Mittwoch, 12. August 2020

Yannick Tewelde: Heddesheims Last-Minute Neuzugang könnte zu einem Volltreffer werden

erstellt am Mittwoch, 24 August 2016
Yannick Tewelde, der Last-Minute Transfer hatte schon am Sonntag einen ersten erfolgreichen Kurzeinsatz bei der Fortuna. Yannick Tewelde, der Last-Minute Transfer hatte schon am Sonntag einen ersten erfolgreichen Kurzeinsatz bei der Fortuna. Bild: Simon Hofmann

sport-kurier. Irgendwie hatte es schon etwas von einer Nacht- und Nebelkation.

Am letzten Mittwoch, den 17. August, stand Yannick Tewelde noch beim SGV Freiberg unter Vertrag, freitags hatte er dann schon die Spielgenehmigung für Fortuna Heddesheim.

An diesem Dienstag stand er nun das erste Mal auf dem Trainingsplatz. Im Kader dagegen schon am Sonntag beim Auftaktduell der Heddesheimer in Viernheim und dabei blieb es nicht. In der 69. Minute ging es von der Bank raus auf den Platz. Und dort rückte der 24-Jährige dann auch sofort in den Fokus: Traumpass Tewelde, Tor Gulde, 3:1 (70.) - die Entscheidung im Derby.

Der 1,70-m-Mann hat also sofort bewiesen, wie wichtig er sein kann. Noch muss abgewartet werden, aber vieles deutet darauf hin, dass sich Heddesheim da einen Volltreffer genagelt hat.

Hallo Herr Tewelde, wie sind denn Ihre ersten Eindrücke von Heddesheim? Gefällt es Ihnen?

Ja, sehr. Ich bin super aufgenommen worden. Wobei ich die meisten Spieler ja ohnehin schon kenne, unter anderem von früher aus den Jugend-Auswahlen. Ich stamme ja aus Mannheim, bin dort geboren und habe dort lange beim SV Waldhof in der Jugend gespielt.
 
Sie hatten am Sonntag einen Traumeinstand. Besser hätte es kaum losgehen können, oder?

Das war natürlich toll. Ich konnte der Mannschaft sofort ein wenig helfen. Lustig war ja, dass der Pass zum 3:1 mein erster Ballkontakt überhaupt war. So etwas gelingt dir natürlich nicht immer und ist etwas Besonderes. Eigentlich war es ja gar nicht vorgesehen, dass ich schon mitspiele, aber da wir personelle Probleme hatten, hat mich unser Trainer gefragt, ob ich bereit wäre. Und das war ich natürlich.
 
Heddesheim geht als Aufsteiger in die Saison. Was ist denn drin?

Ich würde schon sagen, dass wir eine sehr gute Mannschaft beisammen haben. Die Qualität der einzeln Spieler ist hoch. Ich gehe deshalb davon aus, dass wir in der Liga mitspielen können und eine gute Rolle einnehmen werden. Allerdings muss man immer abwarten, wie es dann wirklich läuft und zudem kenne ich die Liga und die Gegner noch nicht so gut. Die Spielklasse ist ja neu für mich.

Torjäger Thorsten Kniehl am Ball. Im Hintergrund Yannick Tewelde. Der brillante Techniker will sich für die Abteilung Offensive auch als Vorlagengeber zeigen. Bild: Simon Hofmann
 
Haben Sie eine Lieblingsposition?

Nein, die habe ich eigentlich nicht. Ich spiele gerne im offensiven Mittelfeld, komme mal über die Außen oder ordne mich hinter den Spitzen ein. Ich bin jemand, der gerne Tore vorbereitet und versuche meine Mitspieler immer bestmöglich in Szene zu setzen. Mein starker Fuß ist der linke und ich dribble mich auch mal gerne in Richtung Tor.
 
Sie haben in der A-Jugend des FSV Mainz 05 gespielt. War das zu der Zeit, als Thomas Tuchel dort noch Trainer war?

Nein, nicht ganz. Thomas Tuchel war es aber, der mich damals aus der U19 des Ludwigshafener SC nach Mainz geholt hat. Ich habe dort dann noch zwei, drei Monate unter ihm trainiert, unter anderem auch in einem Trainingslager, danach ist Thomas Tuchel dann aber Profitrainer geworden.
 
Wie kam der Kontakt nach Heddesheim eigentlich zustande?

Los ging es über Anthony Loviso. Er spielt ja schon länger in Heddesheim und ist ein Freund von mir. Später habe ich mich dann mit den Verantwortlichen zusammengesetzt und wir haben uns dann recht schnell geeinigt. Parallel mache ich momentan noch meine Ausbildung als Groß- und Einzelhandelskaufmann in Freiberg. Deshalb muss ich derzeit noch häufiger hin und her pendeln.
 
Als Sportler hat man eigentlich immer Vorbilder. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Ja, bei mir ist das auch so. Ich habe mehrere, aber einen ganz besonders: Ze Roberto, der Brasilianer, der früher bei Bayern München gespielt hat. Seine Spielweise sagt mir sehr zu. Gleichzeitig bin ich natürlich auch Bayern-Fan (lacht).
 
Am Wochenende wartet nun mit dem SV Schwetzingen ein dicker Brocken auf Heddesheim. Werden Sie auch dabei sein?

Also ich kann nur sagen, dass ich bereit bin. Alles andere entscheidet der Trainer. Ich kann nicht mehr machen, als im Training Gas zu geben und mich zu empfehlen. Und dann schauen wir einfach mal, was passiert.

Letzte Änderung am Donnerstag, 25 August 2016

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