Montag, 04. Juli 2022

Transferhammer! Kenan Kocak coacht nun Zweitligist SV Sandhausen

erstellt am Sonntag, 03 Juli 2016
Transferhammer! Kenan Kocak coacht nun Zweitligist SV Sandhausen AS Sportfotos

von Sportkurier. Nun ist es perfekt. Kenan Kocak wird neuer Trainer beim Zweitligisten SV Sandhausen und der SV Waldhof muss sich einen neuen Coach suchen.

Immer mehr Einzelheiten sickerten im Laufe des Wochenendes durch. Immerhin besaß Kocak bei den Blauschwarzen einen Vertrag bis zum Jahr 2019. Doch der Vertrag wurde nun aufgelöst, nachdem sich beide Clubs über die Ablösemodalitäten einigen konnten.

Für Kocak ist der Sprung in die zweite Liga eine Riesenchance, die man ihm nicht verwehren sollte/wollte und deshalb erteilte der SV Waldhof Mannheim auch die Freigabe. In den letzten drei Jahren schaffte es Kocak mit Mini-Etats und guter Personalpolitik immer wieder, attraktiven und unter diesen Voraussetzungen erfolgreichen Fußball anzubieten.

Natürlich war und ist die Entscheidung für viele Anhänger ein Schock. Mal etwas über längere Zeit aufbauen, wie es Frank Schmidt beim 1.FC Heidenheim gemacht hat, dies hätten sich viele Fans von Kocak gewünscht. So war der so knapp verpasste Aufstieg fast gleichzusetzen mit einem Messerstich ins Herz. Dazu kamen in den folgenden Tagen die störenden Nebengeräusche. Sponsoren der "Mannheimer Runde" zankten sich mit dem Präsidium öffentlich und überboten sich mit Presseerklärungen.

Geschäftsstellenleiter Pfitzenmeier beendete seine Tätigkeit und der Aufsichtsrat war schon vorher zurückgetreten. Der neue Investor muss erst einmal von den Mitgliedern bestätigt werden. Beim Trainingsbeginn war das Trainingsgelände mal wieder gesperrt und Kocak musste Ausweichplätze suchen. Dass das Trainerteam um Klaus Heitz, Rolf Mossmann und Dirk Stelly seit 1.7. vertragslos ist und auf die Vertragsverlängerung wartet, war in dieser Woche ein untrügliches Zeichen, dass etwas in der Luft liegt.

Immerhin: Kocak hinterlässt ein gut bestelltes Feld, denn das einzige, was beim SV Waldhof derzeit wirklich intakt ist, ist die Mannschaft. Ein neuer Trainer braucht gar nicht mehr viel zu ändern und muss höchstens punktuell nachbessern. Und schließlich ist da ja auch noch Michael Fink, der schon im letzten Jahr, als Kocak auf der Schulbank saß und für die Trainerlizenz paukte, viele Einheiten leitete und mit den Gegebenheiten bestens vertraut ist. Bei der Besetzung des Cheftrainers wünscht man dem Vorstand des SVW nun ein glückliches Händchen.

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