Donnerstag, 29. September 2022

Gegen Aue unter Druck - Der SV Waldhof muss am Mittwoch eine Reaktion zeigen

erstellt am Dienstag, 09 August 2022
Gegen Aue unter Druck - Der SV Waldhof muss am Mittwoch eine Reaktion zeigen AS Sportfoto

sport-kurier. 4 Punkte aus 2 Spielen.

Das ist kein Traumstart, aber einer, mit dem man aus Sicht des SV Waldhof Mannheim eigentlich leben kann. Das Problem ist nur, dass man eben auch 6 Punkte hätte haben können. Denn das 2:2 beim SC Verl vom Sonntag war maximal ärgerlich, weil der Ausgleich erst in der 95. Minute fiel und somit in die Kategorie extrem ärgerlich passt. Hätte man die etwas schmeichelhafte Führung über die Zeit gebracht, wäre man mit 6 Punkten ganz vorne mit dabei gewesen. Nach dem Wie fragt danach ohnehin niemand mehr. Klar ist, dass am Mittwoch nun unbedingt ein Heimsieg her sollte, wenn man nicht gleich wieder der Musik an der Spitze hinterherlaufen möchte.

Leicht wird es aber nicht. Ab 19 Uhr tritt mit Erzgebirge Aue ein Zweitliga Absteiger im Carl-Benz-Stadion an, der sicherlich das stärkste Team stellt, gegen das der SVW bislang antreten musste - das DFB-Pokalduell gegen Holstein Kiel natürlich mal ausgeklammert. Und ausgerechnet vor diesem Spiel gleicht die Waldhof Abwehr einer großen Baustelle. Gerrit Gohlke, der bis dato einen so starken Eindruck in der Innenverteidigung der Blauschwarzen hinterlassen hat, zog sich beim Duell in Verl eine Gehirnerschütterung zu.

Somit muss Trainer Christian Neidhart hinten komplett umbasteln. Optionen hat er ein paar. Die eigentlich logischste ist, dass Julian Riedel zurück in die Innenverteidigung rutscht und Niklas Sommer dafür als Rechtsverteidiger spielt. So war es auch gegen Verl nach der Auswechslung von Gohlke. Wirklich geklappt hat das aber nicht.

Es könnte deshalb auch sein, dass Malte Karbstein sein Startelfdebüt gibt in der Innenverteidigung und Riedel wieder auf den rechten Flügel rückt. Zu beneiden ist Neidhart jedenfalls nicht. Eine andere Alternative, die eigentlich die Königslösung für die rechte Seite ist, kommt wohl nicht in Frage: Neuzugang Johannes Dörfler ist angeschlagen, was ihn auch gegen Verl zum Zuschauen zwang. Mittlerweile soll er das Training aber wieder aufgenommen haben.

Aue steht ebenfalls unter Druck in Mannheim. Denn beim Absteiger kann man fast schon von einem Fehlstart sprechen. Einem 1:1 beim SC Freiburg 2 folgte das gleiche Ergebnis daheim gegen Osnabrück. Aue zählt nicht zu den Aufstiegskandidaten, da sind andere Vereine höher eingestuft. Trotzdem hat diese Mannschaft viel Qualität in ihren Reihen und kann deutlich mehr als sie bisher gezeigt hat. Wichtig wird aus Waldhof Sicht sein, dass man auch im Spiel nach vorne mehr Torgefahr ausstrahlt.

Dominik Martinovic, der in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat, ist nicht richtig da. Wertvoll ist er für die Mannschaft dennoch, denn der ehemalige Jugendspieler des FC Bayern München arbeitet extrem viel und hart gegen den Ball, was jedem Gegner das Aufbauspiel erschwert. Allerdings wird ein Stürmer insbesondere an der Torgefahr gemessen und die fehlt bislang nahezu komplett. Vielleicht platzt ja am Mittwoch der Knoten. Ein Flutlichtspiel ist dafür perfekt geeignet.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 09 August 2022

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