Mittwoch, 12. August 2020

Marcel Höhn "is back" +++ Defensivspezialist wechselt vom VfR zur Fortuna Heddesheim zurück

erstellt am Freitag, 09 Juni 2017
Szene aus Heddesheim-VfR. Marcel Höhn (rot) wechselt zum FV Fortuna Heddesheim zurück. Li. Ajdin Zeric (rot) und Brandon Wiley (blau) - ganz rechts Alexander Dirks (blau). Szene aus Heddesheim-VfR. Marcel Höhn (rot) wechselt zum FV Fortuna Heddesheim zurück. Li. Ajdin Zeric (rot) und Brandon Wiley (blau) - ganz rechts Alexander Dirks (blau). Bild: Rafael Kowollik

sport-kurier. "Wir freuen uns riesig über die Rückkehr von Marcel Höhn zu unserem Club", so FV-Coach Renè Gölz, nachdem der Wechsel geklappt hatte.

Nach einem einjährigen Gastspiel beim Ligakonkurrenten VfR Mannheim, schnürt der 28- jährige zur neuen Spielzeit die "Kickstiefel" für den amtierenden Vizemeister der Verbandsliga Baden.
 
Bereits in den Spielzeiten 2014/2015 und 2015/2016 spielte der Defensivspezialist bei den Heddesheimern, war damals als Mannschaftskapitän maßgeblich am Aufstieg in die Verbandsliga Baden beteiligt. Marcel Höhn kommt auf knapp 150 Einsätze in der Oberliga, spielte u.a. bei Mechtersheim, Hauenstein und dem VfR Mannheim in der fünfthöchsten Spielklasse.
 
Wir haben uns mit Marcel Höhn unterhalten.
 
 
Herr Höhn, Sie sind letzte Saison von Heddesheim zum VfR gewechselt, jetzt geht es wieder zurück. Wie das?
 
Marcel Höhn: Mein damaliger Wechsel hatte sportliche Gründe, denn ich wollte unbedingt höher spielen, als Landesliga. Wir standen seinerzeit mit Heddesheim auf dem 4. Platz in der Landesliga, als ich mich für den VfR entschied, der damals gleichzeitig an das Tor zur Oberliga anklopfte. Wir schafften in Heddesheim noch überraschend den Aufstieg in die Verbandsliga, der VfR scheiterte gleichzeitig knapp an der Qualifikation für die Oberliga-Aufstiegsspiele. Man hatte aber den festen Plan 2016/2017 in die Oberliga aufzusteigen, das ist jedoch bekanntlich gescheitert.
 
 
Nun gehen Sie wieder nach Heddesheim zurück. "Alte Liebe rostet nicht"?
 
Marcel Höhn: Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu den Fortuna-Verantwortlichen und der Kontakt ist im vergangenen Jahr auch nie ganz abgerissen. Es war eigentlich nicht mein Plan, nach nur einer Saison schon wieder den Club zu wechseln. Meines Erachtens hatte ich eine gute Hinrunde gespielt, wurde ja auch als Führungsspieler verpflichtet. In der Rückrunde habe ich nicht mehr das uneingeschränkte Vertrauen des Trainers gespürt. Die Ergebnisse stimmten zwar, aber der Spaß ging verloren. Als Heddesheim auf mich zukam, hatte ich ohne Druck Bedenkzeit mich zu entscheiden. Das in mich gesetzte Vertrauen und die Ambitionen des Vereins haben den Ausschlag für den Wechsel gegeben. Da ich mich beim VfR innerhalb der Mannschaft sehr wohl gefühlt habe und dort weiterhin viele Freunde habe, ist mir der Wechsel dennoch nicht leicht gefallen.
 
 
Kleiner Rückblick - der VfR scheiterte ganz knapp an den Aufstiegsspielen, musste Heddesheim den Vorrang lassen. Wie fühlt man da?
 
Marcel Höhn: Nicht besonders gut, weil ich für den VfR gespielt habe und wir ein Ziel hatten, den Aufstieg. So lange ich für einen Verein spiele, so lange gebe ich alles für den Club. Das habe ich letztes Jahr für Heddesheim getan, als ich schon beim VfR unterschrieben hatte und das habe ich jetzt getan, als feststand, dass ich nach Heddesheim gehe. Ich habe gegen meinen zukünftigen Verein sogar zum 1:1 Ausgleich getroffen beim Rückspiel. Da ist die Freude groß gewesen. Da geht es um das sportliche und nicht darum, wo ich nächste Spielzeit gegen den Ball trete.

Szene aus Heddesheim-ATSV Mutschelbach / Aufstiegsspiel 2015/2016. Marcel Höhn (blau) führte die Fortuna als Kapitän in die Verbandsliga Baden. Bild: Kowollik.
 
 
Warum scheiterte der VfR, obwohl man favorisiert in die Saison ging?
 
Marcel Höhn: Zum einen haben Weinheim und Heddesheim eine überragende Saison abgeliefert, kaum etwas liegenlassen. Mit der von uns erreichten Punktzahl wären wir in den Vorjahren als Meister aufgestiegen. Tatsache ist aber auch, dass wir das Ziel verfehlt haben. Ich denke das vorhandene Potenzial in der Mannschaft wurde nicht abgerufen bzw. komplett ausgeschöpft. Es war mehr drin mit diesem Team.  
 
    
Wie sehen die Ziele mit Heddesheim aus in der kommenden Spielzeit?
 
Marcel Höhn: Der Stamm des Kaders bleibt ja, dazu kommen starke Neuverpflichtungen. Ich kenne fast alle Spieler, da stimmt nicht nur die Qualität als Fußballer, die sind auch menschlich Top. Das Ziel des Vereins ist der Direktaufstieg bzw. mindestens das Erreichen der Relegation. Ich sehe die Zielsetzung als realistisch an.  
 
 
Wie schätzen Sie in der Saison 2017/2018 die Liga ein und wen zählen Sie zum Favoritenkreis?
 
Marcel Höhn: Die Liga wird meines Erachtens einen Tick stärker sein. Mit VfB Gartenstadt und Espanol Karlsruhe sind schon zwei starke Aufsteiger bekannt. Oberligaabsteiger Neckarelz wird sicher auch weiter vorne mitmischen. Heidelberg-Kirchheim könnte auch eine gute Rolle spielen. Zu den Topfavoriten zähle ich VfR Mannheim, Fortuna Heddesheim und den 1. FC Bruchsal. Aber es wird sicher auch zwei, drei weitere Teams geben, die ganz oben mitmischen werden.

Letzte Änderung am Freitag, 09 Juni 2017

Verbandsliga Nordbaden