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Fortuna Heddesheim verliert bei Germania Friedrichstal 3:0 (1:0)

erstellt am Sonntag, 03 September 2017
Heddesheims Andreas Lerchl (Nr. 13) im Zweikampf. Rechts Nelson Nsowah (Nr. 7). Heddesheims Andreas Lerchl (Nr. 13) im Zweikampf. Rechts Nelson Nsowah (Nr. 7). Bild: Sawilla

Heddesheim. "Wir dürfen uns jetzt erstmal ganz hinten anstellen", so Trainer Renè Gölz nach der 3:0 (1:0) Pleite in Friedrichstal.

Vor 250 Zuschauern erzielten Höniges (37.), Ritter (62.) und Weiß (85.) die Friedrichstaler Treffer. Das Spiel wurde wegen eines heftigen Gewitters in der 28. Minute beim Stand von 0:0 für 40 Minuten unterbrochen.

Eine fundierte Analyse zu finden, war nach dieser Partie nicht möglich. Zu sehr war das Endergebnis auf den "Kopf gestellt". Heddesheim mit der viel besseren Spielanlage und von der ersten Minute an im Vorwärtsgang - mit  zahlreichen, erstklassigen Torchancen durch Nelson Nsowah (2./21.), Cihad Ilhan (13./15./30./33. Pfostentreffer), Patrick Marschlich (22.), Lukas Cambeis (26.).

Heddesheims Lukas Cambeis (blau) mit einer Chance. Bild: Sawilla

 

Die Gäste bestimmten die Partie, hatten gefühlte 70 Prozent Ballbesitz. "Unglaublich, was wir bis zur 1:0 Führung des FCG an Chancen versiebt haben. Da müssen wir zur Pause mit 4:1 oder 5:1 führen", konnte es Gölz auch noch lange nach dem Spiel nicht fassen. Mitten in dieses druckvolle Spiel der Heddesheimer kam die große Unterbrechung. Wegen eines Gewitters hatte Schiedsrichter Joshua Zanke die Partie für 40 Minuten unterbrochen.

Als der große Regen vorbei war, fiel wenige Minuten nach Wiederanpfiff mit der ersten Chance der Friedrichstaler die 1:0 Führung. Zunächst produzierte die Fortuna-Defensive einen unnötigen Eckball. Und bei dem sah dann die gesamte FVH-Abwehr eher wie eine "Schülermannschaft" aus. Höniges kam im Strafraum problemlos an den Ball und überwand Keeper Daniel Tsiflidis zum 1:0 (37.).

40 Minuten wurde das Spiel wegen eines heftigen Gewitters unterbrochen. Diese zwei Zuschauer trotzten dem stürmischen und nassen Wetter. Bild: Sawilla

 

Im Gegenzug war es Andreas Lerchl (41.) der frei vor Keeper Patrick Haumann zum Schuss kam, aber das Leder über das Tor drosch.

Auch nach dem Wechsel überlegene Heddesheimer, die jedoch viel zu verspielt wirkten, kein probates Mittel fanden, die vielbeinige Friedrichstaler Defensive zu überwinden. Entweder war ein Bein oder Kopf dazwischen, oder aber die Heddesheimer trafen das FCG-Tor nicht. "Wir haben nicht einmal aus der Distanz unser Glück versucht. Immer und immer wieder wollten wir den Ball auch noch durch die letzte Zone spielen", war Gölz verärgert über die miserable Verwertung von besten Gelegenheiten.

Es kam wie es kommen musste. Claudio Ritter scheiterte zunächst in der 55. Minute nach einem Konter am FV-Keeper Tsiflidis, aber beim zweiten Konter in der 62. Minute, lag der Ball im Tornetz. Ritter hatte einen individuellen Abwehrfehler eiskalt ausgenutzt und getroffen - 2:0!

Cihad Ilhan (Bildmitte/blau) und Lukas Cambeis (rechts). Bild Sawilla

 

Gölz brachte mit Özdemir, Efe und Lodato drei neue Kräfte und wieder gab es Chancen zum Anschluss durch Murat Efe (63.), Cihad Ilhan (63.) und Dennis Lodato (66.), die allesamt vergeben wurden. Schiedsrichter Joshua Zanke zog dann auch noch vollkommen überzogen die Rote Karte gegen Heddesheims Murat Efe, der einen Ball in Brusthöhe mit dem Fuß spielen wollte, dabei Fabian Diringer, der mit dem Kopf viel zu tief zum Ball ging, traf. Zanke zögerte zunächst, aber auf vielfachen "Zuruf" der Zuschauer zog der Referee dann "Rot" (68.).

Spätestens jetzt war die Heddesheimer Niederlage besiegelt. "Unverständlich hier Rot zu ziehen. Murat Efe hat in ganz normaler Ballhöhe versucht den Ball mit dem Fuß zu spielen. Sein Gegenspieler hat den Kopf an der Mittellinie in ca. 100 cm Höhe Richtung Ball bewegt. Er konnte ja gar nicht anders, als ihn zu treffen. Das war doch überhaupt keine Absicht bei der Aktion", konnte Gölz diese Rote Karte auf keinen Fall nachvollziehen.

Friedrichstal in der Schlussphase des Spiels mit der 2:0 Führung im Rücken und in numerischer Überzahl, etwas mutiger im Spiel nach vorne. Die nicht immer sattelfest wirkende Viererkette der Heddesheimer musste so noch das 3:0 (86.) durch Weiß hinnehmen.

Nelson Nsowah (blau) am Ball. Der Außenbahnspieler agierte vor dem Friedrichtaler Tor ebenfalls glücklos. Bild: Sawilla

 

Nach der zweiten Niederlage im dritten Ligaspiel haben sich die Heddesheimer aus dem Aufstiegskampf erstmal verabschiedet. Renè Gölz: "Friedrichstal hat es vorgemacht. In 90 Minuten fünfmal auf das Tor geschossen und drei Mal getroffen. Das war sehr effektiv. Wir fokussieren uns jetzt auf die nächsten schweren Aufgaben. Gegen Neckarelz, Heidelberg-Kirchheim und Zuzenhausen wird sich zeigen, ob es für ganz vorne reicht oder nicht. Die Mannschaft ist jetzt am "Zug".


FC Germania Friedrichstal - FV Fortuna Heddesheim 3:0 (1:0)

Heddesheim: Tsiflidis - Höhn (63. Özdemir), Hartmann, Mühlbauer, Schwöbel, Marschlich, Lerchl (64. Efe), Nsowah, Tewelde (77. Inguanta), Cambeis (63. Lodato), Ilhan.

Tore: 1:0 Höniges (37.), 2:0 Ritter (62.), 3:0 Wei (85.).
Schiedsrichter: Joshua Zanke
Zuschauer: 250  
Bes. Vorkommnisse: Heddesheims Murat Efe erhält Rot (68.).

 

Pressemitteilung FV Fortuna Heddesheim

Letzte Änderung am Sonntag, 03 September 2017