Donnerstag, 29. September 2022

Mit der letzten Aktion noch abgefangen - Der SV Waldhof kommt gegen Verl nicht über ein 2:2 hinaus

erstellt am Montag, 08 August 2022
Rossipal (ganz rechts) trifft in der 90. Minute zur Waldhöfer 2:1 Führung. Am Ende reichte es doch nicht zu einem Sieg. Rossipal (ganz rechts) trifft in der 90. Minute zur Waldhöfer 2:1 Führung. Am Ende reichte es doch nicht zu einem Sieg. Bild: IMAGO/PaetzelPress

sport-kurier. Es deutete bereits alles auf ein 1:1 Unentschieden hin, doch dann überschlugen sich die Ereignisse im Paderborner Stadion, wo der SC Verl derzeit seine Heimspiele austrägt:

In der 90. Minute bekam der SV Waldhof nach einem Foul an Dominik Martinovic einen Elfmeter zugesprochen, den Linksverteidiger Alexander Rossipal knallhart in die Maschen versenkte.

Es war das 2:1 für den SVW, der Sieg war quasi schon eingetütet, doch Schiedsrichter Greif aus Gotha ließ wenig später eine vierminütige Nachspielzeit anzeigen - und auch die war schon rum, als plötzlich nochmals Mael Corboz vor dem Waldhoftor in zentraler Position zum Schuss kam. Er zog ab und der Ball wäre wohl eine sichere Beute für Waldhofs Torhüter Morten Behrens gewesen, aber er wurde noch abgefälscht und trudelte unhaltbar über die Linie zum 2:2.

Danach pfiff der Schiedsrichter gar nicht mehr an. Und der SVW war restlos bedient. Nicht, weil dieses Spiel unentschieden ausgegangen ist, sondern vielmehr deshalb, weil man sich in der Schlussphase noch die Butter vom Brot nehmen ließ. Es darf einfach nicht sein, dass der Gegner dann noch zu so einer Chance kommt. Da muss man vorher ein Foul ziehen oder den Ball übers Stadiondach feuern.

Wie man es auch immer sehen will, letztlich war es ein gerechtes Remis. Gerade in der ersten Halbzeit spielte der SVW erschreckend schwach. Nach vorne ging so gut wie nichts. Nur Verl strahlte hin und wieder mal Gefahr aus - und belohnte sich in der 41. Minute schließlich, da war Neuzugang Eduard Probst plötzlich frei durch und ließ Behrens aus rund 16 Metern keine Chance. Begünstigt wurde der Treffer allerdings auch durch eine Schrecksekunde in der 24. Minute. Da musste Innenverteidiger Gerrit Gohlke nach einem schweren Zusammenprall den Platz verlassen - bei ihm besteht Verdacht auf eine Gehirnerschütterung.

Trainer Christian Neidhart stellte um: Julian Riedel rückte vom rechten Flügel in die Innenverteidigung, und Niklas Willy Sommer übernahm den Part auf der Außenbahn. Fortan fehlte die Ordnung im Mannheimer Bollwerk.
Das Hauptproblem war aber das Spiel nach vorne. Da waren keine Ideen erkennbar und auch der letzte Wille fehlte. Das änderte sich nach Wiederanpfiff komplett. Plötzlich waren die "Buwe" da, kreierten sofort mehrere Chancen, ehe in der 51. Minute dann der Ausgleich fiel: Nach einer Ecke war Stefano Russo per Kopf zu Stelle.

Anstatt den Druck weiter aufrechtzuhalten, schaltete der SV Waldhof aber wieder einen Gang runter, ehe sich in der hektischen Schlussphase doch noch alles zum Guten zu wenden schien - wäre da nicht diese letzte Aktion gewesen. "Mit dem Elfmeter bist du eigentlich auf der Siegerstraße, doch dann geht der Ball abgefälscht noch in unser Tor", trauerte Neidhart dem verpassten "Dreier" hinterher.

Doch Pech hin oder her, der SVW ist eigentlich mit anderen Zielen zum Spiel gegen Verl gereist. Drei Punkte waren das klare Ziel, somit ist am Mittwoch schon ein wenig Druck auf dem Kessel, wenn Absteiger Aue im Carl-Benz-Stadion gastiert. Schafft der SVW in dieser Partie an die zweite Halbzeit anzuknüpfen, dürfte etwas drin sein.

Verl: Thiede - Ochojski, Mikic, Stöcker, Stellwagen - Corboz, Sapina, Sessa (86. Klann), Grodowski (46. Wolfram) - Probst (75. Zografakis), Akono (65. Pululu).
Waldhof: Behrens - Riedel, Gohlke (25. Sommer), Seegert, Rossipal - Russo, Höger, Ekinicer (66. Kother), Bahn (82. Sohm), Taz (65. Winkler) - Martinovic.

Tore: 1:0 Probst (41.); 1:1 Russo (51.), 1:2 Rossipal (90.), 2:2 Corboz (94.).
Schiedsrichter: Greif (Gotha).

 

Letzte Änderung am Montag, 08 August 2022

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