Donnerstag, 11. August 2022

FV Fortuna 1911 Heddesheim gewinnt 4:0 (1:0) im Aufstiegsspiel gegen den VfR Gommersdorf +++ Sonntag im Finale

erstellt am Sonntag, 05 Juni 2016
Heddesheims Benni Schäfer hat das 0:1 (20.) für die Fortuna erzielt. Gommersdorfs Keeper Stockert chancenlos bei diesem Treffer. Heddesheims Benni Schäfer hat das 0:1 (20.) für die Fortuna erzielt. Gommersdorfs Keeper Stockert chancenlos bei diesem Treffer. Bild: Rafael Kowollik.

von Sportkurier. Der FV Fortuna 1911 Heddesheim setzte im Kampf um den Aufstieg in die Verbandsliga Nordbaden ein Zeichen.

Im Aufstiegs-Relegationsspiel gegen den Verbandsligisten VfR Gommersdorf, siegte die Elf von Rene Gölz und Melvin Faust auf der Sportanlage des FC Daudenzell mit 4:0 (1:0) Toren. Gleichzeitig schickte die Fortuna die Gommersdorfer damit in die Landesliga Odenwald hinunter.

930 Zuschauer sahen in Fortuna Heddesheim einen verdienten Sieger, der nun im alles entscheidenden Endspiel am kommenden Sonntag gegen den ATSV Mutschelbach (mittelbadischer Vizemeister) antritt. Die Treffer für die Heddesheimer erzielten Benni Schäfer (20.), Thorsten Kniehl (64.), Christoph Jüllich (77.) und Daniel Gulde (79.).

Heddesheims Nelson Nsowah mit einer Flanke in den Gommersdorfer Strafraum. Bild: Rafael Kowollik

"Wir sind erleichtert, die Hürde Gommersdorf aus dem Wege geräumt zu haben. Das ist eine sehr unbequem zu spielende Mannschaft, die auch in der Verbandsliga für viele favorisierte Teams schon zum Stolperstein wurde", so ein zufriedener Rene Gölz nach dem Spiel.

Das Wetter hielt sich im Austragungsort Daudenzell. Überall Gewitter, Unwetter - nur rund um Daudenzell meinte es der Wettergott während des Spiels gut. Sonnenschein und schwüle Temperaturen sorgten insgesamt für gute Bedingungen. So waren die Zuschauer bei diesem doch nicht ganz günstig gelegenen Austragungsort, recht zahlreich erschienen. Heddesheim und Gommersdorf waren mit jeweils zwei Bussen angereist und aus dem Fußballkreis Mannheim kamen zahlreiche, interessierte Beiwohner dieser doch ansprechenden Partie.

Heddesheim in der ersten Halbzeit klar spielbestimmend und mit wesentlich mehr Ballbesitz, kam zu ersten Chancen.

Die Sportanlage in Daudenzell war proppenvoll. Knapp 1.000 Zuschauer säumten das Stadion. Bild: Rafael Kowollik

So waren es Benni Schäfer (7.), Thorsten Kniehl (16.) und Daniel Gulde (19.), die zunächst nur knapp scheiterten. Das 0:1 für Heddesheim aufgrund der Überlegenheit in der 20. Minute folgerichtig. Kapitän Marcel Höhn hatte einen Eckball flach in den Strafraum geschlagen und Benni Schäfer stand goldrichtig in Höhe langer Pfosten, verwandelte mit einem Nachschuss zur Heddesheimer Führung.

Die Gommersdorfer in der Offensive zu harmlos, kamen zu keinen nennenswerten Torchancen. Gefahr war nur dann geboten, wenn Schiedsrichter Stefan Faller für den Verbandsligisten überaus großzügig Freistöße verhängte, die sodann aus dem Halbfeld in den Heddesheimer Strafraum geschlagen wurden. Aber Heddesheims Defensive um den starken Abwehrchef Damian Pritchett war immer "Herr der Lage".

