Montag, 30. November 2020

Siegermentalität gesucht ++ Oscar Corrochano will mit dem SV Waldhof 2 die Klasse halten

erstellt am Freitag, 23 Oktober 2020
Oscar Corrochano Oscar Corrochano Bild: Berno Nix

sport-kurier. Mit dem neuen Trainer Oscar Corrochano als Nachfolger von Frank Hettrich ging der SV Waldhof 2 in die Verbandsligasaison.

Konstant war in den bisherigen Spielen die Leistung noch nicht. Mit 10 Punkten steht der SVW-Unterbau noch ordentlich da, doch beginnend mit dem Spiel am Samstag beim VfR Mannheim warten auf die Blauschwarzen jetzt die dicken Brocken.

Corrochano zeigt mit dem Finger auf den sehr jungen Kader, mit dem man Rückschläge stets einkalkulieren müsse. "Der Verein wollte diesen Weg gehen", verweist der Übungsleiter auf die Gegebenheiten. David Stjepanovic ist mit 25 Jahren der Senior unter den Feldspielern, Kelmend Azizi (23) und Rückkehrer Patrick Hocker (22) folgen danach. Der Rest ist teilweise deutlich jünger, so dass Corrochano gerne auch von einer U19 spricht.

Mit Nicolai Münch aus der U19 der SG HD-Kirchheim und etwa einem halben Dutzend Spielern, die aus der eigenen Jugend kommen, sowie Spielern, die schon vor einem Jahr aus der SVW-Jugend hervorgegangen sind, laut für Corrochano daher der Auftrag, die Klasse zu halten. "Mindestens fünf Mannschaften", dazu zählt Corrochano auch den nächsten Gegner VfR Mannheim, "werden die Liga beherrschen." Seine eigene Elf zählt er folgerichtig nicht dazu.

Den Weg, wieder mehr als in einigen Spielzeiten zuvor auf die Jugend zu setzen, trägt Corrochano voll mit. Den Routinier Andis Shala, der im Sturmzentrum zu Saisonbeginn für Betrieb sorgte, hätte der Coach gleichwohl gerne behalten. "Wir haben es aber von der menschlichen Seite betrachtet. Andis muss mit dem Fußball seine Familie ernähren". Daher gab man dem 31-jährigen im Oktober schweren Herzens die Freigabe für den Regionalligisten Chemnitzer FC.

Ohne Shala krankt es aber im Sturm der Waldhöfer, drei der letzten vier Partien wurden ohne ein selbst erzieltes Tor verloren. Bislang musste Corrochano auf Unterstützung aus dem Drittligakader verzichten, aber die Hoffnung ist natürlich da, auch mal einen Spieler von oben mit dabei zu haben, wenn sich die Verletztenliste dort lichtet.

Bislang trug der SVW 2 alle Heimspiele auf der Anlage der Harmonia "Im Schlammloch" aus, weil das Stadion derzeit gesperrt ist. "Die Platzbedingungen sind ja so oder so immer für beide Mannschaften die gleichen", sieht Corrochano hier keinen Anlass für Ausreden.

Bei VfR gastiert seine Truppe als krasser Außenseiter, doch Punkte würde er nicht ablehnen. "Die Siegermentalität möchte ich den Jungs schon einimpfen", hat er sich vorgenommen. Wenn am Ende der Saison der Klassenerhalt geschafft ist, haben alle Beteiligten die schwierige Mission erfüllt.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 23 Oktober 2020

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