Sonntag, 18. August 2019

Keine Artikel in diesem Warenkorb

VfB Gartenstadt nach 5:0 gegen Bruchsal bereits mit einem Bein in der Oberliga

erstellt am Montag, 06 Mai 2019
VfB Gartenstadt - ATSV Mutschelbach, Verbandsliga, v.l. Mutschelbachs Martin Kramer gegen Gartenstadts Tim Krohne. VfB Gartenstadt - ATSV Mutschelbach, Verbandsliga, v.l. Mutschelbachs Martin Kramer gegen Gartenstadts Tim Krohne. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Sie spielen eine Saison wie aus dem Bilderbuch.

Gemeint ist der Verbandsligist VfB Gartenstadt, der am Sonntag im Spiel gegen den 1. FC Bruchsal eine Galavorstellung hinlegte und vor 180 Zuschauern mit 5:0 (4:0) Toren gewann. Die Treffer erzielten Eric Schaaf (3./5.), Tim Krohne (8.), Patrick Fetzer (21.) und Fabio Hechler (67.).

Mit 69 Punkten auf der Habenseite beträgt der Vorsprung auf die hartnäckigsten Verfolger aus Sandhausen und Heddesheim bereits 12 Punkte. Uneinholbar thront der VfB an der Spitze und hat bereits ein Bein in der Oberliga Baden-Württemberg drin. Nur noch rechnerisch fehlt den "gelben Bären" ein Punkt, damit der Aufstieg "Save" ist.

Die letzten Wochen war immer wieder einmal aus dem näheren Umfeld des Vereins zu hören, einen etwaigen Aufstieg nicht wahrnehmen zu wollen. Aber offiziell ist nichts. So gingen dieser Tage auch für alle Aufstiegsaspiranten, die rein rechnerisch noch die Chance auf Platz 1 oder 2 hatten/haben, die Unterlagen des Verbandes heraus. Bis 31. Mai 2019 muss von den Vereinen erklärt werden, ob eine etwaige Oberligazugehörigkeit angenommen wird.

Ungeachtet dessen ist es eine Saison der Superlative für die Gartenstädter. Baumeister des Erfolges ist Chefcoach Dirk Jörns, der bereits vor zwei Jahren mit seinem Co-Trainer David de Vega, mit der TSG 62/09 Weinheim den Aufstieg in die Oberliga schaffte. Damals zerfiel nach der Meistersaison das Team und die Weinheimer starteten mit einer komplett neuen, sehr jungen Mannschaft in der Oberliga BW. Das Ergebnis ist bekannt. Sang- und klanglos stiegen die Bergsträßer ab. Das Team war in der OlBW chancenlos.

Trainer Dirk Jörns schickt sich an, innerhalb von drei Spielzeiten mit zwei verschiedenen Teams die Meisterschaft zu erringen. Bild: Berno Nix

Nun steht für Jörns die zweite Meisterschaft in der Verbandsliga Baden kurz bevor. Und erneut wird der Meistermacher nach der Saison den Club verlassen, den er zum Titel führte - und zur Fortuna aus Heddesheim wechseln. Mit ihm wird auch Co-Trainer David de Vega nach Heddesheim gehen.

"Als wir im Januar/Februar die Gespräche mit der Vereinsführung des VfB hatten, wurde deutlich signalisiert, dass man unterschiedliche Sichtweisen zu Zukunftsplänen hatte", so Jörns. Und Vorstand Joachim Ningel erklärte im Februar 2019: "Wir wollen uns erst mal längerfristig in der Verbandsliga etablieren und dann sehen, was zukünftig möglich wäre."

Für Jörns mit ein Grund, warum er beim VfB für die Saison 2019/2020 keine Zusage gab.

"Wie auch damals in Weinheim haben wir ungeachtet dessen, was nächste Saison ist, Vollgas gegeben, um den ultimativen Erfolg zu erringen", freut sich Jörns über die hervorragende Entwicklung seines Teams. Jörns: "Mit so einer souveränen Leistung über die gesamte Saison hinweg, war nicht wirklich zu rechnen."

Die Heimbilanz ist "blütenweiß" (13-2-0/42:6 Tore). Keine Mannschaft konnte am Erich-Schäfer Sportpark gewinnen. Einzig Heddesheim (0:0) und Eppingen (1:1) gelangen Teilerfolge. Auch auswärts zeigte der VfB Stärke (8-2-3). Nur die U23 des SV Sandhausen ist einen Punkt besser in der Auswärtsstatistik.

Der VfB stand auch in dieser Saison im Halbfinale des Bdischen Pokals. Dort musste man sich der Übermacht des Karlsruher SC beugen, verkaufte sich jedoch teuer. Bild: Berno Nix

Mit nur 18 Gegentreffern haben die Gartenstädter die mit Abstand sicherste Defensive. Hier stehen neben Keeper Dennis Broll mit Eric Schaaf, Patrick Geissinger, Christian Kuhn, Timo Gebhardt und Fabio Feigenbutz hervorragende Defensivspezialisten zur Verfügung. Das Mittelfeld mit Marcel Schwöbel, Tim Krohne (13 Saisontore!), Marcel Abele, Nils Makan, Fabio Schaudt und Fabio Hechler, Lukas Cambeis (kam in der Winterpause) ist spiel- und kombinationsstark. Alle Spieler sind taktisch so geschult, dass das Spielsystem auch während des Spiels problemlos umgestellt werden kann.

Auch in der Offensive ist der VfB mit Torjäger Patrick Fetzer (18 Tore), Andreas Adamek (9 Tore), Markus Urban und Routinier Valon Muja hervorragend aufgestellt. Von ganz ungefähr kommt der Erfolg der Gartenstädter also nicht. Aber klangvolle Namen machen noch lange keinen Meister. Und da verstand es Dirk Jörns wieder einmal, seiner Mannschaft das Sieger-Gen einzupflanzen.

Man darf gespannt sein, ob der VfB sein Aufstiegsrecht wahrnehmen wird. Wenn nicht, kommen die Clubs wie Sandhausen U23, Fortuna Heddesheim, ATSV Mutschelbach und Astoria Walldorf II für den Direktaufstieg in Betracht. Der Tabellendritte würde dann die Aufstiegsspiele bestreiten.

 

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 06 Mai 2019

Verbandsliga Nordbaden