"Ja, wir haben sehr gut verteidigt. Gommersdorf hatte in der ersten Halbzeit nicht eine einzige Torchance", war auch Melvin Faust mit der Defensivleistung sehr zufrieden.

Heddesheim beherrschte den Verbandsligisten 80 Minuten lang. Hier wird der Führungstreffer von Benni Schäfer bejubelt.

Das sollte sich in der 2. Halbzeit zeitweise ändern. Gommersdorf jetzt offensiver und mit mutiger Spielweise. So kamen Torben Götz (52.) und Dominik Feger (61.) zu zwei sehr guten Torchancen. Beide Male vereitelte der starke Heddesheimer Keeper Daniel Tsiflidis einen möglichen Ausgleichstreffer.

"Da haben wir uns phasenweise zu sorglos verhalten und im Spiel nach vorne zu viele Abspielfehler gehabt. Das hat sich zum Glück schnell gelegt", war auch Rene Gölz mit der Schwächephase zwischen der 50. und 60. Minute nicht einverstanden. War da noch was drin für Gommersdorf? Nicht wirklich, denn bereits in der 61. Minute sorgte FV-Torjäger Thorsten Kniehl mit einem Kunstschuss aus knapp 25 Metern für das vorentscheidende 0:2.

Christoph Jüllich (rechts im Bild) erzielt die 0:3 Führung der Heddesheimer. Bild: R. Kowollik

Der Verbandsligist jetzt im Zugzwang, musste seine Defensive lockern. Das wiederum kam den Heddesheimern zugute, denn es schaffte Raum für schnelles Umschaltspiel. Das 0:3 (77.) mustergültig vorgetragen. Zunächst hatte Marcel Höhn Sturmtank Thorsten Kniehl auf die Reise geschickt. Dessen Alleinlauf auf Keeper Sebastian Stocker, meisterte selbiger. Aber der abgewehrte Ball kam vor die Füße des eingewechselten Christoph Jüllich und der behielt die Übersicht, drosch das Leder ins leere Tor.

Nur wenige Minuten später setzte sich Daniel Gulde im Strafraum der Gommersdorfer mit Nachdruck durch, knipste zum 0:4 (79.) ein. Jubel beim zahlreich angereisten Heddesheimer Anhang. Niedergeschlagenheit bei den Gommersdorfern, für die es jetzt noch "knüppeldick" gekommen war.

Rene Gölz: "Wir können sehr zufrieden sein. Wie bereits erwähnt, die Gommersdorfer muss man auch erst einmal so bespielen, dass man zu so guten Chancen und später auch Treffern kommt. Wir sind stolz auf das geleistete, aber wir haben noch nichts erreicht. Sonntag müssen wir den starken ATSV Mutschelbach bezwingen. Deshalb beginnt schon jetzt nach dem Spiel, die Vorbereitung auf das Finale."

Freude über den Einzug in das Aufstiegsfinale. Sonntag gilt es gegen den mittelbadischen Vizemeister ATSV Mutschelbach, der eine hohe Qualität auf den Platz bringt. Bild: Kowollik


VfR Gommersdorf - FV Fortuna 1911 Heddesheim 0:4 (0:1)


VfR Gommersdorf: Stockert-Herrmann, Silberzahn, Feger, Gärtner, Kempf, Stöcklein, Geissler, Schmidt, Götz, Mütsch.

Fortuna Heddesheim: Tsiflidis - Siby, Skandik, Dirks (80. Marino), Pritchett, Krohne, Höhn, Gulde (82. Kavak), Kniehl, Nsowah (69. Jüllich), Schäfer.
Ohne Einsatz: Bal - Puzic, Zimmermann, Stro, Zax, Singhaninh.

Tore: 0:1 Benni Schäfer (20.), 0:2 Thorsten Kniehl (61.), 0:3 Christoph Jüllich (77.), 0:4 Daniel Gulde (79.).
Schiedsrichter: Stefan Faller (Neuthard)
Zuschauer: 930

Letzte Änderung am Mittwoch, 22 Juni 2016

Verbandsliga Nordbaden