Sonntag, 04. Dezember 2022

Die Auswärtsseuche geht weiter - Der SV Waldhof verliert in Ingolstadt mit 0:1

erstellt am Samstag, 10 September 2022
Ingolstadts Tobias Bech (Nr. 11) zirkelt den Freistoß zum 1:0 in den Torwinkel.  Waldhofs Keeper Morten Behrens ist chancenlos. Ingolstadts Tobias Bech (Nr. 11) zirkelt den Freistoß zum 1:0 in den Torwinkel. Waldhofs Keeper Morten Behrens ist chancenlos. Bild: Imago/Eibner

sport-kurier. Der Frust war riesengroß und den sah man Christian Neidhart, dem Trainer

...des SV Waldhof Mannheim, nur wenige Minuten nach der 0:1 (0:0) Niederlage seiner Mannschaft beim FC Ingolstadt an. Da stand der Coach der Quadratestädter am Mikrofon von Magenta Sport und ließ seinem Ärger freien Lauf. Unter anderem sprach er dort von einem unverdienten Sieg der Audistädter.

Was weniger damit zu tun hatte, dass Neidhart ein schlechter Verlierer ist, sondern eher damit, dass man sich in zwei Situationen benachteiligt fühlte. Die erste Szene war gewissermaßen spielentscheidend. Es lief die 69. Minute, als Waldhofs Mittelfeldroutinier Marco Höger an der eigenen Strafraumkante den Ingolstädter Arian Llugiqi durch einen Trikotzupfer zu Fall brachte. Schiedsrichter Robin Braun, der ansonsten auch in der 2. Liga pfeift, entschied richtigerweise auf Freistoß, zückte gleichzeitig aber auch die rote Karte gegen Höger - und das war eine Fehlentscheidung. Der Ex-Kölner war nicht letzter Mann, befand sich noch mit Julian Riedel auf einer Linie. Doch all die Proteste halfen nichts: Höger musste vorzeitig zum Duschen.

Und der 32-Jährige dürfte wohl noch nicht in der Kabine angekommen sein, da brandete auch schon Jubel im Stadion auf. Denn den fälligen Freistoß hatte Tobias Bech geschickt über die Mauer gezirkelt und so das Tor des Tages für den FCI erzielt. Der SVW warf danach alles nach vorne und stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Pleite, war besser, konnte aber selbst nicht mehr treffen.

Der zweite Aufreger aus Neidhart Sicht: In der 87. Minute wollte sich Dominik Kother auf Höhe der Torauslinie den Ball an Marcel Costly, der in der Vorsaison noch für Waldhof spielte, vorbeilegen. Costly stoppte den Ball dabei mit der Hand. Braun entschied nicht auf Elfmeter und das konnte man so stehen lassen. Denn Costly machte mit der Hand keine Bewegung zum Ball.

Ansonsten ist das Spiel schnell erzählt. Der SVW tat sich auswärts einmal mehr schwer, bewegte sich aber auf Augenhöhe und hätte mit etwas mehr Matchglück auch als Sieger vom Platz gehen können. Möglichkeiten zur Führung waren da. So wie in der 20. Minute, als Marc Schnatterer - Laurent Jans auf der linken Seite in Szene setzte und der eine genau getimte Flanke vor das Ingolstädter Tor schlug. Baris Ekinicier kam so aus 6 oder 7 Metern völlig frei zum Schuss, zielte aber 2, 3 Meter zu hoch. Das sind Chancen, die man einfach nutzen muss, wenn man bei so einem Gegner gewinnen möchte. Kurz vor der Pause hatte auch Dominik Martinovic eine Großchance.

Unmittelbar nach der Pause setzte strömender Regen ein. Und hatte Ingolstadt vor dem Wechsel mehr vom Spiel war es danach der SVW. Doch ansprechende Ansätze hin oder her, unter dem Strich war es die 3. Pleite im 4. Auswärtsspiel. So kommt man nicht von der Stelle und kann sich das Wunschziel Aufstieg abschminken. Somit ist der Druck vor dem nächsten Wochenende, wenn Wehen Wiesbaden im Carl-Benz-Stadion gastiert, wieder gewaltig. Denn es ist eben nicht immer davon auszugehen, dass man jeden Gegner zuhause locker schlägt.

FC Ingolstadt: Funk - Costly, Musliu, Schröck, Brackelmann - Sarpei, Preißinger (88. Linsmayer), Bech (88. Hawkins), Franke (58. Koparcz) - Doumbouya (58. Llugiqi), Testroet (65. Schmidt)
SV Waldhof: Behrens - Jans, Riedel, Seegert, Rossipal (72. Sommer) - Höger, Bahn, Taz (77. Keita-Ruel) - Schnatterer (65. Sohm), Martinovic (72. Wagner), Ekincier (65. Kother)

Tore: 1:0 Bech (69.).
Zuschauer: 4201
Schiedsrichter: Robin Braun aus Wuppertal
rote Karte: Höger (67.)

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 10 September 2022

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