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SV Waldhof erwartet zum Spitzenspiel 8.000 Zuschauer +++ Triers Coach Rubeck: "Wir fighten um jeden Meter."

erstellt am Donnerstag, 25 Februar 2016
Waldhofs Coach Kenan Kocak will seine Elf optimal auf den Tabellenführer einstellen. Waldhofs Coach Kenan Kocak will seine Elf optimal auf den Tabellenführer einstellen. Bild: AS Sportfotos

von Sportkurier. Lange mussten die Fans des SV Waldhof warten, bis ihre Mannschaft wieder in der Regionalliga gefordert ist.

Doch dafür erwartet den Anhang gleich ein Topspiel, denn wenn der SVW am Samstag (14 Uhr) auf Eintracht Trier trifft, empfängt der Tabellenzweite der Regionalliga Südwest den Ersten.

Und auch wenn das Wetter in Mannheim in diesen Tagen nasskalt ist, erwarten die Mannheimer zum Topspiel eine große Kulisse. Etwa 4.000 Tickets sind schon im Vorverkauf über den Ladentisch gegangen, am Samstag erwarten die Blau-Schwarzen bis zu 8.000 Besucher im Carl-Benz-Stadion. "Die Unterstützung der Fans ist sensationell", sagt Waldhof-Trainer Kenan Kocak: "Sie haben einen großen Anteil daran, dass wir bislang so eine erfolgreiche Saison gespielt haben."

Jubel nach dem 2-1 - Mannheims Förster #18 mit Hanno Balitsch/SVW und Freddy Mombongo/SVW. SVW vs. FC Ingolstadt II; Testspiel Foto: AS Sportfotos.

Waldhof blieb in den Vorbereitungsspielen ungeschlagen

Zuletzt hinterließen die Mannheimer den Eindruck, an die guten Leistungen der ersten Jahreshälfte anknüpfen zu können. In den Vorbereitungsduellen blieben die Mannheimer ungeschlagen, zuletzt gewannen sie mit 2:1 gegen den FC Homburg. Gegen die Saarländer zeigte sich wie schon in den Testpartien zuvor, dass sich der Kader der Waldhöfer in der Breite verstärkt hat, durch die Wintertransfers hat Kocak noch mehr Optionen.

Gegen den FCH erzielte der eingewechselte Gianluca Korte beide Tore zum Sieg. Korte war wie Jonas Strifler, Sebastian Gärtner, Alban Ramaj und Freddy Mombongo in der Pause neu zum SVW gekommen. "Ich bin mit ihnen zufrieden, aber sie müssen erst noch ihren Rhythmus finden", sagt Kocak.

Eine Vorentscheidung im Meisterrennen erwartet der Waldhof-Trainer am Samstag nicht, ganz unabhängig vom Ausgang der Partie. Und ohnehin hat sich für ihn auch durch die starke Vorrunde nichts an der Ausgangslage geändert. "Unser Ziel ist es, jeden Tag das Beste zu geben", erklärt der 35-Jährige. Eine Meisterprognose gibt Kocak nicht ab. "Wir haben noch 15 Spiele vor der Brust, deshalb brauchen wir uns jetzt nicht darum zu kümmern, was passieren kann." Nur in einem ist sich der Waldhof-Coach sicher: "Wir haben alles getan, um uns ideal auf das Spiel gegen Trier vorzubereiten."

Spielszene aus dem Freundschaftsspiel zwischen der TSG 1899 Hoffenheim U23 und dem SV Waldhof. AS Sportfotos.

Die Trierer könnten mit einem Teilerfolg gut leben

Kocaks Trierer Kollege Peter Rubeck hätte die Winterpause lieber auf dem dritten anstatt auf dem ersten Tabellenplatz gehabt. "Mir wären zwei Punkte Rückstand zum Tabellenführer lieber gewesen, denn jetzt haben wir eine Rieseneuphorie und der ein oder andere hat sich schon irgendwo gewähnt", sagt der Trainer der Eintracht. Rubeck ist lange im Geschäft und kennt die Unwägbarkeiten des Erfolges - und er wäre mit einem Punkt zum Auftakt in Mannheim zufrieden. "Der Waldhof hat eine super Mannschaft und jetzt im Winter noch tolle Leute dazu geholt", lobt Rubeck den kommenden Gegner.

Mit der eigenen Mannschaft ist der Coach zufrieden und für Samstag stehen alle Spieler zur Verfügung, unzufrieden ist er jedoch mit den Trainingsbedingungen in Trier. Am Dienstag fiel die Übungseinheit aus, weil der Platz unter Wasser stand. "Wir haben nur sechs Einheiten und ein Testspiel auf Naturrasen ausgetragen, sonst waren wir nur auf Kunstrasen, das ist nicht ideal", schimpft Rubeck.

Dennoch werden die Trierer mit Selbstvertrauen nach Mannheim fahren und wollen dort mindestens ein Unentschieden erreichen. "Damit könnte ich gut leben", sagt Rubeck und kündigt an: "Wir werden auf dem Platz um jeden Meter kämpfen."

Die Waldhöfer könnten gut damit leben, wie in der Vorrunde auch zu gewinnen. Das 2:0 täuscht allerdings ein wenig darüber hinweg, dass die Trierer vor allem beim Stand von 0:0 zwei sehr gute Chancen zur Führung hatten. Es ist kein Zufall, dass die Eintracht in der Tabelle so weit oben steht. Vieles deutet also auf ein Spitzenspiel zum Auftakt hin - die Kulisse wird in jedem Fall stimmen, und zumindest drittligawürdig sein.

Letzte Änderung am Donnerstag, 25 Februar 2016