Donnerstag, 26. Mai 2022

Trotz Chancenfestival unterliegt Fortuna Heddesheim der SpVgg. Neckarelz 1:2 (1:1)

erstellt am Montag, 09 Mai 2022
Neckarelz-Coach Stefan Strerath konnte sein Glück nach dem 2:1 Sieg nicht fassen. Die Neckarelzer hatten allen Grund zum jubeln. Neckarelz-Coach Stefan Strerath konnte sein Glück nach dem 2:1 Sieg nicht fassen. Die Neckarelzer hatten allen Grund zum jubeln. Bild: Alfio Marino

Heddesheim. Diese Niederlage der Heddesheimer ist sehr schwer zu erklären.

Vor 170 Zuschauern, darunter sehr viele Anhänger aus Neckarelz, holten sich die abstiegsgefährdeten Odenwälder mit dem 2:1 Sieg wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Spielvereinigung in Durchgang eins durchaus mit der einen und anderen Offensivaktion, aber Heddesheim erspielte sich schon vor dem 1:0 durch Joshua Best (19.) etliche Torchancen. So scheiterten Andreas Adamek (fragwürdiges Abseitstor/5.), Georgios Roumeliotis (12.), Andreas Lerchl (14.) am Torerfolg. Besser machte es dann Joshua Best mit einem Flachschuss, der zur Heddesheimer Führung führte. Neckarelz gab die Antwort mit einer Standardsituation. Ein direkt verwandelter Freistoß durch Marco Horning brachte den doch überraschenden 1:1 (25.) Ausgleich.

Weiter ging es mit Großchancen der Hausherren. Dreifachchance im Strafraum durch Adamek, Ulusoy und Lorenz (36.), bei der die Neckarelzer Abwehr jedes Mal ein Bein in die Schussbahn bekam, letztendlich auf der Torlinie klären konnte. Es war zum Haare raufen. Ladehemmung auch bei Torjäger Andreas Adamek (38./39./44.), der gleich mehrfach freistehend mit Kopfbällen scheiterte.

Auf der Gegenseite zog Arnold Luck aus 14 Metern ab, aber Roumeliotis konnte den platzierten Schuss zur Ecke klären (41.). Zur Pause lag das Chancenverhältnis bei 9:2 für die Kohl-Elf, aber man ging mit 1:1 in die Halbzeit.

In der 2. Halbzeit kaum noch Angriffsbemühungen der kampfstarken Neckarelzer, die nur noch darauf bedacht waren das eigene Tor zu sichern. Und die Chancen der Gastgeber häuften sich sogar noch gegenüber Durchgang eins. Mittlerweile konnte man nicht mehr von Pech sprechen, sondern eher von Unvermögen und Unkonzentriertheit.

Georgios Roumeliotis (weiß/Nr. 21) köpft in dieser Szene den Ball knapp über die Torlatte. Bild: Alfio Marino

Akin Ulusoy (48.), Andreas Lerchl (49.), Fabian Lorenz (51.), Andreas Adamek (57./59.) und Filip Vlahov (65./67.) vergaben reihenweise Torchancen. Einer der wenigen Gegenstöße der Neckarelzer sorgte dann für die "kalte Dusche". Die viel zu weit aufgerückte Defensive der Heddesheimer wurde mit einem langen Ball überspielt, den Bleron Gjelaj 10 Meter hinter der Mittellinie annahm und mutterseelenalleine auf Keeper Dennis Broll zulief und eiskalt zum 1:2 (74.) verwandelte. Das Spiel war komplett auf den Kopf gestellt.

Auch nach dem Führungstreffer der Odenwälder war die Gelegenheit zu einem Treffer der Fortuna vorhanden. Andreas Lerchl (77.), Fabian Lorenz (81.) und Filip Vlahov (85.) wollten das Leder einfach nicht im Tor der SpVgg. unterbringen. In der Nachspielzeit hatte dann die Strerath-Elf sogar das 1:3 auf dem Fuß, als nach einem Konter Arnold Luck frei vor Keeper Dennis Broll auftauchte, der aber mit einem Reflex parierte (90.+4).

Steffen Kohl: "Natürlich sind wir sehr enttäuscht. Es waren Großchancen zuhauf vorhanden, aber wir haben diese zum großen Teil fahrlässig liegenlassen. Vom Engagement her kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, dennoch ist diese Niederlage nicht wirklich zu erklären."

Stefan Strerath: "Wir sind überglücklich über diesen Sieg. Heddesheim hatte genug Chancen das Spiel für sich zu entscheiden, aber heute hatten wir das Glück auf unserer Seite", so der Coach der Neckarelzer.


Pressemitteilung FV Fortuna Heddesheim

 

 

Letzte Änderung am Montag, 09 Mai 2022

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