Donnerstag, 29. September 2022

Ein Sieg des Willens - Der SV Waldhof schlägt Wehen Wiesbaden mit 1:0 (0:0)

erstellt am Sonntag, 18 September 2022
Waldhöfer Torjubel - gegen Wehen Wiesbaden gelang der 5. Sieg im 5. Heimspiel der laufenden Spielzeit. Waldhöfer Torjubel - gegen Wehen Wiesbaden gelang der 5. Sieg im 5. Heimspiel der laufenden Spielzeit. Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Es war wieder kein Sahneauftritt, aber 90 Minuten voller Kampf, in denen der SV Waldhof Mannheim alles in die Waagschale geworfen hat und letztlich dafür belohnt wurde:

Die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart hat sich im 5. Heimspiel in dieser Saison den 5. Sieg geholt. Dieses Mal schaltete man den starken SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 (0:0) aus. "Es war ein dreckiger Sieg", resümierte Waldhofs Stürmer Pascal Sohm nach der Partie. "Es wurden sehr viele Zweikämpfe geführt. Wir hatten aber den Willen dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen - und ich denke, dass man das auch immer gesehen hat."

Die Waldhöfer legten gut los. Kaum auf dem Platz, waren sie gleich im Vorwärtsgang. Sie schienen darauf aus zu sein, endlich auch mal in Führung zu gehen. Doch nach 4 oder 5 Minuten war es mit der blauschwarzen Herrlichkeit dann erstmal wieder vorbei. Denn nun übernahmen die Gäste das Kommando und drückten die "Buwe" regelrecht in die eigene Hälfte. Echte Torchancen gelangen aber auch ihnen nicht herauszuspielen - bis zur 23. Minute. Da brannte es plötzlich lichterloh im Strafraum der Mannheimer. Wiesbadens Heußer kam an den Ball und zieht einfach mal ab. Es war ein Schuss wie ein Strich, der in Richtung Tor raste und plötzlich deutlich an Fahrt verlor. Was mit dem rechten Arm von Waldhofs Kapitän Marcel Seegert zu tun hatte, der warf sich dem Ball entgegen und bekam ihn an den Arm.

Zu erkennen war das selbst in der Zeitlupe nur schwer. Also kein Vorwurf an Schiedsrichter Jöllenbeck. Wobei er nicht zwingend hätte pfeifen müssen, denn der Arm von Seegert ging nicht zum Ball. Doch es ging weiter: Der folgende Eckball segelte scharf vor den Waldhofkasten, Gürleyen schraubte sich hoch und brachte ihn gefährlich aufs Tor. Aber Waldhofs Torhüter Morten Behrens war zur Stelle und kratzte ihn noch von der Linie.

Der SVW blieb bis zur Pause vorne harmlos. Lediglich ein Mal war man nah dran am Torerfolg: Dominik Kother sprang der Ball vor die Füße. Der Flügelmann setzte seinen Schuss aber gut einen Meter am linken Pfosten vorbei. Und somit ging die Talfahrt vor der Pause weiter. Der SVW ging bis dato in allen Drittligapartien nie mit einer Führung in die Kabine.

Doch die kam dann wieder mal in der 2. Halbzeit. Und das nach einer wirklich traumhaften Kombination: Linksverteidiger Alexander Rossipal spielt den Ball steil auf seiner Seite nach vorne, Adrien Lebeau verlängert mit der Hacke auf Sohm, der packt erneut die Hacke aus, tunnelt damit seinen Gegenspieler und legt den Ball auf Höhe der Mittellinie genau in den Lauf von Fridolin Wagner, der bedient Dominik Kother und der hämmert den Ball ansatzlos ins lange Eck zum 1:0 (63.). Ein Treffer, den man wahrlich kaum schöner herausspielen kann.

Weiter ging es mit ganz viel Wille und Kampf. Jeder warf sich in die Bälle, weshalb der Sieg letztlich auch verdient war. Denn nachdem die Gäste in der ersten Halbzeit Vorteile hatten, war es der SVW, der nach der Pause das Kommando übernahm - ohne dabei spielerisch zu glänzen.

Waldhof: Behrens - Jans, Riedel, Seegert, Jans - Wagner (84. Sommer), Malachowski (70. Russo) - Kother (64. Ekincier), Bahn, Lebeau (64. Taz) - Sohm (64. Keita-Ruel).
Wiesbaden: Stritzel - Mockenhaupt (85. Rieble), Reinthaler, Gürleyen - Mrowca, Heußer - Fechner (71. Najar), Froese (71. Brumme), Ezeh - Hollerbach (65. Iredale), Prtajin.

Tor: 1:0 Kother (63.).
Zuschauer: 7000.
Schiedsrichter: Jöllenbeck (Freiburg).

 

Letzte Änderung am Sonntag, 18 September 2022

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