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Benni Schäfer, der "Zinédine Zidane-Fan" ist der Mittelfeld-Motor beim Aufsteiger Heddesheim

erstellt am Dienstag, 30 August 2016
Benni Schäfer in Aktion. Der 29- jährige gehört zu den "Besten" seiner Spielklasse. Benni Schäfer in Aktion. Der 29- jährige gehört zu den "Besten" seiner Spielklasse. Foto: Simon Hofmann

sport-kurier. Es gibt Erlebnisse, die vergisst man nicht.

Die bleiben ein Leben lang. Benjamin Schäfer, der im Mittelfeld von Verbandsliga-Aufsteiger Fortuna Heddesheim nicht mehr wegzudenken ist, hatte so eins. In München, bei einem Champions League Spiel zwischen dem FC Bayern und Real Madrid.

Dort ließ der mittlerweile 29-Jährige vor allem einen Mann nicht aus den Augen: Zinédine Zidane, den Weltstar, den Alleskönner aus Frankreich. "Das war ein Riesen-Erlebnis für mich. Dort konnte ich ihn auch beim Aufwärmen beobachten. Das war einfach der Wahnsinn", erinnert er sich.

Zidane ist sein großes Vorbild - schon immer. Doch auch Schäfer kann mit dem Ball umgehen. Auf der Sechserposition ist er eine Bank. Er liebt es, wenn er das Spiel vor sich hat, dann kann er seine Stärken voll ausspielen. Bescheiden ist er noch dazu. Schäfer lachend über Schäfer: "Ich denke, dass ich auf der Sechs wirklich gut aufgehoben bin, denn für einige andere Positionen bin ich vielleicht einfach etwas zu langsam."

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Benni Schäfer im Zweikampf mit seinem Waldhöfer Gegenspieler. Szene aus der LL-Saison 2015/2016 zw. Hedd-SVWII. Foto: Simon Hofmann.

Das ehrt ihn, entspricht aber eben nur der halben Wahrheit. Denn was er kann, hat er auch schon auf größerer Bühne bewiesen. Jahrelang schnürte er seine Fußballschuhe für die SpVgg Neckarelz, spielte in der Oberliga und in der Regionalliga. Bei den Odenwäldern agierte er etwas defensiver als in Heddesheim.

Zur Fortuna wechselte Schäfer in der letzten Winterpause, als er sich in Neckarelz bereits als Spieler abgemeldet hatte und ohne Verein war. Bereut hat er seinen Schritt nicht. Im Gegenteil: "Mir gefällt es wirklich sehr gut in Heddesheim. Der Aufstieg in die Verbandsliga, über die Aufstiegsspiele, das war ein sehr schönes Erlebnis. Die Zusammenarbeit in allen Bereichen ist super."

Trotzdem war es lange fraglich, ob er auch in dieser Saison für die Gölz-Elf auflaufen wird. Warum eigentlich? "Das hing mit meiner beruflichen Perspektive zusammen. Es sah zwischenzeitlich so aus, als ob ich weiter weg arbeiten würde. Selbst das Ausland war ein Thema", berichtet der Mittelfeld-Stratege und ergänzt: "In meinem Alter rückt der Beruf eben so langsam an die erste Stelle. Aber rein sportlich war Heddesheim immer mein erster Ansprechpartner."

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Im Aufstiegsspiel gegen den VfR Gommersdorf war Schäfer treibende Kraft im Mittelfeld der Fortuna. Zudem erzielte er beim 4:0 Sieg das wichtige 1:0. Bild: Rafael Kowollik.

Mittlerweile ist klar: Schäfer bleibt hier in der Gegend, hat gar einen Job in Mannheim gefunden. Ab Oktober wird er bei der Firma Roche in Lohn und Brot stehen. Und das lässt sich mit dem Fußball verbinden? "Ich denke schon", sagt er, "man hat dort relativ flexible Arbeitszeiten, kann auch mal früher anfangen und dafür früher gehen, um rechtzeitig beim Training zu sein."

Das ist ihm sehr wichtig. Schließlich soll der Traumstart für einen Aufsteiger möglichst fortgesetzt werden. Die zwei Siege machen Lust auf mehr, veranlassen aber sicher nicht zum Abheben. Schäfer lässt sich jedenfalls nicht blenden: "Viernheim ist eine Mannschaft, die sich im Umbruch befindet und auch Schwetzingen ein Team, das ich eher im vorderen Mittelfeld ansiedle und gegen das wir wirklich unter extremen Bedingungen gespielt haben", sagt er, "aber natürlich sind wir alle sehr froh über diesen gelungenen Start, mit dem man so nicht unbedingt rechnen konnte."

Von einem neuerlichen Aufstieg wollen nicht nur die "Macher" im Verein, sondern auch Schäfer nichts wissen. Aus seiner Sicht kommen da andere Vereine in Frage. Klubs, die "das Zeug dazu haben, vorne wegzumarschieren". Für Schäfer könnte eine Platzierung zwischen Rang vier und sieben eher realistisch sein. "Und dafür werden wir in Heddesheim alles geben, marschieren und kämpfen."

So wie einst Zinédine Zidane, sein großes Vorbild.

Letzte Änderung am Dienstag, 30 August 2016

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