Mittwoch, 01. Februar 2023

Mit Rückenwind zum MSV Duisburg - Der SV Waldhof muss auswärts ran

erstellt am Sonntag, 22 Januar 2023
SV Waldhof vs. TSV 1860 München - Bentley Baxter Bahn (re, SVW) im Luftkampf mit Marcel Bär (TSV/gelb). SV Waldhof vs. TSV 1860 München - Bentley Baxter Bahn (re, SVW) im Luftkampf mit Marcel Bär (TSV/gelb). AS Sportfoto

sport-kurier. Es war ein Start nach Maß, den der SV Waldhof Mannheim ins neue Jahr hingelegt hat.

Die Blauschwarzen feierten einen 3:1 Heimtriumph über den TSV 1860 München, der zu den Mitfavoriten auf den Titel gehört. Schaut man sich die Heimbilanz der "Buwe" in dieser Saison an, dann war dieser Erfolg eigentlich keine Überraschung, denn von 10 Heimspielen im Carl-Benz-Stadion hat der SVW bis dato 9 gewonnen.

Doch wenn man ehrlich zu sich selbst ist, dann muss man als Fan der Mannheimer eingestehen, dass die Heimsiege bis Weihnachten zwar alle nicht unverdient waren, aber dass eben häufig auch eine gehörige Portion Glück mit dabei war. Der Sieg gegen die Münchner Löwen hat nun erstmals nicht in diese Kategorie gepasst. Gegen die 1860er war der SV Waldhof dominierend und hat den "Dreier" somit völlig verdient eingetütet. Und genau das ist es, was jetzt auch vor dem Spiel am Montag Mut macht. Dann gastiert der SVW auswärts beim MSV Duisburg. Das nächste Traditionsduell und da den Waldhöfern die Favoritenrolle zu zuschieben, wäre aufgrund der eklatanten Auswärtsschwäche übertrieben. Zwei Remis stehen 6 Niederlagen gegenüber. Schlechter ist in der 3.Liga auswärts niemand.

Und dennoch ist die Hoffnung nach dem starken Auftritt gegen 1860 groß. Auch weil Trainer Christian Neidhart wohl wieder auf die gleiche Elf setzen kann, in der eigentlich niemand abgefallen ist. Besonders herausgestochen hatten Adrien Lebeau und Marten Winkler, die auf den Außenbahnen mit der hoch gehandelten Münchner Defensive nicht nur einmal Katz und Maus gespielt haben.

Außerdem hat Neidhart nun ein weiteres Ass im Ärmel. Unmittelbar nach dem Sieg gegen 1860 wurde die Verpflichtung von Thomas Pledl bekanntgegeben. Das ist ein starker Mann, der einst auch in der Offensive beim SV Sandhausen in der 2.Liga ein ständiger Unruheherd war. Zuletzt stand er bis zum Sommer 2022 beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf unter Vertrag. Da er sich seitdem bei mehreren Vereinen im Training fit gehalten hat, dürfte sein Trainingsrückstand nicht allzu groß sein. Gedulden muss er sich aber sicher dennoch, schließlich gibt es an einem Lebeau und Winkler in der derzeitigen Form auf den Außenbahnen kein Vorbeikommen. Diese Erfahrung muss auch Routinier Marc Schnatterer aktuell machen.

Probleme gab es für den SVW am Wochenende. Da das Trainingsgelände am Alsenweg komplett zugeschneit war, konnte Neidhart nicht ganz so trainieren lassen, wie er es gerne gewollt hätte.
Neidhart ist jedenfalls heiß auf Duisburg. "Es gibt jetzt keine Ausreden mehr", betonte der Coach auf der Pressekonferenz zum Spieltag, "wir haben ein halbes Jahr gebraucht, um endlich in die Spur zu finden. Jetzt gilt es, dass wir das halten, war wir uns erarbeitet haben."

Einen Spaziergang erwartet Neidhart aber nicht und um das zu erkennen, reicht schon ein Blick auf den letzten Spieltag der Duisburger, denn während Mannheim die Löwen bändigen konnte, feierte der MSV einen fast schon sensationellen 3:2 Auswärtserfolg beim Topteam in Saarbrücken. "Ich gehe von einem Spiel auf Augenhöhe aus. Duisburg ist ähnlich ambitioniert wie der SV Waldhof auch."

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 22 Januar 2023

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