Samstag, 19. Oktober 2019

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Keine Zeit zum Trauern - Absteiger SV 98 Schwetzingen bastelt am Landesliga-Kader

erstellt am Montag, 27 Mai 2019
Hausaufgaben gemacht - 3:0 gewonnen und doch abgestiegen. Am Boden links der Torschütze zum 3:0, Jonas Can, der mit dem TSV Wieblingen in Verbindung gebracht wird Hausaufgaben gemacht - 3:0 gewonnen und doch abgestiegen. Am Boden links der Torschütze zum 3:0, Jonas Can, der mit dem TSV Wieblingen in Verbindung gebracht wird Bild: lofi

sport-kurier. Dass diese Saison kein schönes Ende mehr nehmen würde, deutete sich schon länger an und war eigentlich schon vor dem Spieltag am vergangenen Wochenende klar.

Der SV 98 Schwetzingen, ein Verbandsliga Urgestein, war bei 4 Punkten Rückstand auf den TuS Bilfingen, der auf dem Relegationsplatz stand, so gut wie abgestiegen. Geholfen hat da letztlich auch der beachtliche 3:0 Erfolg gegen den Aufstiegsaspiranten ATSV Mutschelbach nichts mehr, denn auch Bilfingen gewann sein vorletztes Ligaspiel in Zuzenhausen mit 4:2.

Als der Abstieg am Sonntag damit endgültig besiegelt war, war die Stimmung beim SVS logischerweise nicht die beste. Die Köpfe hingen. "Wir waren und sind alle sehr enttäuscht", berichtet Schwetzingens Trainer Kevin Knödler, "und gerade im Spiel gegen Mutschelbach hat man eben gesehen, dass wir eine richtig gute Truppe beisammen haben. Denn dieser Sieg war zu 100 Prozent verdient."

Und wer dieses Spiel gesehen hat, der kann eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Hätte man immer so gespielt, wäre man am Ende nicht abgestiegen. Knödler sieht das ähnlich, schränkt zugleich aber auch ein: "Die Konkurrenz war eben auch sehr gut, das war uns schon in der Winterpause bewusst. Eigentlich konnten wir da schon nur noch 2 Mannschaften einholen. Das war Wieblingen und Bilfingen. Den Rückstand auf Bilfingen konnten wir verkürzen, ganz eingeholt haben wir sie aber eben nicht mehr."

Viele brenzlige Toraumszenen vor dem Mutschelbacher Tor. Hier versucht Immanuel Gregg (blau SV 98) zum Torerfolg zu kommen.  Bild: Lofi

Doch Knödler, der einst unter anderem auch bei 1899 Hoffenheim und beim SV Waldhof Mannheim im Tor stand, ist nicht der Typ, der jetzt den Kopf in den Sand steckt. Er blickt bereits voraus und stellt klar: "Unser Ziel muss es sein, sofort wieder am Aufstieg in die Verbandsliga zu arbeiten. Das können wir schaffen, aber klar ist auch, dass das nicht leicht wird. Denn in der Landesliga erwarten uns einige Derbys. Es geht wirklich gegen direkte Nachbarn aus Brühl, Ketsch oder Kirchheim. Da werden dann viele Zuschauer dabei sein und uns wird alles abverlangt werden."

Die Kaderplanung ist aktuell schon in vollem Gange. Laut Knödler werden 8 bis 10 Spieler bleiben, hinzu kommen 5 A-Jugendliche und 5 bis 7 Neuzugänge. "Da laufen momentan die Gespräche. Was bislang schwierig war, weil wir ja nicht genau wussten, in welcher Liga es für uns weiter geht. Durch den Abstieg haben wir jetzt ein paar Absagen kassiert, das ist sehr bitter. Aber wir werden uns so oder so nur mit Spielern verstärken, die uns auch wirklich weiter bringen."

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 27 Mai 2019

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