. Wir wollen den Ball so lange wie möglich haben und möchten auch den VfR dominieren. Klar ist aber auch, dass dies gegen eine Mannschaft wie den VfR sehr schwer wird."

VfR-Akteur Marc Haffa hat gut eingeschlagen. Bislang kommt der Neuzugang aus Viernheim auf 8 Saisontreffer. Links Ugur Beyazal, der z.Zt. verletzt ist. Szene aus VfR-Astoria/Pokal 2016/2017. Bild: AS Sportfotos

 

Die Vorfreude ist bei Jörns trotzdem groß. "Wir spielen daheim gegen einen absoluten Traditionsverein. Zudem ist es ein Derby und dann auch noch das Duell zwischen dem Ersten und dem Dritten. Eine gewisse Anspannung und Nervosität ist bereits da, aber die brauchst du auch, um in so ein Spiel zu gehen." Personell muss Jörns neben den Langzeitverletzten auch auf Stefan Matthes verzichten. Hinter Christopher Hiller, der die ganze Woche noch nicht trainieren konnte, steht ebenfalls ein Fragezeichen. "Er ist krank, aber wir hoffen mal, dass es bis zum Samstag wieder reicht", verrät Jörns.

Und wie sieht's beim VfR vor diesem Knaller aus? Gut! Laut Trainer Hakan Atik ist die Mannschaft heiß und hat auch schon sehr gute Trainingseinheiten unter der Woche hingelegt. Man ist auf Wiedergutmachung aus, möchte das Negativerlebnis in Zuzenhausen schnell vergessen machen.

"Wir wollen alle für einen guten Abschluss in 2016 sorgen. Zuversichtlich stimmt uns, dass wir in den Spitzenspielen gegen Weinheim und Heddesheim gewonnen haben. Ich gehe optimistisch an diese Aufgabe heran", stellt Atik klar. Es darf jedoch kein falscher Eindruck entstehen: Der Respekt vor dem Gegner ist groß, aber Angst spielt eben nicht mit.

TSG 62/09 Weinheim (blau) vs. VfR Mannheim (rot) 2015/2016 - Jubel beim 2-1 durch Nr. 10 Christopher Hiller- Nr. 13 Andreas Lerchl. AS Sportfotos

 

Atik über Weinheim: "Das ist eine eingespielte Mannschaft, die auch immer Fußball spielen will. Und zwar mit Spielern, die teilweise schon höherklassig gespielt haben und das auch immer noch tun könnten, wenn sie wollten." Und weiter: "Wenn sie den Ball haben, lassen sie den Gegner gerne laufen und das machen sie dann auch sehr gut. Wobei das eben auch immer mit dem jeweiligen Gegner zusammenhängt."

Atik erwartet deshalb einen offenen Schlagabtausch auf einem hohen Niveau. Ans Scheitern verschwendet er keinen Gedanken - und sein Personal auch nicht. "Sie sind alle selbstbewusst genug, um diese Aufgabe anzugehen. Sie wissen, welche Qualität sie haben und ich denke auch Weinheim weiß, wer da am Samstag kommt."

VfR-Coach Hakan Atik steht mit seiner Mannschaft unter Zugzwang. In Weinheim darf er nicht verlieren, ansonsten ist Platz 1 schon fast in unerreichbarer Ferne. AS Sportfotos

 

Heddesheim spielt am letzten Spieltag vor der Winterpause gegen Viernheim. Läuft alles planmäßig sollte hier ein Sieg für die Fortuna drin sein. Falls der VfR ebenfalls in Weinheim gewinnt, wäre der Titelkampf spannender denn je. Atik hätte nichts dagegen: "In Weinheim wartet ein echtes Topspiel auf alle Beteiligten. Mal sehen, wer am Ende die Punkte holt."

Spielbeginn: TSG 62/09 Weinheim vs. VfR Mannheim -  Samstag, den 03.12.2016 um 14:00 Uhr. Sepp-Herberger-Stadion, 69469 Weinheim, Breslauer Strasse 42.

Letzte Änderung am Mittwoch, 30 November 2016

Verbandsliga Nordbaden