Freitag, 27. November 2020

"Die Qualität ist sehr hoch" - Tim Krohne hat mit der TSG 62/09 Weinheim noch viel vor

erstellt am Dienstag, 27 Oktober 2020
Tim Krohne (links im Bild/Rot-schwarz) im Zweikampf mit Timo Weber (HEDD). Tim Krohne (links im Bild/Rot-schwarz) im Zweikampf mit Timo Weber (HEDD). Bild: Alfio Marino

sport-kurier. "Unser Ziel ist eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld, irgendwo zwischen Platz 5 und 10.

Das ist denke ich auch realistisch", betont Tim Krohne, der seit diesem Sommer wieder in Weinheim in der Verbandsliga spielt.

Momentan belegen die Zweiburgenstädter den 7. Tabellenplatz, somit ist man voll im Soll. So sichtig zufrieden hört sich Krohne dennoch nicht an. Er ist eben einer, der stets nach dem Optimum strebt, also auch in Richtung Tabellenplätze schielt.

Wie es sich dort oben anfühlt, weiß er genau. Zuvor war der rund 4 Jahre beim VfB Gartenstadt am Ball und das bekanntlich sehr erfolgreich. "Dort hatten wir viele gestandene Spieler im Kader, jetzt ist es in Weinheim so, dass ein paar gestandene Spieler mit vielen jungen und talentierten Fußballern zusammen spielen", erklärt er. Stören tut ihn das nicht. Im Gegenteil: "Die Qualität ist auch hier sehr hoch. Es macht Spaß mit den Jungs."

Problematisch wird es aber, wenn Leistungsträger fehlen. Da reichen schon 1, 2 um das komplette Gefüge ins Wanken zu bringen. Gezeigt hat sich das zuletzt gegen Gommerdsorf, gegen das es eine 0:2-Heimniederlage gesetzt hat. Krohne: "Das war natürlich sehr ärgerlich. Denn das ist so eine Mannschaft, die wir normalerweise schlagen sollten. Aber es war ein komisches Spiel. Wir haben keinen Zugriff bekommen und ich glaube, dass wir noch 4 Stunden hätten weiter spielen können, ohne ein Tor zu erzielen."

Umso wichtiger sei es nun, dass man in den kommenden Partien voll da ist. Es warten eine Auswärtspartie in Zuzenhausen und 2 Heimspiele gegen Neckarelz und Friedrichstal. "In diesen Spielen sollten wir die Punkte behalten, um nicht wieder weiter unten rein zu rutschen", sagt Krohne.

Bezüglich des Spielsystems setzt man auf ein 4-2-3-1 oder ein klassisches 4-3-3. Die Spielidee ist dabei immer gleich: Man möchte offensiven und attraktiven Fußball bieten, allerdings keinen blinden Hurrastil. Zu Saisonbeginn war das noch ein wenig anders. Da setzte es einige Gegentore. "Wir haben dann ein wenig umgestellt und seitdem läuft es eigentlich ganz gut. Wir spielen auch häufiger mal zu Null und vorne sind wir eigentlich immer in der Lage auch selbst Tore zu erzielen."

Bei der TSG Weinheim hat man in der Fußballabteilung auch schon rosigere Zeiten erlebt. Oberligafußball wurde bei den Zweiburgenstädtern schon mehrfach geboten. Will man da vielleicht irgendwann mal wieder hin? Krohne erklärt: "Ich denke, dass man in Weinheim immer auch in Richtung Oberliga schaut, das Umfeld kennt diese Situation, weiß weiss es sich anfühlt, dort zu spielen", sagt Krohne.

Und auch der jetzige Kader ist einer mit Zukunft. Die jungen Spieler haben noch Luft nach oben, werden sich weiterentwickeln. "Das passt schon alles wirklich gut zusammen hier, man muss eben dann auch immer schauen, dass man diese Talente, die man jetzt im Kader hat, auch langfristig an den Verein binden kann."

Mithalten kann man so mit jedem in der Verbandsliga. Selbst gegen das vermeintliche Überteam Spielberg war man nicht chancenlos. Auch denn das Endergebnis von 1:7 eigentlich eine andere Sprache spricht. "Zur Halbzeit stand es noch 1:2 und es war bis dahin wirklich ein Duell auf Augenhöhe", berichtet Krohne.

 

Letzte Änderung am Dienstag, 27 Oktober 2020

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