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Knaller Derby in Heddesheim +++ Fortuna Heddesheim kämpft um Oberligaaufstieg - TSV Viernheim um Abstieg +++ So. 14:15 Uhr

erstellt am Freitag, 02 Dezember 2016
Heddesheims Eduard Hartmann (weiß) im Kofballduell mit dem Viernheimer Maximilian Schroeher. Hartmann gehört zu den besten Innenverteidigern der Liga. Heddesheims Eduard Hartmann (weiß) im Kofballduell mit dem Viernheimer Maximilian Schroeher. Hartmann gehört zu den besten Innenverteidigern der Liga. Bild: Simon Hofmann

sport-kurier. "Wir wollen den 6. Sieg in Folge erringen", sagt Heddesheims Coach Rene Gölz vor dem Derby gegen Viernheim.

Der Aufsteiger hat mit fast dem identischen Kader der Vorsaison (Landesliga-Aufstieg), die Verbandsliga Nordbaden aufgemischt.

11 Siege, 3 Remis, nur eine Niederlage. Mit 31:8 Toren haben die Heddesheimer die mit Abstand beste Defensive der Liga und stehen aktuell auf dem Relegationsplatz (2.), der zu den Aufstiegsspielen zur Oberliga Baden-Württemberg berechtigen würde.

Überrascht? "Ja, sagt Rene Gölz. Wir haben in der Hinrunde ein nie dagewesenes Verletzungspech gehabt, dennoch konnten wir eine solche Serie fahren. Aber es ist auch ein Zeugnis der hervorragenden Arbeit, die in diesem Verein geleistet wird. Erfolg hat viele Väter, und wir sehen den Erfolg auch darin begründet, dass wir vom Management her schon überragende Arbeit leisten. So eine Mannschaft will und muss auch zusammengestellt und geführt werden, das ist nicht immer einfach, denn bei so vielen Persönlichkeiten im Team, muss die Stimmung innerhalb der Mannschaft gut sein und es auch als Kollektiv passen."

Heddesheims Daniel Gulde (weiß) im Kopfballduell gegen seinen Viernheimer Gegenspieler. Der Mittelstürmer war nach seinem Schulterbruch 3 Monate verletzt. Sonntag traf er zum 1:0 gegen Lauda. Bild: Simon Hofmann.

 

Gegen den TSV Amicitia Viernheim treten die Heddesheimer nun zum letzten Spiel des Jahres 2016 an. Es war das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte, des in 1911 gegründeten Clubs aus der ehemaligen Tabakstadt. Im Sommer 2016 stand nach zwei erfolgreich gemeisterten Aufstiegsspielen der 4. Aufstieg in 5 Jahren und nun spielt man in der höchsten Amateurklasse ganz oben mit.

Gegensätzlich verläuft es beim TSV Amicitia Viernheim. Der fusionierte Club, der aus den beiden Traditionsvereinen Amicitia Viernheim und TSV Viernheim entstand, geht schweren Zeiten entgegen. Nach einer erfolgreichen Saison 2015/2016, bei der man nur knapp an den Aufstiegsspielen scheiterte, backt man seit der neuen Saison "kleine Brötchen". Aus finanziellen Gründen waren Leistungsträger nicht mehr zu halten, so dass fast alle Spieler inkl. Trainer den Verein verließen. Jede Menge Neuzugänge konnte Neu-Coach Steffen Usler zum Saisonstart begrüßen, darunter talentierte und entwicklungsfähige Fußballer. Aber nur ganz wenige, die eine "sportlich starke Vita" vorzuweisen hätten.

Ergebnis: Die Südhessen spielen einen ganz ordentlichen Ball, sind kampfstark und läuferisch mehr als gut drauf. Aber es fehlt die Erfahrung, so dass kleinste Fehler in dieser Liga bestraft wurden. So steht die Usler-Elf aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz (2-4-9). Es sieht für die Fusionself nach einem harten Abstiegskampf aus. In Heddesheim sind die Viernheimer daher Außenseiter, zumal die Fortuna auch schon seit 15 Monaten auf eigenem Platz ungeschlagen ist und einen guten Lauf hat. "Wir wissen, wie stark die Fortuna ist, aber auch sie sind schlagbar", sagt Steffen Usler. Was soll er auch anderes sagen, die Viernheimer sind gezwungen, den Abstiegskampf mit Optimismus anzugehen.

Nelson Nsowah (Nr. 7) erzielt die 1:2 Führung in Viernheim (Hinspiel). Viernheims Berkant Sahin (Nr. 25) hat das Nachsehen. Der 34- jährige Nsowah spielt eine überragende Hinrunde. Bild: Simon Hofmann.

 

"Wir werden Viernheim auf keinen Fall unterschätzen. Wir haben sehr großen Respekt vor der Mannschaft, vor dem Verein. Was die unter diesen schwierigen Voraussetzungen leisten, ist schon sehr gut. Aber natürlich müssen wir nach uns schauen und das Spiel gewinnen, wenn wir ganz vorne im Titelkampf dabeibleiben wollen.

Titelkampf? Wäre ein Aufstieg in die Oberliga überhaupt gewollt bzw. stemmbar? "Wir haben in den letzten zwei Wochen diesbezüglich mehrere intensive Gespräche innerhalb des Vereins geführt. Es war nie unser Ziel, in eine Oberliga Baden-Württemberg aufsteigen zu wollen. Sollte es so kommen, dass wir dazu die Chance haben, werden wir diese wahrnehmen, das ist seit dieser Woche so intern besprochen", sagt Manfred Jordan, der Marketing- und Sportliche Leiter des Vereins.

Wie schätzt der Trainer die Chancen ein? "Wir haben schon sehr große Qualität im Kader. In der Rückrunde werden wir personell noch stärker aufgestellt sein, weil dann auch langzeitverletzte Akteure wieder zur Verfügung stehen werden bzw. jetzt noch angeschlagene Spieler, wieder fit sein dürften. Ob sich dies dann auch an den Ergebnissen auswirkt, bleibt eine Unbekannte X", so Gölz.

FV Fortuna Heddesheim - TSV Amicitia Viernheim, Sonntag, den 4. Dezember 2016 um 14:15 Uhr. Schiedsrichter der Begegnung ist Marvin Dill.

Letzte Änderung am Freitag, 02 Dezember 2016

Verbandsliga Nordbaden